Müllvermeidung in der Kommune - Tipps und Tricks
Müllvermeidung in der Kommune - Tipps und Tricks
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Tipps zur Müllvermeidung - So bleiben Kommunen sauber!

Illegal abgeladener Müll ist Ärgernis für die Kommunen - ob Großstadt oder kleine Gemeinde. Doch wie kann man als Kommune etwas dagegen tun? Tipps und Tricks zur Müllvermeidung!

Müllvermeidung fängt schon bei der Information der Bürger an. Besonders jüngeren Leuten sei es nicht mehr geläufig, welche Abfälle in welche Tonnen gehörten, heißt es beim WWF. Die Kommunen müssten ihren Bürgern also auf ihren Internetseiten, in Broschüren oder schon in der Schule beibringen, wie der Müll getrennt werden muss und die Hintergründe der Mülltrennung erläutern. So könnten die Bürger dazu motiviert werden, besser mit ihrem Abfall umzugehen. Auch soziale Gemeinschaftsaktionen können die Bürger schulen. So gibt es in vielen Kommunen Aktionen der Freiwilligen Feuerwehr bei denen sie mit Schulklassen gemeinsam Parks oder kommunale Waldstücke vom Müll befreien. So sollen die Jugendlichen ein Bewusstsein dafür bekommen, welche Auswirkungen es hat, Abfälle achtlos liegen zu lassen. In einigen Kommunen wird sogar eine "Müll-Rallye" veranstaltet bei der die Schüler nicht nur lernen, sondern auch Spaß haben.

So sorgen Kommunen spielend für Müllvermeidung

So zum Beispiel beim Müllsammeln im Günthersburgpark in Frankfurt am Main. Hier sorgen Mitarbeiter des zuständigen Entsorgungsbetriebs für eine praktische Wissensvermittlung vor Ort. Den Kindern wird hier beigebracht, dass eine Bananenschale vier Jahre braucht, bis sie komplett zersetzt ist, während man bei einer Plastiktüte sogar 16 Jahre darauf wartet. Ähnlich macht es auch der kommunale Zweckverband „Abfallwirtschaft Region Hannover“. In der niedersächsischen Landeshauptstadt kann jeder Bürger an den Plastik-Sammelaktionen teilnehmen. Die Aktion namens „Hannover ist putzmunter“ findet jedes Jahr im März statt.

Auch Abfallberater können bei der Müllvermeidung helfen. Auch in Hannover gibt es einen solchen Berater. Und Abfallberater Peer Höcker ist nicht nur in der Stadt mit der Mission der Mülllvermeidung unterwegs, auch in seinem eigenen Haushalt achtet er genau darauf. Sein Haushalt ist fast vollständig plastikfrei. Zudem sammelt der 58-Jährige Plastikmüll in der Kommune ein. „Ich empfinde das nicht als abwertend, sondern als wichtig. Ich will andere animieren, aufklären und zum Mitmachen bewegen“, sagt er. Zudem führt er Infoabende durch bei denen er unter anderem verschiedene im Internet bekannt gewordene Film zeigt. Unter anderem den durch verschiedene Medien bekannten Film über Plastikreste, die Albatrosse quälen. Außerdem empfiehlt der Niedersachse die Dokumentation „Plastic Planet“. Kommunen könnten Infoabende mit visueller Unterstützung solcher Videos und kundigen Naturschützern ganz einfach selbst veranstalten.