Mobilität neu gedacht
Rutschen statt Elterntaxi: Calw baut den schnellen Weg in die Innenstadt
So kann der Weg von der Schule und zur Arbeit schnell gehen und dazu Spaß machen. Schülerinnen und Schüler der beiden Berufsschulen im Stadtteil Wimberg sowie Berufstätige, die dort wohnen, sollen künftig schneller ins Zentrum von Calw gelangen. Dafür sorgen - sofern der TÜV die beiden bereits gebauten Rutschen abnimmt - zwei Rutschen in die Innenstadt.
Zwei Rutschen statt Schulweg zu Fuß
60 Meter ist die Rutschstrecke insgesamt lang, je 43 und 17 Meter. In 20 Sekunden ist man unten. Auf der längeren Rutsche werden etwa 10 bis 16 Sekunden benötigt. David Mogler, Wirtschaftsförderer und persönlicher Referent des Bürgermeisters, hat den ungewöhnlichen Weg mit einem "Uiii" selbst ausprobiert. Eins ist der Stadtverwaltung Calw schon einmal gelungen: Mit ihrer Rutsche machte sie Schlagzeilen.
Vom Sturmschaden zur Attraktion
"2018 wurde der Stadtgarten durch einen starken Sturm sehr verwüstet und es haben sich interessierte Bürgerinnen und Bürger zusammengefunden, die dann gemeinsam ein Konzept entwickelt haben", erläutert Mogler in einem beim Merkur veröffentlichten Video. Der Architekt hatte in seinem Entwurf diese Rutsche drin und die hat dann nachher auch den Zuschlag bekommen. So kamen wir zu unseren wunderschönen Rutschen."
Bei trockenem Wetter und mit Kleidung aus Kunstfasern sind Geschwindigkeiten bis zu 35 Kilometern pro Stunde drin, erläutert die Pressesprecherin der Stadt, Bianca Rousek.
Weniger Elterntaxis erhofft
Zielgruppe sind neben Touristen vor allem die Calwer selbst. Die Stadt erhofft sich einen Nebeneffekt: "Damit wollen wir auch dafür sorgen, dass das Elterntaxi vielleicht einfach mal zu Hause stehen bleibt oder auch später bei Älteren das Auto stehen bleibt", so die Sprecherin der Stadt. Auch Berufstätige vom Wimberg könnten ihren Weg in die Innenstadt abkürzen.
Kosten und Zeitplan
Die Umgestaltung des Stadtgartens kostet insgesamt rund 1,5 Millionen Euro. Den größten Teil davon, etwa 1,35 Millionen Euro, trägt der Bund. Wann die Rutschen eröffnet werden, hängt von der Freigabe durch den TÜV ab.
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