Umweltbewusstsein spielt bei der Strom-und Gasversorgung eine immer größer werdende Rolle

Stromversorgung selbst gemacht

Mo, 20.03.2017

Schönau im Landkreis Lörrach hat sich von den großen Energieunternehmen unabhängig gemacht. Wie aus einer Bürgerinitiative eine profitable Genossenschaft wurde – KOMMUNAL berichtet!

Ein bisschen was Rebellisches hat Michael Sladek schon auf den ersten Blick: Der Mediziner trägt – ganz im Stil der wilden 70er – eine graue Langmähne und einen imposanten Bart. Ebenso wie seine Frau, die ehemalige Grundschullehrerin Ursula Sladek, gehört der Mediziner einer Generation an, die es sich längst auf dem Sofa gemütlich machen könnte. Für Gemütlichkeit im Sinne von „die Beine hochlegen“ haben die beiden allerdings nur selten Zeit. Denn die beiden sind noch immer DIE Gesichter einer sanften Revolution, die das Leben vieler Bürger im kleinen Städtchen Schönau im Landkreis Lörrach nachhaltig verändert haben. Gegner der beiden war der regionale Strommonopolist.

Stromversorgung - das Thema berührt nach der Tschernobyl-Katastrophe

Regionale Stromversorgung: Das Ehepaar Sladek hat eine kleine Revolution angestoßen

Anfang der 90er Jahre sorgten das Ehepaar und ihre Mitstreiter dafür, dass die Kraftübertragungswerke Rheinfelden (KWR) in Schönau keine Kunden mehr haben. Weil die Stromversorgung längst in Eigenregie funktioniert. „Unter Strom gesetzt“ fühlte sich das Ehepaar erstmals 1986. Damals flimmerten die Bilder von der Reaktorkatastrophe in Tschernobyl über deutsche Bildschirme. „Bis dahin kam für meinen Mann und mich der Strom aus der Steckdose. Doch die Bilder von damals schlugen bei uns ein wie eine Bombe. Wir marschierten bei Demos mit, gründeten zusammen mit anderen eine Bürgerinitiative und organisierten gemeinsam mit anderen sogenannte Stromsparwettbewerbe. So erfolgreich, dass unser Stromversorger KWR uns als geschäftsschädigend einstufte“, erinnert sich Ursula Sladek lachend. Plötzlich war es den beiden – und Dutzenden von anderen Schönauer Bürgern – eben nicht mehr egal, woher der Strom, der ihre Haushaltsgeräte antrieb, wirklich kam. Sie wollten das Stromnetz selbst übernehmen und sich selbst versorgen. Welche Hürden sich dem Ehepaar stellten, was andere Kommunen daraus lernen können und ob die Idee auch heute, 2017, noch funktionieren würde, erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe 04/ 2017 der KOMMUNAL. Ab dem 24. März liegt die Ausgabe wieder in den Briefkästen unserer rund 100.000 Abonnenten und ist auch am Kiosk wieder verfügbar.

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