benjamin lassiwe
Ein Kleinbus im Oberharz

Mit dem Bus durch die Provinz

Wer mitfahren will, braucht nur ein Programm auf seinem Handy: Die „Ecobus“-App. Gemeinsam mit dem Max Planck Institut wurde ein Konzept für Mobilität in der Region rund um Goslar erstellt. So funktioniert es!

Klassische Rufbusse sind in der Praxis oft unrentabel. Und so überlegte sich das Max-Planck-Institut, wie es trotzdem gelingt, einen sinnvollen Öffentlichen Personennahverkehr in kleine Orte zu bringen. Eine App-Idee war geboren. Im Moment wird das Projekt im Südharz in der Region rund um Goslar getestet. Er fährt dort über Dörfer zum beliebten Luftkurort Blocksberg. Der Erfolg gibt den Machern schon nach wenigen Monaten Recht: "Anfangs waren sechs Busse im Einsatz, inzwischen haben wir auf zehn Busse aufgestockt", so Michael Patscheke vom Max-Planck-Institut in Goslar. Mit dem Projekt wolle man die Grundlagen einer neuen Ära der Mobilität testen. 

 

So funktioniert die Bus App in der Praxis 

Wer in der App angibt, dass er mitfahren möchte, muss seinen Standort bekannt geben, was freilich automatisch funktioniert. Dann berechnet ein Computer, welcher Bus sich gerade in der Nähe befindet. Daraufhin bekommt der Wartende einen Hinweis, wie lange der Bus benötigen wird, bis er bei ihm am Standort ist. Eine SMS informiert über den genauen Zeitpunkt. Natürlich sind auch Vorbestellungen möglich - also etwa kann der Kunde morgens für den Nachmittag anfragen. Dann stellt er sich zur "verabredeten Zeitpunkt" an die Haltestelle. Denn je nach Standort kann es schon mal einige Zeit dauern, bis der Bus kommt. Er fährt zwar dauerhaft, aber nicht in einem festen Takt. So sind Voranmeldungen durchaus sinnvoll, wenn man nicht bis zu einer Stunde warten will.

 

Die Bus App kommt in der Region gut an 

 

Im Harz sind viele Menschen begeistert von der Idee. "Ich finde die Idee großartig", sagt etwa Britta Schweigel, die Bürgermeisterin von Clausthal-'Zellerfeld. Auch dort fährt der Ecobus entlang. Bisher sei die Busverbindung recht unflexibel gewesen, etwa in die Kreisstadt Goslar fährt der Linienbus nur im Stundentakt. Da gebe der Ecobus mehr Flexibilität. Auch in anderen Orten, etwa im Luftkurort Blocksberg kommt die App gut an. "Hier oben ist man sonst auf sein Auto angewiesen", so eine örtliche Buchhändlerin, die sich erhofft, von dem Linienbus und seinen Gästen zu profitieren. 

 

Die Bus App im Selbstversuch 

 

KOMMUNAL hat die Ride-Share App für den ländlichen Raum in einem Selbstversuch getestet. Das Ergebnis: Ja, eine klare Bereicherung, aber beiweitem nicht alles hat in dem Selbstversuch auch so geklappt, wie die Hersteller es versprechen. Lesen Sie den Selbstversuch unseres Journalisten durch den Harz in unserer aktuellen Ausgabe der KOMMUNAL (Dezember 2018) - HIER GEHT ES ZUM KOSTENFREIEN PROBEABO!

 

 

 

 

 

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