Direkt zum Inhalt

Secondary Navigation

  • E-Paper
  • Podcast
  • Webinare
  • Messe
  • Veranstaltungen
  • Newsletter
  • Stellenmarkt
  • Kontakt
  • Anmelden
 

IMMER INFORMIERT BLEIBEN!

Jetzt unsere redaktionellen Newsletter abonnieren und die Neuigkeiten der kommunalen Welt kommen direkt in Ihr Postfach.

Mehr erfahren
Home
Home

Main navigation

  • K+

Mobile Navigation

  • Anmelden
  • Politik
  • Praxis
  • Panorama
  • K+
  • Bestellen
  • E-Paper
  • Newsletter
  • Webinare
  • Messe
  • Veranstaltungen
  • Podcast
  • Stellenmarkt
  • Kontakt
  1. Politik
  2. Stadtentwicklung
  3. Klimafreundlich bauen – mit Praxisbeispielen
Die Fuchshofschule in Ludwigsburg erfüllt die Grundsätze nachhaltigen Bauens.
Ein Hingucker in vielerlei Hinsicht: die Fuchshofschule in Ludwigsburg
© Zooey Braun / Ludwigsburg

Öffentliche Gebäude

Klimafreundlich bauen – mit Praxisbeispielen

von Annette Lübbers
Reporterin
22. Januar 2026
Nachhaltiges, effizientes und ressourcenschonendes Bauen wird für Kommunen immer wichtiger. Wir berichten von zwei Vorzeige-Projekten - eine Schule und eine Brücke - und zeigen, wo es Hilfe gibt.

Alte Gebäude abreißen? Auch der Abriss alter Gebäude und Brücken ist teuer und verschwendet jede Menge Material, dass höchstens noch im Straßenbau Verwendung finden kann. Neubauten aus Beton? Haben eine schlechte CO₂-Bilanz. Wie es anders und besser geht, zeigen die folgenden Beispiele aus deutschen Kommunen.

Nachhaltig bauen: Diese Grundschule setzt Maßstäbe

In diese moderne Grundschule werden die Kinder gerne gehen: Die einzelnen Cluster sind jeweils um einen "Lichthof" gebaut, es gibt einen Freibereich im Flur, in denen Kleingruppen lernen können, es gibt einen Therapiebereich mit barrierefreien Sanitärräumen für Kinder mit Handicap und besonderen Bedarfen. Auch eine moderne, multifunktionale Mensa ist integriert. Die Kinder bekommen einen großzügigen, teilweise überdachten Pausenhof. Der Freibereich gliedert sich in einen stillen naturnahen Bereich und einen zum Bewegen, Toben und Spielen. Der Pausenhof lädt mit einer großen Kletterkombination, die in Anlehnung an die frühere Nutzung in Form eines alten Gewächshauses gestaltet ist, zum Spielen ein. Es gibt Tischtennisplatten und eine Ballspielfläche. Ein Teil der Pausenhof-Fläche ist bunt und grün: Rasen wechselt sich ab mit Pflanzen und Bäumen. Das besondere Highlight: die Grundschule ist nach modernsten, nachhaltigen Prinzipien gebaut worden.

Bürgermeisterin Andrea Schwarz hebt die Plus-Punkte des Gebäudes hervor: „Die Schule wurde in moderner Holzbauweise mit nachhaltigem Material errichtet.“ Die Rohstoffe wurden so verarbeitet und eingesetzt, dass sie nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip wiederverwertbar sind und der hohe Holzanteil des Tragwerks begünstigt die CO₂-Bilanz positiv. Auch die Materialien, die für die Außenanlagen verwendet worden sind, wurden unter nachhaltigen Gesichtspunkten ausgewählt.

