Gerät und Schutzkleidung der Feuerwehr sind häufig längst austauschbedürftig.
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Alte Schutzkleidung und austauschbedürftige Löschfahrzeuge machen den Dienst bei der Feuerwehr unattraktiv.

Es brennt? Die Feuerwehr hat kein Personal!

Mit dramatischen Appellen wenden sich Feuerwehren immer wieder an die Öffentlichkeit. Viele leiden unter chronischen Geldmangel. Zudem finden sich immer weniger Freiwillige, die sich der Feuerwehr anschließen. Ein Teufelskreis. Was tun? Der KOMMUNAL-Deutschlandreport!

Kaum eine Berufsgruppe genießt in der Bevölkerung mehr Vertrauen als Feuerwehrleute. Sie retten Menschen aus brennenden Häusern und verunfallten Autos. Sie holen Katzen von Bäumen und Wildtiere aus Pools. Sie löschen Waldbrände und pumpen bei Überschwemmungen Keller leer. Darüber, dass der Einsatz von Feuerwehrleuten für die Gesellschaft ein unentbehrlicher Gewinn ist, gibt es keine Debatten.

Der Feuerwehr fehlen die Mittel

Trotzdem hat sich in der Feuerwehr über die Jahre einiges verändert. Löschwagen müssen länger gefahren, Schutzkleidung geflickt werden. Gerätehäuser werden nicht saniert. Wenn es einer Kommune finanziell schlecht geht, dann leidet auch die Feuerwehr. „Wenn kein Geld in den Kassen ist, bittet man die Feuerwehr eben noch einmal fünf Jahre länger mit dem Löschwagen zu fahren, der normalerweise längst ausgetauscht worden wäre“, erzählt Hartmut Ziebs, Präsident des Deutschen Feuerwehrverbands. „Das ist auch verständlich, aber Sicherheit können wir so irgendwann nicht mehr garantieren.“

Der Feuerschutz ist eine kommunale Aufgabe. Die Kommunen sind Träger der Feuerwehren und somit für ihre Finanzierung verantwortlich. „Für die Städte und Gemeinden gibt es dabei keine Vorgaben, wie viel Geld sie der Feuerwehr zur Verfügung stellen müssen“, erklärt Ziebs. Sehr wohl gibt es aber Vorgaben wie schnell eine Feuerwehr im Einsatzfall reagieren muss. Die sind von Bundesland zu Bundesland verschieden. In Nordrhein-Westfalen zum Beispiel muss die Feuerwehr in maximal acht Minuten mit mindestens neun Feuerwehrleuten am Einsatzort sein. Passiert das nicht, wird die Kommune von der Aufsichtsbehörde gerügt. „Solange diese Vorgaben jedoch erfüllt werden, kann die Kommune ihr Engagement für die Feuerwehr gestalten wie immer es ihr beliebt“, sagt Ziebs.

In vielen Kommunen ist die Lage bereits ernst

Und das sorgt in vielen Fällen für Probleme. In der Gemeinde Nettelsee beispielsweise ging nach 26-jährigem Dienst das Überdruckventil des Spreizers kaputt. [...]

Welche Erfahrungen Feuerwehren in ganz Deutschland bereits mit fehlenden Mitteln gemacht haben, wie sie sich teils behelfen müssen und Tipps gegen den Nachwuchsmangel lesen Sie in der kommenden Ausgabe der KOMMUNAL. Das Magazin ist ab dem 29. August als Abo und am Kiosk erhältlich.

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