Erste Mittel aus dem Digitalpakt Schule fließen an Zwickau.
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Digitalpakt: Bundesweit erster Bescheid geht an Zwickau

Fünf Förderanträge gingen bisher beim Kultusministerium in Sachsen ein - nun wurde der erste bewilligt. Mit 3,6 Millionen Euro kann der Kreis Zwickau nun seine Schulen digitalisieren.

"Wir haben uns seit 2016 auf den Fall vorbereitet, dass solche Gelder bereitgestellt werden", sagt Landrat Christoph Scheurer. "Dass wir jetzt die ersten sind freut uns natürlich." Denn im Jahr 2016 war erstmal die Rede von einem Förderprogramm des Bundes für die Digitalisierung der Schulen. Nach langen rechtlichen Auseinandersetzungen konnte der Digitalpakt Schule im Mai 2018 beschlossen werden. Nachdem Sachsen schon im selben Monat, als erstes Flächenland, eine Förderrichtlinie für den Digitalpakt Schule vorlegte, ist es nun auch das erste Bundesland, das einen Förderbescheid übergeben konnte. Einen Scheck über gut 3,6 Millionen Euro überreichte Kultusminister Herbert Wolff dem Landrat im Christoph-Graupner-Gymnasium in Kirchberg. "Der Antrag war so gut formuliert, dass wir ihn in kurzer Zeit bewilligen konnten", sagt Wolff. 16 berufs- und allgemeinbildende Schulen im Landkreis sollen nun mit dem Geld unterstützt werden, ihre Digitalisierung voranzutreiben.

Besonders Infrastruktur soll verbessert werden

Wie das Geld in den Schulen verwendet wird, ist dabei dem Landkreis überlassen. "Die Schulträger wissen am besten, welches Ziel die Schulen vor Ort verfolgen und welche technische Ausstattung zur Erreichung des Ziels erforderlich ist", sagt Wolff. In Zwickau wird es vor allem darum gehen, die Schulen ans Glasfasernetz anzuschließen und intern flächendeckende W-LAN-Netzwerke zu installieren. In die Anschaffung digitaler Endgeräte fließen dagegen nur zehn Prozent der Fördersumme. Das Land wird die Verwendung der Gelder überprüfen, sagt Wolff, denn "wir müssen am Ende gegenüber dem Bund abrechnen".

Weitere Digitalpakt-Anträge liegen bereits vor

Sachsen erhält aus dem Digitalpakt Schule insgesamt 250 Millionen Euro. 225 Millionen Euro kommen vom Bund, weitere 25 Millionen je zur Hälfte vom Land und den Schulträgern. Dem Kultusministerium liegen derzeit noch vier weitere Förderanträge vor. Auch über diese soll so schnell wie möglich entschieden werden.

Anträge in Niedersachsen können online eingereicht werden

Auch in Niedersachsen können Schulträger mittlerweile Förderanträge stellen. Dem Land stehen insgesamt 470 Millionen Euro vom Bund aus dem Digitalpakt zur Verfügung. Schulträger können sich über ein Online-Verfahren um die Mittel bewerben.

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