Immer mehr Kommunen bauen Fahrradstraßen, um den Radverkehr zu fördern
Fotolia: Klaus Eppele

Radverkehr fördern - durch Fahrradstraßen!

Immer mehr Kommunen setzen auf Fahrradstraßen. Doch: Was muss man beim Bau von Fahrradstraßen beachten? KOMMUNAL mit Kurzüberblick!

Es trainiert unsere Muskeln, ist gut für das Klima und entlastet den innerstädtischen Verkehr: das Zweirad!

Das Fahrrad verbindet viele Vorteile, bringt kaum Nachteile mit sich. Kein Wunder also, dass viele Städte den Radverkehr fördern wollen. Und dafür setzen viele Kommunen auf Fahrradstraßen. Durch diese soll der Radverkehr gebündelt, der Verkehrsfluss gleichmäßiger und hohe Geschwindigkeiten für Radfahrer möglich sein. Auf den Fahrradstraßen sind andere Fahrzeuge verboten - es sei denn, sie sind ausdrücklich (durch zusätzliche Zeichen) erlaubt.

Kommunale Befragungen zeigen, dass die Sicherheit von Fahrradstraßen überwiegend positiv bewertet wird. Dennoch gibt es beim Bau einer Fahrradstraße einiges zu beachten, damit die Straße ihren Zweck erfüllt und die Sicherheit wirklich gewährleistet wird.

 

Die Gestaltung der Fahrradstraße

 

Auf dem Radkongress in Göttingen wurden hierzu folgende Maßnahmen diskutiert:

  • Fahrradstraßen sollten klar als solche erkennbar sein, z.B. durch eine farbige Fahrbahn und Straßenverkehrszeichen. Denn: Rund 1/4 der Befragten ist sich im Alltag nicht bewusst, wenn es sich in einer Fahrradstraße befindet
  • In einer Kommune sollten die Fahrradstraßen einheitlich gestaltet sein - und in verschiedenen Stadtteilen nicht anders aussehen
  • Durchfahrtsverbote für Autos sollten regelmäßig überprüft werden!

 

 

Fahrradstraßen sind beliebtes Instrument, um den Radverkehr zu fördern
Nur das Aufstellen eines Schildes reicht nicht aus - dass es sich um eine Fahrradstraße handelt, muss klar erkennbar sein

 

 

  • An Knotenpunkten sollten Fahrradfahrer Vorfahrt bekommen, sodass die Fahrradfahrer auch wirklich von den Vorteilen profitieren
  • An Kreuzungen sollten sich Fahrradpiktogramme auf der Fahrbahn befinden!
  • Aufklärungsarbeit zu Verkehrsregeln ist leider notwendig, da viele Menschen einfache Regeln im Laufe der Zeit wieder vergessen
  • In den Fahrradstraßen sollte es möglichst keinen Parksuchverkehr geben - sodass der Verkehrsfluss nicht dadurch gestört wird
  • Der Kfz-Verkehr sollte nur in geringem Maß vorhanden sein

 

Und wie breit sollten Fahrradstraßen sein?

Auch für die baulichen Anforderungen einer Fahrradstraße gibt es Empfehlungen für die Kommunen:

  • Sollen insgesamt 4 Fahrradfahrer auf der Straße fahren (zwei auf der linken, zwei auf der rechten Spur), sollte die Straße circa 4 Meter breit sein
  • Sollen auf der Fahrradstraße ein Autofahrer und ein Fahrradfahrer fahren, sollte die Fahrgassenbreite mindestens 4 Meter betragen - zuzüglich Sicherheitsabstand zu parkenden Fahrzeugen (0,75 m)
  • Sollen sich ein Auto und zwei Fahrradfahrer die Straße teilen - sollte die Straßenbreite 4,6 Meter betragen - gibt es Parkmöglichkeiten, sollte der Sicherheitsabstand wieder 0,75 m betragen.

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