Hausärzte

So kommt die Medizin aufs Land

Do, 26.09.2019
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Die AOK verstärkt ihr Engagement für die Gesundheitsversorgung in ländlichen Gebieten. Dafür hat sie die Initiative „Stadt. Land. Gesund.“ gestartet. Dutzende Projekte in ganz Deutschland zeigen erfolgreich, wie die Gesundheitsversorgung trotz Bevölkerungsrückgang und schwindender Infrastruktur gut funktionieren kann.

Erst schließt die Post, dann der Bäcker und so manches Mal auch noch die Hausarztpraxis. All zu oft erleben Menschen in ländlichen Regionen solche Entwicklungen. Sie machen sich Gedanken, auch um ihre Gesundheitsversorgung. Die AOK engagiert sich deshalb vor Ort für neue medizinische Angebote. So fördert sie schon seit langem regionale Projekte, die bestehende und künftige Lücken beim Zugang zu Medizinern, Krankenhäusern und Pflegediensten füllen. Mit ihrer Initiative „Stadt. Land. Gesund.“ will die AOK auf konkrete Angebote aufmerksam machen, die die Versorgungsunterschiede zwischen Stadt und Land ausgleichen. Dafür rückt die Gesundheitskasse ausgewählte Projekte aus ganz Deutschland ins Blickfeld. Sie alle verfolgen mindestens einen der vier Lösungsansätze, die aus Sicht der AOK dazu beitragen, Gesundheitsangebote vor Ort zu erhalten: Sektorenübergreifende Versorgung, Versorgungsassistenz, Digitalisierung und Arztnetze.

Konkret geht es dabei um die bessere Zusammenarbeit zwischen Ärzten, Krankenhäusern, Therapeuten und Pflegediensten, um so Abstimmungsprobleme bei der Behandlung zu vermeiden. Ebenso wichtig ist es, dass die Ärzte zu ihrer eigenen Entlastung mehr Aufgaben an spezialisierte Praxismitarbeiterinnen und -mitarbeiter abgeben. Und schließlich geht es darum, die vielen Möglichkeiten der Digitalisierung und der Telemedizin zu nutzen, um die räumliche Distanz bei der Behandlung zu überwinden und Patienten einen schnellen Zugang zur Versorgung zu verschaffen. 

Mit der Initiative „Stadt. Land. Gesund.“ knüpfen die elf Gesundheitskassen und der AOK-Bundesverband an die Ergebnisse einer forsa-Umfrage an. Danach halten 95 Prozent der Befragten einen Hausarzt oder eine Hausärztin für die wichtigste Infrastrukturein­richtung vor Ort. Erst dann folgen Einkaufsmöglichkeiten (93 Prozent) und Internet (90 Prozent). Der Befragung zufolge nehmen vor allem Bewohner kleiner und mittlerer Städte eine Verschlechterung bei der Versorgung mit Ärzten und Krankenhäusern wahr.  

Zugleich zeigt sich die Bevölkerung offen gegenüber innovativen Behandlungsformen. Angebote wie die Betreuung durch Versorgungsassistentinnen oder mobile Arztpraxen erreichen hohe Zustimmungswerte. Auch die Nutzung einer Videosprechstunde kann sich jeder zweite Befragte vor­stellen. Ein weiteres Ergebnis der Umfrage: Die Menschen sind nicht nur offen für solche Angebote, sondern sie erwarten auch, dass ihre Krankenkasse sich dafür einsetzt. 

 

Hausärzte auf dem Land
Das ist den Bürgern besonders wichtig: ein Hausarzt, der vor Ort gut erreichbar ist 

 

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