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  3. Gesundheitsmanagement: Eine Stadt macht sich fit
Jennifer Amend-Groß ist kommunale Gesundheitsmanagerin der Stadt Mosbach
© privat

Kommunales Gesundheitsmanagement

Gesundheitsmanagement: Eine Stadt macht sich fit

von Rebecca Piron
Stellvertretende Chefredakteurin | KOMMUNAL
29. Oktober 2025
Eine Stadt zeigt, wie kommunales Gesundheitsmanagement gelingt: Die Gesundheitsmanagerin im Interview über Prävention, Vernetzung und Bewegung.

KOMMUNAL: Frau Amend-Groß, Sie sind seit Anfang des Jahres für das kommunale Gesundheitsmanagement in Mosbach zuständig. Wie kam es dazu?

Jennifer Amend-Groß: Ich arbeite bereits seit 2020 als schulische Gesundheitsmanagerin für die Stadt. Ich habe Bewegungsangebote für Schulen entwickelt, mich für gesunde Mahlzeiten eingesetzt und Gesundheitsaufklärung betrieben. In diesem Jahr haben wir dann durch die Förderung einer Krankenkasse die Möglichkeit bekommen, zusätzlich ein kommunales Gesundheitsmanagement aufzusetzen. So können wir die Gesundheit aller Bürgerinnen und Bürger in den Blick nehmen.

Wie sah der Start aus?

Wir haben einen externen Partner, mit dem wir über insgesamt zwei Jahre zusammenarbeiten. Zunächst haben wir alle wichtigen Zahlen und Fakten rund um Gesundheit in der Stadt Mosbach gesammelt. Diese haben wir an unseren Partner gegeben, der die Zahlen für uns analysiert und daraus Handlungsempfehlungen abgeleitet hat. 

Welche Handlungsempfehlungen hat die Stadt bekommen?

Bei der Analyse kam heraus, dass wir in Mosbach überdurchschnittlich viele ältere Menschen haben und viele Menschen, die allein leben. Einsamkeit ist deshalb ein großes Thema, das wir angehen müssen. Auch bei den Themen Ernährung und Suchtprävention ist ein Handlungsbedarf entdeckt worden. Bereits gut aufgestellt sind wir im Bereich Fitness- und Sportstätteninfrastruktur. Erfreulich viele Mosbacherinnen und Mosbacher gehen regelmäßig zum Sport. 

Wie sind Sie mit diesen Handlungsempfehlungen umgegangen?

Wir haben im Juni eine Kick-Off-Veranstaltung gehabt, um alle Akteure zusammenzubringen. Eingeladen waren Bürgerinnen und Bürger, Ärztinnen und Ärzte, Schulen, Vereine und alle, die zur Gesundheit vor Ort beitragen können. Wir haben dort die Analyse vorgestellt und um Feedback gebeten. Tatsächlich haben viele rückgemeldet, dass sie die Situation sehr ähnlich wahrnehmen. Es wurden einige Wünsche geäußert. Zum Beispiel mehr Übungsleiter bei den Vereinen, eine bessere ÖPNV-Anbindung für abgelegenere Stadtteile oder auch mehr Sitzmöglichkeiten im Zentrum. 

Und diese Wünsche setzen Sie jetzt um?

Es ist mir im Prozess sehr wichtig, dass wir uns am Machbaren orientieren. Der ÖPNV liegt etwa beim Landkreis und da können wir als Stadt wenig tun. Wir können Mosbach gemeinsam gesünder machen, aber dafür müssen wir mit dem arbeiten, was wir haben. 

Das tun Sie aktuell?

Ganz genau. Wir haben bei der Kick-Off-Veranstaltung um Freiwillige geworben, die sich als Gesundheitsbotschafterinnen und -botschafter ausbilden lassen. 12 Menschen haben sich direkt gemeldet, die sich im Juli haben ausbilden lassen. Das finde ich schon sehr beachtlich, wenn man bedenkt, dass das alles ehrenamtliche Arbeit ist. Seit September arbeiten wir zusammen, um die wichtigsten Ziele, Maßnahmen und nötige Finanzierung zu definieren. 

Was ist dabei herausgekommen?

Wir werden im ersten Schritt auf eine bessere Vernetzung aller wichtigen Akteure setzen, die Suchtprävention besser fördern und Maßnahmen für mehr Bewegung für alle umsetzen. Ein Lauftreff ist unter anderem im Gespräch. 

Wie soll es weitergehen, wenn die zweijährige Förderphase vorbei ist?

Wir möchten weiter eng mit den Gesundheitsbotschaftern zusammenarbeiten und mit diesen immer neue Maßnahmen entwickeln, die für mehr Gesundheitsförderung in der Stadt sorgen. Das kommunale Gesundheitsmanagement soll zum Selbstläufer werden.

Gibt es viele Städte, die ein solches Gesundheitsmanagement haben?

Soweit ich weiß, ist das keine Selbstverständlichkeit. Als ich damals als schulische Gesundheitsmanagerin angefangen habe, hatte das kaum eine Kommune. Das ist schon etwas ganz Besonderes hier. Johannes Marx, Geschäftsfüherer der deutschen Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement, wo ich auch studiert habe, hat diese Stelle zunächst direkt bei einer Schule geschaffen. Bis sie dann zur Stadt übersiedelte, damit alle Schulen davon profitieren können. 

Was sind Maßnahmen im schulischen Gesundheitsmanagement, die Sie bereits umgesetzt haben?

Da gibt es viele: Die Ausstattung von vier Schulen mit Wasserspendern, Schnupperstunden für Kinderyoga, bewegungsfreundliche Schulhöfe, Outdoorklassenzimmer oder auch Stressbewältigungsworkshops für Schulkinder und Lehrkräfte.

Denken Sie, es wäre sinnvoll, wenn alle Kommunen ein schulisches und kommunales Gesundheitsmanagement hätten?

Ja, davon bin ich überzeugt. Gesundheit wird bei vielen Entscheidungen gar nicht mitgedacht, wenn man nicht jemanden hat, der dafür zuständig ist. Außerdem besteht meine Aufgabe auch darin, Vernetzung zu schaffen. Oft laufen verschiedene Maßnahmen im Bereich Gesundheitsförderung parallel, ohne voneinander zu wissen. Dabei könnte man zusammen viel effektiver arbeiten. Oder Angebote sind generell nicht bekannt. Als eine Grundschule bei mir zum Beispiel anfragte, wer ergänzende Angebote zum Ganztag bietet, habe ich mich umgehört und herausgefunden, dass unser Mehrgenerationenhaus durchaus bereit ist, da ein Angebot zu bieten. Solche Vernetzungen sind wichtig und kommen nicht zustande, wenn niemand den Hut auf hat. 

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