Pfandflaschen auf öffentlichen Plätzen

In Städten gibt es immer mehr Sammler von Pfandflaschen. In Berlin-Spandau steht nun extra ein Pfandflaschen-Halter. Damit sollen Pfandflaschen im Restmüll vermieden werden - und den Sammlern hilft es auch.

Das im Sommer 2014 gestartete Pfandflaschen-Pilotprojekt im Bereich vor dem Rathaus Spandau wird mit neuartigen Pfandflaschenhaltern fortgesetzt. Bei dem Projekt des Bezirksamts Spandau, das von der Trägergesellschaft Trias gGmbH und der Berliner Stadtreinigung (BSR) unterstützt wird, können Bürgerinnen und Bürger ihre leeren Pfandflaschen in spezielle Halterungen stellen, anstatt die Flaschen in Straßen-Papierkörben zu entsorgen. Der Bezirksstadtrat für Bürgerdienste und Ordnung Stephan Machulik, eine Vertreterin der Trias gGmbH, Nadine Börger, und BSR-Projektbetreuer Frieder Söling stellten am Mittwoch die neuen Pfandflaschenhalter vor. Die anfänglich eingesetzten Pfandkisten hatten sich insbesondere aufgrund von Vermüllung nicht bewährt. Bezirksstadtrat Stephan Machulik sagt: „Das Pilotprojekt des Bezirksamts Spandau, das von Trias und BSR unterstützt wird, greift mit seiner Fortsetzung die öffentliche Diskussion um das Pro und Contra von Pfandflaschenbehältern im öffentlichen Straßenland wieder auf. Mit den neuen Pfandflaschenhaltern soll vor allem den Pfandflaschensammlern die Arbeit erleichtert werden. Ich hoffe, dass durch das neue Design die Akzeptanz der Pfandflaschengeber steigt und die Pfandflaschenhalter aktiv genutzt werden. BSR-Projektbetreuer Frieder Söling: „Die ursprünglich eingesetzten Pfandkisten haben nicht dazu geführt, dass signifikant weniger Pfandflaschen in die umliegenden Straßen-Papierkörbe geworfen wurden. Das lag vor allem daran, dass die Pfandkisten von einigen Passanten als Abfalleimer zweckentfremdet wurden und infolgedessen nicht mehr als Flaschensammelbehälter attraktiv waren. Die neuartigen Pfandflaschenhalterungen bieten die Chance, dass es weniger Vermüllung gibt und die Akzeptanz bei Pfandflaschengebern und -sammlern steigt.“ Silvio C. Schelinski, Geschäftsführer der Trias gGmbH, die an der Herstellung der neuen Pfandflaschenhalterungen beteiligt war: „Wir haben an den bisherigen Standorten viele positive Rückmeldungen zum Pfandflaschenprojekt erhalten. Wenn die Problematik der Vermüllung gelöst werden kann, rechnen wir mit einer zunehmenden Akzeptanz der Nutzung. Die auf Anregung der BSR verbesserten Sammelvorrichtungen leisten dazu einen wichtigen Beitrag.“ Vor dem Spandauer Rathaus und in dessen Umgebung werden insgesamt rund 30 neuartige Pfandflaschenhalterungen aufgehängt. Um gesicherte Erkenntnisse zu Vor- und Nachteilen von Pfandflaschenbehältern im öffentlichen Straßenland zu liefern, wird das Projekt weiterhin wissenschaftlich begleitet. Das Projekt soll während der gesamten warmen Jahreszeit laufen. Dann soll der Einsatz von Pfandflaschenbehältern im öffentlichen Straßenland – auf Basis der wissenschaftlichen Untersuchung – abschließend bewertet werden.

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