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Ärztemangel AOK
© 123rf

Gesundheit an einem Ort

11. November 2019
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Die AOK kümmert sich darum, dass Menschen auf dem Land auch weiterhin eine gute Gesundheitsversorgung erhalten. Dafür fördert sie zahlreiche Projekte, die bestehende und künftige Lücken beim Zugang zu Medizinern, Krankenhäusern und Pflegediensten füllen. Wie das gelingt, zeigt ein Beispiel aus Sachsen.

Im Osten von Sachsen, auf halbem Weg zwischen Bad Muskau und Görlitz, liegt die kleine Stadt Niesky – in einer Region, die von Abwanderung und Überalterung geprägt ist. Die medizinische Versorgung drohte in eine Abwärtsspirale zu geraten: Nachwuchs für die niedergelassenen Ärzte, die in Ruhestand gehen, war und ist kaum in Sicht. Die kleine Klinik im Ort, das Krankenhaus Emmaus Niesky, stand auf der Kippe. Doch es kam anders: Die Evangelisch-Lutherische Diakonissenanstalt Dresden übernahm die Klinik und brachte gemeinsam mit der AOK PLUS das lokale Gesundheitszentrum Niesky auf den Weg. Das Krankenhaus mit Chirurgie und Innerer Medizin blieb als Kernstück erhalten. Zum lokalen Campus gehört jetzt aber auch ein Medizinisches Versorgungszentrum (MVZ) mit fünf Facharztsitzen, je einem für Chirurgie und Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde sowie drei für Allgemeinmedizin.

Hinzu kommt ein Informationszentrum, das Patienten und Angehörige – auch über den Krankenhausaufenthalt hinaus – berät und schult. Die Kassenärztliche Vereinigung Sachsen hat zudem eine Bereitschaftspraxis eingerichtet. Sie arbeitet eng mit der Notaufnahme des Krankenhauses zusammen und ersetzt die für Patienten lästige Rotation des Bereitschaftsdienstes. Die Mediziner im MVZ sind angestellt. Dieses Modell trägt dem Wunsch vieler junger Ärzte Rechnung, nicht gleich selbstständig zu arbeiten. Sie sind von der Abrechnungsbürokratie entlastet und haben ein sicheres Einkommen. Ärzte mit Kindern können auch in Teilzeit arbeiten. Die Diakonissenanstalt und die AOK PLUS haben Anreize für die sektorenübergreifende Versorgung entwickelt. Stationärer und ambulanter Sektor sind inzwischen gut verzahnt. So zeigt das Beispiel Niesky, wie sich gute medizinische Versorgung auch fernab der Ballungszentren organisieren lässt.

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