Fachkräftemangel
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Fachkräftemangel: Mehr Beweglichkeit ist eine Antwort!

Mo, 03.06.2019
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Die Arbeitswelt steht Kopf. In den nächsten Jahren müssen wir mit rund 30 Prozent weniger Beschäftigten auskommen und um die, die dann am Arbeitsmarkt noch zur Verfügung stehen, buhlen. Das ist die Ausgangslage, in der wir uns befinden und mit der wir umgehen müssen. Mehr Beweglichkeit kann darauf eine Antwort sein.

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Die heutigen Technologien machen mehr Mobilität, also mehr Beweglichkeit bei der Arbeit nicht nur möglich, sondern, vor den o.g. Herausforderungen, vor allem notwendig. Dabei sollten wir zwischen der prozessual unterstützten Mobilität und der Mobilität, die das zeit- und ortsunabhängige Arbeiten ermöglicht, unterscheiden.

 

Fachkräftemangel
Marc Groß leitet den Programmbereich Organisations- und Informationsmanagement der KGSt.

 

Prozesse mobil unterstützen: Werden Arbeitsprozesse durch mobile Endgeräte oder Anwendungen unterstützt, können u.a. Medienbrüche reduziert, Echtzeitdaten abgefragt und/oder der Service an der Schnittstelle zum Bürger verbessert werden. Kurzum: Mobil unterstütztes Arbeiten schafft in Kombination mit einer Prozessautomation erhebliche Rationalisierungspotenziale. Der Fokus der Arbeit geht dann weg von Routinetätigkeiten hin zu individuellen Beratungsprozessen. Die eigentliche Problemlösung bekommt also wieder mehr Raum.

Mögliche Einsatzfelder für mobil unterstütztes Arbeiten sind: Parkraum- und Lebensmittelüberwachung, Spielhallenkontrolle, Kolonnensteuerung für Grünflächen oder Straßenbau etc. Durch die in diesen Prozessen hinzugewonnen Echtzeitdaten wird das Fundament für einen weiteren Schritt hin zu mehr Automation gelegt. Um die Potenziale des mobil unterstützten Arbeitens heben zu können, müssen Verwaltungsprozesse analysiert und umgestellt werden. Für einen einfachen, schnellen und systematischen Einstieg empfehlen wir die Methode des Verwaltungsscreenings in Verbindung mit dem KGSt®-Prozesskatalog.

Zeit- und ortsunabhängiges Arbeiten ermöglichen: Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stellen insbesondere vor dem Hintergrund eines leeren Arbeitsmarktes immer höhere Anforderungen an die Attraktivität des Arbeitsplatzes. Die Flexibilisierung des Arbeitsortes spielt dabei eine besondere Rolle – ganz gleich, ob es sich dabei um die Arbeit im Home-Office, im Café oder an einem sog. dritten Ort, wie in der Bibliothek handelt.

Verwaltungen wie Unternehmen, die es mit der Mobilität wirklich ernst meinen, schaffen passende Rahmenbedingungen und machen ihren Beschäftigten entsprechende Angebote. Dadurch können Kommunen Arbeitskräfte unabhängig von Wohnort und Lebenssituation gewinnen und binden. Das gilt im Übrigen auch für die vorhandenen Mitarbeiter*innen. Auf der persönlichen Ebene hilft es den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den eigenen Tag so zu organisieren, dass die individuellen Bedürfnisse berücksichtigt werden können.

Um auch hier die Potenziale zu heben, müssen technische und organisatorische Absprachen getroffen werden. Dazu gehört, je nach Aufgabenfeld, ein gutes Verhältnis zwischen mobilem Arbeiten und physischer Arbeitsumgebung zu finden. Das "Büro" als Ort der Zusammenkunft lässt sich nicht ersetzen – es muss nur in Zukunft anders aussehen.

MEHR INFORMATIONEN
marc.gross@kgst.de
www.kgst.de
www.facebook.com/KGSt.de

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