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  1. Praxis
  2. Klimaschutz
  3. Die wilde grüne Wand ist mehr als Fassade
Wie aus Beton Lebensräume werden, wenn Fassaden grüner werden.
Mehr Grün in der Stadt für Artenvielfalt, Biodiversität und Klimaresilienz.
© 123rf

Klimaschutz

Die wilde grüne Wand ist mehr als Fassade

von Annette Lübbers
Reporterin
28. April 2025
Vertikale Gärten als Klimahelden: Fassadenbegrünung macht Städte nicht nur schöner, sondern auch lebenswerter – für Mensch und Tier. Ein neuer Leitfaden zeigt Kommunen, wie sie mit durchdachter Pflanzenwahl, cleverer Planung und wenig Fläche wahre Biodiversitäts-Oasen schaffen können. Ein Praxisprojekt aus Stuttgart!

Urbanes Grün ist lebenswichtig. Es speichert Regenwasser und bietet Lebensräume für Tiere und Insekten. Dringend notwendig, wenn die Biodiversität und die Artenvielfalt nicht noch weiter sinken soll. Zudem werden Städte durch Fassadenbegrünungen resilienter gegenüber den Folgen des Klimawandels, weil die Hitzeausstrahlung der Gebäude sich verringert. Vielerorts sinkt der qualitative Grünanteil dennoch, weil Gemeinden wachsen und mehr und mehr Flächen versiegelt werden, etwa durch Neubaugebiete. Fassadengrün hat gerade in stark verdichteten Räumen enormes Potenzial. Ein jetzt erhältlicher Leitfaden weist Kommunen den Weg zu mehr Fassadengrün. Entstanden ist er in der Zusammenarbeit des Instituts für Akustik und Bauphysik in Stuttgart, dem Institut für Landschaftsplanung und Ökologie an der Universität Stuttgart, der Helix Pflanzensysteme GmbH sowie dem Fraunhofer-Institut für Bauphysik.

Die wilde Klimawand: Bau, Mikroklima und Ökologie zusammengedacht

Je mehr hohe Gebäude eine Stadt aufweist, desto mehr Potenzial für Fassadenbegrünungen bietet sich an. Für die Kultivierung von Kletterpflanzen, die kaum Bodenfläche benötigen, aber dafür viel  Platz, an dem sie emporranken können.  Ebenso zählen Systeme, bei denen Pflanzgefäße gestapelt oder direkt an der Wand befestigt werden zu den Möglichkeiten der Vertikalbegrünung. "Durch individuelle Planung der Pflanzenzusammensetzung können klimatische und ökologische Mehrwerte gezielt gefördert werden", heißt es in dem Ratgeber. Die Pflanzenauswahl Grünfassaden erfolge in der Regel aus ästhetischen Aspekten, der Eignung der Pflanzen für den Standort in der Vertikalen sowie der Verfügbarkeit von Pflanzenarten im Handel. "Meist werden deshalb nur wenige unterschiedliche Pflanzenarten genutzt, die für ihre Eignung an den Extremstandort von Fassaden in Innenstädten - hohe Einstrahlung, teilweise hohe Temperaturen, große Windlasten - bereits erprobt sind." Welche Pflanzen sich für eine Fassadenbegrünung zusätzlich eignen, wird in einem eigenen Kapitel detailliert erläutert. Ganz wichtig auf jeden Fall: Die ausgewählten Pflanzen sollten möglichst breit gefächert und von hoher Qualität sein. Zudem müssen sie in den lokalen Artenpool passen.

Fassadenbegrünung: ein Plus für die Tierwelt

Zu den Zielarten beziehungsweise Zielartengruppen der wilden Klimawand erklären die Expertinnen und Experten insbesondere Bestäuber, Wildbienen sowie Vögel und Fledermäuse. "Die Vegetation ist so gewählt, dass neben Generalisten unter den Tierarten, gezielt Spezialisten, also zum Beispiel unterschiedliche Wildbienenarten, gefördert werden. Spezialisten sind Arten, die auf eine bestimmte Futterquelle angewiesen oder von bestimmten anderen Lebensraum-Parametern abhängig sind." Der wesentliche Unterschied zur Pflege einer konventionellen Grünfläche, heißt es in dem Leitfaden, liege in der Art und Weise des Rückschnitts der Pflanzen sowie dem Zulassen von Spontanvegetation und und orientiere sich an der extensiven Pflege anderer Landschaftselemente.

Ein echtes Plus für die Biodiversität: moderne Häuser mit viel Grün.    

Die wilde Klimawand: Erste Ergebnisse eines Projektes dieses Art in Stuttgart

  • Die wilde Klimawand beherbergt über 70 unterschiedliche Pflanzenarten auf nur etwa 120 Quadratmetern.
  • Die Bauzeit betrug nur drei Tage.
  • Der erste Wildbienenbesuch fand noch während der Bauphase statt.
  • Das erste Amselpärchen nistete zwei Wochen nach Fertigstellung in der Fassade.
  • Durch die Pflanzplanung und -zusammensetzung wurde ein Blühspektrum von März bis in den Spätherbst realisiert.
  • Der erste Rückschnitt erzeugte 47 Kilogramm Biomasse, in 1,5 Jahren sogar 141 Kilogramm.
  • Die Kühlleistung der wilden Klimawand an einem heißen Sommertag entspricht etwa drei gesunden Stadtbäumen oder sieben bis zehn Klimaanlagen.
  • Die wilde Klimawand hat die Schallabsorberklasse A.
  • 10 große und kleine Besucher: Mit der Holzbiene hat die Wand sowohl die größte Wildbienenart, als auch mit einer Schmalbienenart eine der kleinsten Wildbienenarten Deutschlands besucht.
  • Viel Nachwuchs: Mit der Amsel, der Blau- und Kohlmeise sowie dem Grünfinken nisteten bereits vier unterschiedliche Vogelarten in der Wand.

Grünfassadensysteme: Entscheidungshilfen für Kommunen

Interessierte Kommunen erhalten im letzten Teil des Leitfadens umfassende Informationen zu Auswahl, Wartungs- und Pflegeaufwand, Planungs-, Bau- und Vergabeempfehlungen, Kosten, gesetzliche Rahmenbedingungen sowie Handlungsmöglichkeiten und Förderbedingungen für Kommunen. 

Der Leitfaden steht hier zum Download bereit.

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Fotocredits: 123rf
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