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Wettbewerb "Klimaschutz durch Radverkehr"

8. Februar 2017
Fahrradfahren anstatt Auto? Das bringt nicht nur Sportliche ins Schwitzen, sondern senkt auch die Emissionszahlen. Deshalb fördert das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit neue Ideen zur Etablierung von Radverkehr.

Machen auch Sie mit beim Bundeswettbewerb "Klimaschutz durch Radverkehr"! Egal ob`s regnet oder stürmt – die Leute schwingen sich aufs Rad und fahren entspannt zur Arbeit – zumindest in Dänemark und den Niederlanden. Bei uns? Machen es bisher wenige Sportliche nach. Dabei sind rund 40 Prozent der Autofahrten kürzer als fünf Kilometer, eigentlich ideale Strecken für das Fahrrad. Würden die Deutschen öfter auf ihr Auto verzichten und stattdessen zur Arbeit radeln, würden sich nicht nur Luftverschmutzung und Lärm sondern auch die Emissionen innerorts um fast 100 Prozent verringern lassen. Aber wieso fahren wir so wenig Rad? Jeder, der schon einmal mit dem Fahrrad anstatt dem Auto zur Arbeit gefahren ist, kennt das Gefühl von brennenden Lungen, frischem Wind und Glücksgefühlen, die während des Radelns ausgestoßen werden.

Bundeswettbewerb "Klimaschutz durch Radverkehr"

Die Bundesregierung hat ehrgeizige Ziele: im Rahmen des Aktionsprogramms Klimaschutz will sie bis 2020 nicht nur die Treibhausgasemissionen um 40 Prozent senken, sondern bis 2050 sogar bis zu 95 Prozent. Fahrrad fahren nimmt dabei eine bedeutende Rolle ein. Mit dem Bundeswettbewerb „Klimaschutz durch Radverkehr“ fördert der Bund innovative Ideen für den Fahrradverkehr mit einem Zuschuss von 200.000 bis fünf Millionen Euro. Dabei erhofft sich der Bund eine enge Zusammenarbeit mit den Städten und Gemeinden. Rund 70 Prozent der anfallenden Kosten kriegen die Kommunen durch den Bundeswettbewerb "Klimaschutz durch Radverkehr" bezahlt. Finanzschwache Kommunen, die nach jeweiligem Landesrecht zum Beispiel ein Haushaltssicherungskonzept aufstellen müssen oder in einer vergleichbaren Situation stecken und nicht genügend Eigenkapital haben, können sogar bis zu 90 Prozent der Ausgaben erhalten.

In Amsterdam gehören Fahrräder zum Stadtbild

 Wer kann den Antrag stellen?

Kommunen und Einrichtungen mit mindestens 50,1 Prozent kommunaler Beteiligung können den Antrag für den Bundeswettbewerb "Klimaschutz durch Radverkehr" selbst stellen. Für Eigenbetriebe, die keine eigene Rechtspersönlichkeit besitzen, müssen die Kommunen den Antrag übernehmen. Kooperationen zwischen Kommunen und Verbänden, Vereinen oder Religionsgemeinschaften mit Körperschaftsstatus oder Hochschulen sind ebenfalls berechtigt. Einzige Voraussetzung: Die Kommune muss beteiligt sein. Die Ideen für den Bundeswettbewerb "Klimaschutz durch Radverkehr" können verschiedene Themen aufgreifen. Zum Beispiel Freizeit-und Berufsverkehr oder Tourismus und Wirtschaftsverkehr. Willkommen sind Innovationen zur Gestaltung der Straßen, Radverkehrseinrichtungen wie Fahrradparkplätze oder Radverkehrsdienstleistungen wie Bike-Sharing.

Wie wird der Antrag eingereicht?

Im ersten Schritt müssen die Kommunen eine Projektskizze einreichen, später einen formalen Förderantrag. Städte und Gemeinden können Vorschläge vom 15. Februar bis zum 15. Mai online über das Forschungszentrum Jülich abgeben oder nächstes Jahr zum selben Datum. Die Förderung geht dieses Jahr schon in die zweite Runde: bereits letztes Jahr wurden mit dem Programm 51 Projekte mit 70 Milliarden Euro gefördert. Dieses Jahr, das wünschen sich die Projektinitiatoren, sollen wieder viele Städte und Gemeinden mitmachen und andere Kommunen mit neuen Ideen inspirieren. Weitere Informationen zum Bundeswettbewerb "Radverkehr" finden Sie hier

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Schlagwörter

  • Umweltschutz Radverkehr

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