Coronavirus in Hessen

Wie das Bundesland auf den Virus reagiert

Coronavirus in Hessen - die aktuelle Lage

Kläranlagen kommen an ihre Grenzen, die Leute hamstern wie wild und die Polizei will die Supermärkte überwachen - alle Infos zum Coronavirus in Hessen
Update 23. März, 00:00 Uhr: Hessen hat seine Vorgaben weiter verschärft. Persönliche Kontakte müssen auf ein Mindestmaß reduziert werden. ""Wir haben uns auf ein weitergehendes Kontaktverbot in der Öffentlichkeit verständigt, ohne die Menschen völlig zu isolieren“, sagte der Hessische Ministerpräsident Bouffier. Im öffentlichen Raum ist nur noch der Aufenthalt von maximal zwei Personen gestattet. Ausgenommen sind Gruppen, die dienstlich notwendigerweise unterwegs sind. Dienstleistungsbetriebe wie Friseure und Kosmetikstudios müssen schließen.


Das Land Hessen zieht drastische Maßnahmen gegen die Ausbreitund des Coronavirus!

Schulen und Kitas sind geschlossen. Am Frankfurter Flughafen dürfen keine Bürger mehr einreisen, die nicht aus der EU kommen. Sämtliche Einzelhandelsgeschäfte haben dicht gemacht.

Coronavirus Hessen

Die Ausnahmen sind:

  • Apotheken
  • Banken
  • Tankstellen 
  • Großhandelsgeschäfte
  • Supermärkte
  • Wochenmärkte
  • Lieferdienste
  • Getränkeläden

„Wir können und müssen alles tun, diesen gefährlichen Virus und dessen Ausbreitung zu verhindern, diese Infektionskette zu unterbrechen", erklärt Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier die strengen Maßnahmen.

Coronavirus: Die Zahl der Infizierten steigt weiter

Innerhalb drei Wochen ist die Zahl derjenigen, die sich mit dem Cornavirus infiziert haben, in die Höhe geschnellt. Mittlerweile sind mehr als 740 Personen betroffen.

Wie sich die Situation in Hessen entwickelt, sehen Sie hier.

Coronavirus in Hessen - alle Zahlen

Da immer mehr Menschen Feuchttücher anstatt Toilettenpapier benutzen, kommen die ersten Kläranlagen an ihre Grenzen. Und auch in den Supermärkten sieht es nicht besser aus. Denn immer mehr Menschen hamstern, also kaufen mehr an Lebens- und Drogerieartikeln, als sie eigentlich benötigen und züchten sich einen regelrechten Vorrat an. Durch dieses Verhalten kommt es nun zu den ersten Engpässen in der Versorgung. Die erste Stadt droht einzugreifen: „Wenn es tatsächlich weiter zu solchen asozialen Hamsterkäufen kommt, dann werden wir als Stadt einschreiten. Ich kann mir vorstellen, dass mit unserer Stadtpolizei vor Ort auch ein Stück überwacht wird, dass nur in üblichen Mengen bestimmte Grundnahrungsmittel eingekauft werden. Das ist das letzte Mittel. Aber ich hab's ausdrücklich ins Auge gefasst", machte der Hanauer Oberbürgermeister Claus Kaminsky deutlich.

Hessen will laut Ministerpräsident Volker Bouffier auf eine Ausgangssperre verzichten. „Die Ausgangssperre ist eine so starke Maßnahme, dass, wenn es geht, ich das verhindern will. Aber ich kann Ihnen nicht garantieren, dass es so bleibt.“ 

Doch: Laut Medienberichten will die Bundeskanzlerin mit den Ministerpräsidenten am Wochenende über eine Ausgangssperre beraten.