Badetote: Ist das Smartphone mit Schuld?
Wissenschaftlich ist das bis heute nicht nachgewiesen. Aber es gibt einen anderen Trend, der ebenfalls zum Nachdenken anregen sollte. Über 80 Prozent der Badetoten sind männlich, viele im Alter zwischen 16 und 25 Jahren. Außerdem nimmt die Zahl der Badeunfälle von Kleinkindern unter 10 Jahren deutlich zu (im ersten Halbjahr 12 Tote). Achim Wiese, Sprecher der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft DLRG nennt die Gründe einen "Cocktail aus Leichtsinn, Risikobereitschaft und Selbstüberschätzung". Doch auch die nachlassende Aufmerksamkeit anwesender Personen wirke sich negativ auf die Zahlen aus.
Immer mehr Eltern schauen auf ihr Smartphone statt nach ihren Kindern
Das Smartphone spielt beim Thema Badetote eine wichtige Rolle
Gerade, wenn es um Kinder und Jugendliche geht, ist der Punkt der Aufmerksamkeit nicht zu unterschätzen. Und genau hier liegt eines der großen Probleme, schlägt der Verband der Deutschen Schwimmeister Alarm. In einem Interview mit der SVZ erklärt ihr Präsident, Peter Harzheim wörtlich: "Eines hat nachgelassen: Die Aufsichtspflicht der Erziehungsberechtigten. Immer mehr Eltern schauen auf ihr Smartphone und nicht mehr nach ihren Kindern". Früher hätten Eltern weit mehr Zeit mit ihren Kindern im Wasser verbracht.
