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  3. Der Weg zur richtigen Förderung
Fördermittel-Rallye
© Adobe Stock

Tipps

Der Weg zur richtigen Förderung

von Gudrun Mallwitz
Chefreporterin | KOMMUNAL
22. August 2025
Ob Digitalisierung, Klimaschutz, Städtebau oder Bildung – auf allen Ebenen von EU, Bund und Ländern gibt es Fördertöpfe. Wer profitieren will, muss nicht nur wissen, wo es Unterstützung gibt, sondern auch, wie man sie bekommt.

Wer Fördermittel für ein Projekt bekommen will, der hat eine Rallye vor sich. Eine Checkliste hilft, den Überblick zu bewahren. Ein paar Tipps dazu:

Schritt 1: Überblick verschaffen



Förderprogramme kommen von Behörden oder Projektträgern, dem Land, dem Bund und der EU - mit eigenen Bedingungen, Fristen und Formularen. Eine strukturierte Recherche ist daher essenziell. Hilfreich sind Plattformen wie die Förderdatenbank des Bundes, KOMMUNAL.digital vom Bayerischen Staatsministerium für Digitales oder spezialisierte Beratungsstellen. 

Schritt 2: Die passende Förderung finden



Nicht jedes Förderprogramm passt zur individuellen Situation. Entscheidend ist, dass das Projektziel zur Förderlogik passt – das heißt, zur Ausrichtung des Programms, zu den Zielgruppen und zu den Zeitplänen. Es hilft, Newsletter zu abonnieren, um frühzeitig Informationen über neue Förderprogramme zu erhalten, die zu den Vorhaben passen.

Schritt 3:  Antragsstrategie entwickeln



Ein häufiger Fehler: Förderanträge werden "nebenbei" gestellt. Dabei braucht es eine klare Strategie. Wer sind die Projektpartner? Wie sieht der Finanzierungsplan aus? Welche Eigenmittel kann die Kommune einbringen? Ohne konkrete Projektziele, belastbare Zeitpläne und nachvollziehbare Kostenkalkulationen wird kein Antrag genehmigt.

Fördermittel

Schritt 4: Interne Zuständigkeiten klären

Förderanträge sind komplex – sie betreffen Bauamt, Kämmerei, Klimaschutzmanager und die IT-Abteilung. Deshalb ist interne Koordination entscheidend. Viele Kommunen haben eigene Fördermittelbeauftragte oder Stabsstellen geschaffen. Das lohnt sich: Wer regelmäßig Anträge stellt, entwickelt eine gewisse Routine und erhöht die Erfolgsquote.

Schritt 5: Antrag korrekt stellen

Klingt banal, ist aber oft ein Stolperstein: Formale Fehler führen regelmäßig zur Ablehnung von Anträgen. Die Unterlagen müssen vollständig, korrekt und fristgerecht eingereicht werden. Viele Programme verlangen digitale Einreichungen.  Bei EU-Förderung gelten oft andere Anforderungen als bei Landesprogrammen.

Schritt 6: Projekt umsetzen und nachweisen

Mit dem Bescheid ist es nicht getan. Kommunen müssen Verwendungsnachweise, Zwischenberichte und Evaluierungen liefern - meist detaillierter als gedacht. Ein gutes Projektmanagement spart hier Zeit und Nerven. Es kann sich lohnen, eine Sachbearbeiter-Stelle allein für Fördermittel zu schaffen, auch in kleineren Kommunen.

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