Direkt zum Inhalt

Secondary Navigation

  • E-Paper
  • Podcast
  • Webinare
  • Messe
  • Veranstaltungen
  • Newsletter
  • Stellenmarkt
  • Kontakt
  • Anmelden
 

IMMER INFORMIERT BLEIBEN!

Jetzt unsere redaktionellen Newsletter abonnieren und die Neuigkeiten der kommunalen Welt kommen direkt in Ihr Postfach.

Mehr erfahren
Home
Home

Main navigation

  • K+

Mobile Navigation

  • Anmelden
  • Politik
  • Praxis
  • Panorama
  • K+
  • Bestellen
  • E-Paper
  • Newsletter
  • Webinare
  • Messe
  • Veranstaltungen
  • Podcast
  • Stellenmarkt
  • Kontakt
  1. Praxis
  2. Mobilität
  3. Blitzer nüchtern bilanziert
Blitzer Symbolbild
Blitzer sind keine Geldautomaten auf Stativ.
© Adobe Stock

Mobilität

Blitzer nüchtern bilanziert

von Christian Erhardt-Maciejewski
Geschäftsführer, Chefredakteur | KOMMUNAL
21. Mai 2026
Radarfallen bringen Einnahmen, kosten aber auch viel. Entscheidend ist nicht die Kasse, sondern der Standort: dort, wo Tempo gefährlich wird und Kontrolle Leben schützen kann. Ein Überblick.

Blitzer sind für viele Bürger ein rotes Tuch. Kaum blitzt es am Straßenrand, steht der Vorwurf im Raum: Abzocke! Ganz so einfach ist es nicht. Städte und Gemeinden haben bei Geschwindigkeitskontrollen eine klare Aufgabe: Sie sollen Unfälle verhindern, nicht Haushaltslöcher stopfen.

Die Einnahmen können beachtlich sein. Hamburg liegt mit mehr als 44 Millionen Euro pro Jahr bundesweit vorn. München kommt auf rund 1,5 Millionen Euro aus Geschwindigkeitskontrollen. Der Landkreis Lippe nahm mit mobilen Blitzern in einem Halbjahr mehr als 1,3 Millionen Euro ein. Besonders viel Aufmerksamkeit bekam Kirchseeon in Bayern: Die Gemeinde mit rund 9.000 Einwohnern erzielte in elf Tagen etwa 100.000 Euro.

Blitzer kein Geldautomat mit Stativ

Doch Blitzer sind kein Geldautomat mit Stativ. Vor den Einnahmen stehen hohe Kosten. Stationäre Anlagen kosten je nach Technik zwischen 20.000 und 250.000 Euro. Mobile Anlagen liegen bei rund 160.000 Euro inklusive Technik. Dazu kommen Wartung, Kalibrierung, Personal und Verwaltung.

Der wichtigste Punkt bleibt die Sicherheit. Rund ein Viertel der Unfälle mit Personenschäden entsteht durch zu schnelles Fahren. Etwa die Hälfte der Verkehrstoten ist auf überhöhte Geschwindigkeit zurückzuführen. Richtig eingesetzte Blitzer können Unfallzahlen senken. Das gelingt nur, wenn die Kommune offen erklärt, warum sie kontrolliert.

Wer überall blitzt, verliert Vertrauen

Sinnvoll sind Blitzer vor allem an Schulwegen, Kitas und Spielplätzen, an Unfallhäufungspunkten, gefährlichen Kreuzungen, Kurven, Ausfallstraßen, Baustellen, Umleitungen sowie dort, wo viele Fußgänger und Radfahrer unterwegs sind. Wer überall blitzt, verliert Vertrauen. Wer dort blitzt, wo es knallt oder Kinder gefährdet sind, gewinnt Glaubwürdigkeit.

Blitzen für mehr Sicherheit

Die Strategie: Unfallstatistiken und Bürgerhinweise auswerten, echte Brennpunkte auswählen, mobile und stationäre Kontrollen klug kombinieren, klar beschildern, offen kommunizieren und Überschüsse in Verkehrssicherheit, Aufklärung und Infrastruktur stecken. Danach muss geprüft werden, ob die Unfallzahlen sinken.

Blitzeranlagen sind also dort wichtig, wo sie Leben schützen, Tempo senken und nachvollziehbar eingesetzt werden. Für Kommunen gilt: weniger Show, mehr Wirkung. Nicht blitzen, weil es Geld bringt. Blitzen, weil es an der richtigen Stelle sicherer macht. 

Per Blitzer nehmen Länder und Kommunen Milliardensummen von Autofahrern ein - doch es gibt auch Städte, die damit Verluste einfahren...

Reich durch Blitzer? So viel verdienen Kommunen mit Radarfallen wirklich

Milliardeneinnahmen durch Raser im Verkehr - wie viel Kommunen tatsächlich einnehmen, welche Ausgaben sie haben - und was die neusten Trends in Sachen Radarfallen sind.
MEHR

Ein neuer Rekord-Blitzer in Hamburg sorgt für Aufsehen. Doch wie gehen kleinere Kommunen mit dem Thema um? Es geht schließlich um Sicherheit, nicht um "Abzocke".

Blitzer: Einnahmen, Kosten, Sicherheit - eine nüchterne Bilanz für Städte und Gemeinden

Viele Kommunen verdienen mit Blitzern Millionen – doch was bringt die Überwachung wirklich? Ein Faktencheck mit Checkliste für Städte und Gemeinden.
MEHR
Der Newsletter für kommunale Entscheidungsträger. Lesen Sie was Kommunen bewegt

Auch von Christian Erhardt-Maciejewski

  • Die Hochwasserkatastrophe im Ahrtal - wie Kommunen sich auf Krisen vorbereiten können - 3 Experten im GEspräch
    Podcast

    Katastrophenschutz wird Chefsache

    von Christian Erhardt-Maciejewski
  • Aktionstag: Kommunen am Limit
    Finanzlage

    Kommunen am Limit: "Das ist kein Haushaltsgrummel, das ist struktureller Alarmzustand"

    von Christian Erhardt-Maciejewski
  • Wie Kommunen auf die Hitzewelle reagieren - Tipps zum Nachmachen und langfristige Pläne zur Umsetzung
    Extremwetter

    Hilfe bei Hitzewelle: Welche Konzepte sich in Kommunen bewährt haben

    von Christian Erhardt-Maciejewski

Lesen Sie auch...

  • Finanzen

    Forderungen im kommunalen Jahresabschluss realistisch bewerten

  • Finanzen

    „Destatis stellt uns eine Blackbox hin“ – Neues Gutachten zum Zensus 2022

    von Rebecca Piron
  • Weiterentwicklung des Haushaltsrechts

    Lücke im Haushaltsrecht: Verpflichtungsermächtigung

    von Matthias Wiener

Neuester Inhalt

  • Finanzen

    Forderungen im kommunalen Jahresabschluss realistisch bewerten

  • Finanzen

    „Destatis stellt uns eine Blackbox hin“ – Neues Gutachten zum Zensus 2022

    von Rebecca Piron
  • Weiterentwicklung des Haushaltsrechts

    Lücke im Haushaltsrecht: Verpflichtungsermächtigung

    von Matthias Wiener

Schlagwörter

  • Mobilität Finanzen

ZURÜCK ZUR STARTSEITE

Home

Footer First Navigation

  • Messe KOMMUNAL
  • Leserservice
  • AGB
  • Datenschutz
  • Impressum
  • Mediadaten
  • Verträge kündigen
  • Datenschutzeinstellungen
  • KOMMUNALBESCHAFFUNG

Footer Second Navigation

  • Wir auf Whatsapp