Coronavirus in Mecklenburg-Vorpommern

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Coronavirus in Mecklenburg-Vorpommern - Alle Infos und Zahlen

Mit dem Coronavirus sind in Mecklenburg-Vorpommern erst wenige Bürger infiziert. Die Krise hat jedoch auch hier schwere Folgen. Ein Schutzfond soll den Schaden auffangen.

Abgesehen von Bremen ist Mecklenburg-Vorpommern das Bundesland mit den wenigsten Fällen von Coronavirus-Infektionen. Es ist eins von drei Bundesländern, die noch keine Todesfälle vermelden mussten. Den Schutz vor der weiteren Verbreitung des Virus nimmt das Land trotzdem ernst. 

Coronavirus-Infektionen in Mecklenburg-Vorpommern

Mit Abstand am stärksten vom Coronavirus betroffen ist die kreisfreie Stadt Schwerin. Gefolgt von der kreisfreien Stadt Rostock. Die Landkreise verzeichnen deutlich weniger mit dem Coronavirus Infizierte. Am wenigsten gibt es in Vorpommern-Rügen. 

Coronavirus-Infizierte in den Landkreisen von Mecklenburg-Vorpommern.

Coronavirus: Einreisekontrollen an den Hauptverkehrsstraßen

Trotz der vergleichsweise geringen Zahl Infizierter mit dem Coronavirus, gibt es auch in Mecklenburg-Vorpommern Kontaktverbot und Bürgern, die ihren Erstwohnsitz nicht in Mecklenburg-Vorpommern haben, wird die Einreise verweigert. Seit Freitag werden an zehn Hauptverkehrsstraßen Kontrollen durchgeführt. Die Polizei winkt Fahrer mit Kennzeichen aus Mecklenburg-Vorpommern durch, kontrolliert bei allen anderen den Personalausweis. Bis Montag wurden 6.000 Fahrzeuge überprüft. 700 wurden an der Einreise in das Bundesland gehindert. Zwei Autofahrer haben die Kontrollen durchbrochen. Ihre Kennzeichen sind der Polizei bekannt und gegen beide wird ermittelt. Am Wochenende fuhr die Polizei darüber hinaus mit Lautsprecherwagen durch die Ferienorte - besonders auf den Inseln - und forderte die verbliebenen Urlauber dazu auf nach Hause zu fahren. 

Darüber hinaus musste die Polizei viele Menschenansammlungen auflösen. Am Wochenende kam es deshalb zu fast 380 Polizeieinsätzen

1,1 Mrd Euro für Unternehmen zum Schutz vor Coronakrise

Um besonders kleine und Kleinstfirmen vor den Folgen der Coronakrise zu schützen, hat Mecklenburg-Vorpommern einen Schutzfond in Höhe von 1,1 Milliarden Euro beschlossen. Dafür hat das Land die Schuldenbremse ausgesetzt. Es wird zur Finanzierung einen Kredit aufnehmen. 700 Millionen Euro sollen für Darlehen und Zuschüsse zur Verfügung stehen und um 400 Millionen Euro wird der Bürgschaftsrahmen für Bankkredite erweitert. Die Finanzierung der umfangreichen Hilfen soll durch einen Nachtragshaushalt beschlossen werden.

Schon ab Mittwoch (25. März) können Unternehmen die Soforthilfe beantragen: Unternehmen mit ein bis fünf Arbeitnehmern erhalten 9.000 Euro, mit sechs bis zehn Arbeitnehmern 15.000 Euro, mit elf bis 24 Arbeitnehmer 25.000 Euro und Unternehmen mit 25-49 Arbeitnehmern erhalten 40.000 Euro. 

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