Ebenfalls bemerkenswert: Trotz zwischenzeitlich stark gestiegener Baupreise konnte das Projekt - auch aufgrund eines hohen Vorfertigungsgrads - günstiger umgesetzt werden als ursprünglich gedacht. „Statt den veranschlagten 29,5 Millionen Euro wurde das Projekt mit rund 26 Millionen Euro abgerechnet. Das zeigt, dass preiswürdige Architektur und Nachhaltigkeit auch kostengünstig umsetzbar sind, sagt die Bürgermeisterin und fügt an: „Man sieht, dass preiswürdige Architektur und Nachhaltigkeit auch kostengünstig umsetzbar sind. Eine gute Planung schafft den Spagat.“ Der Lohn der Mühe: 2024 erhielt die Kommune für ihre neue Grundschule den Hugo-Häring-Landespreis des Bunds der Architekten (BDA) Baden-Württemberg. 

Ein gutes Lernumfeld bietet die Fuchshofschule in Ludwigsburg.

Fast einmalig: Eine Brücke aus Flachs

Wer heute in Ulm die Brücke über die "kleine Blau" betritt, sollte sich Zeit zum Staunen lassen. Die neue Brücke ist die zweite "Smart-Circular-Bridge" weltweit und die erste ihrer Art, die auch Autos trägt. Sie besteht weitgehend - aus Flachs und Bio-Harz. Bevor die Baumwolle ihren Siegeszug antrat, wurde aus dieser Pflanzenfaser Leinwände, Leintücher, Säcke und Schiffstaue gefertigt. Das Material gilt als schlecht bügelbar, aber wunderbar reißfest. Jetzt entstehen daraus sogar - Brücken.

 Mit neun Metern Länge und fünf Metern Breite wirkt die Brücke für Passanten zunächst unscheinbar. Doch ein genauer Blick zeigt das gestalterische Potenzial: ein kunstvolles Geländer in geometrischen Formen, voll automatisiert gewebt von Roboterarmen. Die Seile bestehen aus Flachsfasern, die in biologischen Epoxidharz getaucht wurden plus recyceltem PET-Schaum – dadurch sind sie besonders stabil und wetterfest. Die Geländerpfosten bestehen aus Hartholz, recycelt aus einer abgerissenen Brücke.

Aus der Stadtverwaltung Ulm heißt es: "Diese Werkstoffkombination macht die Brücke besonders leicht und so stabil, dass sie sich mit Stahlkonstruktionen messen kann. Bei Belastungstests schneidet die Brücke so gut ab, dass neben Fußgängern und Fahrradfahrern auch Fahrzeuge die Brücke überqueren können." Ganz ohne Probleme ging auch dieses wegweisende Projekt nicht vonstatten. Zumal der Unterbau aufwändiger saniert werden musste als ursprünglich gedacht.

Kein Wunder: Neue Verfahren und neues Material brauchen Erkundungsphasen: "Eine ungeplante Überhitzung des Harzes beim Bau des ersten Brückenkörpers machte die Naturfasern spröde, weshalb der Brückenkörper ein zweites Mal gebaut werden musste. Und das von einem neuen Hersteller, da der alte - aus einem anderen Grund - Insolvenz anmelden musste. Das hieß: Verzögerung und höhere Kosten. Andernfalls wäre die Brücke nicht teurer geworden als herkömmliche Brücken. In Verbindung mit einem Kunstprojekt ist die Brücke sogar "hörbar".

Eine Brücke aus Flachs führt in Ulm über die Kleine Blau.

Öffentliche Gebäude sollten möglichst nachhaltig gebaut, langlebig konstruiert, effizient in den Abläufen und kostengünstig geplant werden. Hilfestellungen für Kommunen gibt es mittlerweile einige: 

1. Informationsquellen auf Bundesebene

  • Bundesministerium für Wohnen, Stadtentwicklung und Bauwesen (BMWSB): Leitfaden Nachhaltiges Bauen, BNB-System
  • Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK): Energieeffizienz, Förderprogramme (BAFA, Energiewechsel)
  • Deutsche Energie-Agentur (dena): Kommunalportal Energieeffizienz, Modellvorhaben Effiziente Gebäude
  • KfW-Bank: Förderprogramme für kommunale Neubauten und Sanierungen (KfW 218/219, IKK)

2. Landesebene – Energie- und Klimaschutzagenturen

Jedes Bundesland hat eigene Energie- oder Klimaschutzagenturen mit Angeboten für Kommunen. 

Sie bieten kostenfreie Erstberatung, Workshops, Förderhilfen und Beispielprojekte.

