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  3. Öffentlicher Dienst: Mehr Geld für Mitarbeiter in Kommunen
Öffentlicher Dienst: Die 2,3 Millionen Beschäftigten von Bund und Kommunen bekommen mehr Geld

Öffentlicher Dienst: Mehr Geld für Mitarbeiter in Kommunen

von Christian Erhardt-Maciejewski
Geschäftsführer, Chefredakteur | KOMMUNAL
18. April 2018
Die Mitarbeiter in Deutschlands Kommunen bekommen mehr Geld. Der neue Tarifvertrag regelt die Bezahlung für die nächsten 30 Monate.

Nach zähen Verhandlungen und Warnstreiks haben sich die Tarifparteien auf neue Löhne geeinigt. Die Mitarbeiter in Deutschlands Kommunen sowie beim Bund bekommen in drei Stufen insgesamt 7,5 Prozent mehr Geld. Das gilt für alle 2,3 Millionen Beschäftigten in den Rathäusern, ebenso für die Beschäftigten des Bundes.

Öffentlicher Dienst: So viel mehr gibt es konkret

Rückwirkend zum 1. März steigen die Gehälter um 3,19 Prozent. Ab April kommenden Jahres gibt es dann noch einmal 3,09 Prozent und zum 1. März 2020 steigen die Löhne noch einmal um 1,06 Prozent. Für untere Lohngruppen - dazu zählen etwa auch klassische Verwaltungsangestellte (knapp 2900 Euro brutto) gibt es zudem eine Einmalzahlung in Höhe von 250 Euro. Auch Müllwerker (Gehalt gut 2600 Euro) und andere, die in diesen Tarifen eingruppiert sind, bekommen die Einmalzahlung.

Öffentlicher Dienst: Reform der Entgelttabelle

Der Kompromiss ist jedoch weit mehr als eine reine Erhöhung der Bezüge in den bestehenden Lohngruppen. Die Entgelttabelle wird insgesamt reformiert, jede einzelne Lohngruppe wurde somit komplett neu durchgerechnet. Die Beschäftigten bekommen auf diese Weise nicht nur insgesamt 7,5 Prozent mehr Lohn, viele werden auch höher eingestuft.

Das bedeutet das Paket für die Kommunen

Rechnet man die gesamte Laufzeit von 30 Monaten, so kommen auf die Kommunen insgesamt Mehrkosten in Höhe von 7,5 Milliarden Euro zu (auf den Bund rund 2,2 Milliarden). Innenminister Seehofer kündigte bereits an, dass das Ergebnis auf die Beamten übertragen werden soll. Entsprechend zeigte sich auch der Chef des deutschen Beamtenbundes, Ulrich Silberbach, zufrieden. "Das ist ein guter Tag für den öffentlichen Dienst", so Silberbach. Ähnlich hatte sich Innenminister Seehofer geäussert. "Das ist eine große Reform", sagte er. Und auch Verdi Chef Bsirske zeigte sich freudestrahlend über den Kompromiss. Ähnlich bewertet der Deutsche Städte- und Gemeindebund die Einigung. Wörtlich heißt es: "Belastungen für Bürger und Wirtschaft wurden durch weitere Streiks vermieden – die Tarifeinigung schafft Planungssicherheit." Positiv bewertet der DStGB die Leistungsverbesserungen im Bereich der der Fach- und Führungskräfte. "Ein leistungsfähiger öffentlicher Dienst ist ein wichtiger Standortfaktor für Deutschland". Der Deutsche Landkreistag sprach hingegen von einem "teuren Kompromiss". " Die Tarifeinigung belastet die Landkreise stark und kostet der kommunale Seite über 7 Milliarden Euro", heißt es in einer ersten Stellungnahme.

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