3. Fachstellen und Netzwerke

  • Deutsches Institut für Urbanistik (Difu): Forschung und Schulungen für Kommunen
  • DGNB: Beratung und Zertifizierungssystem für nachhaltiges Bauen

     

4. Informationen zu neuen Bauweisen und Materialien

Kommunen, die sich über neue Bauweisen, klimafreundliche und ressourcenschonende Materialien informieren möchten, finden aktuelle Informationen hier:

  • WECOBIS (Bau­stoff-Informationssystem):
  • Leibniz IÖR Materialkataster: Informationen zum Baustoffbestand in Deutschland

5. Neues Bauen - das ist immer wichtig

• Frühzeitige Integration nachhaltiger Materialien in die Planungsphase

• Lebenszykluskosten und Instandhaltung berücksichtigen

• Nachhaltigkeitskriterien in Ausschreibungen verwenden 

• Pilotprojekte mit innovativen Bauweisen anstoßen

• Monitoring und Schulungen im Bau- und Beschaffungswesen etablieren

Rechtliche Grundlagen und Checklisten zum Bauturbo

So nutzen Sie die Möglichkeiten des Bauturbo

Wie Kommunen den Bauturbo anwenden können und worauf sie dabei achten müssen. Von rechtlichen Grundlagen über praxisnahe Checklisten bis hin zu einem Chatbot, der alle Fragen zum neuen Gesetz beantworet.
MEHR

Wie denken die Kommunen über den Bauturbo?

Bauturbo: Kommunen zwischen Aufbruch und Abwarten

Während erste Kommunen Anwendung prüfen, haben sich andere noch gar nicht mit der Sonderregelung beschäftigt. Experten fordern weitere Reformen.
MEHR

Bauen Bauturbo neuer Gesetzesentwurf

Schneller bauen - das sieht der neue Gesetzesentwurf vor

Das Bundeskabinett hat den sogenannten „Bau-Turbo“ beschlossen. Was das Gesetz beinhaltet und was es konkret für Städte und Gemeinden bedeutet.
MEHR
Fotocredits: Stadt Ludwigsburg / Ulm / Korbach
Der Newsletter für kommunale Entscheidungsträger. Lesen Sie was Kommunen bewegt

Auch von Annette Lübbers

  • Was sich 2026 im deutschen Paragrafendschungel ändert.
    Verwaltung

    Verordnungen, Pflichten: Das ändert sich 2026

    von Annette Lübbers
  • Flächenpooling - nicht schön, aber effizient.
    Erneuerbare Energie

    Flächenpooling für Windkraft: Wertschöpfung vor Ort halten

    von Annette Lübbers
  • Die strenge Oma zeigt es an: Restmüll gehört nicht in Biotonnen.
    Abfallbeseitigung

    Reiner Bioabfall - großer Gewinn

    von Annette Lübbers

Lesen Sie auch...

  • Nachhaltige Lösung

    Modulbauweise für Schulen: Das Vorbild aus Prüm

  • Konversion von Militärflächen gestoppt

    Kasernenbau: Bundeswehr hält Liegenschaften zurück

    von Benjamin Lassiwe
  • Unterbringung durch die Kommunen

    Wohnungslosigkeit: Kommunen stemmen die Krise

    von Rebecca Piron

Neuester Inhalt

  • Tipps

    5 folgenschwere Fehler im Kommunalwahlkampf

    von Gudrun Mallwitz
  • Best Practice

    So können Kommunen dem demografischen Wandel begegnen

    von Dorothea Walchshäusl
  • Nach Zwickau nun auch Görlitz

    Nach Zwickau: Auch Görlitz muss Werbeverbot für Bundeswehr zurücknehmen

    von Rebecca Piron

Schlagwörter

  • Stadtentwicklung

ZURÜCK ZUR STARTSEITE

Home

Footer First Navigation

  • Messe KOMMUNAL
  • Leserservice
  • AGB
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Mediadaten
  • Verträge kündigen
  • Datenschutzeinstellungen
  • KOMMUNALBESCHAFFUNG

Footer Second Navigation

  • Wir auf Whatsapp