Flusslandschaft wird Ausflugsziel

Das erste Informations- und Erlebniszentrum am Main soll in Knetzgau eröffnet werden. Es soll ein Mekka für Ausflügler aus dem Umland und von weiter her sein. Im Rahmen des Leader-Programms wird nun eine Machbarkeitsstudie gefördert.

Wie viele Kommunen, die an großen deutschen Flüssen - wie dem Rhein, dem Main oder dem Neckar - liegen, hat auch Knetzgau eine wunderschöne Flusslandschaft zu bieten. Die kleine bayerische Gemeinde will nun ein besonderes Ausflugsziel aus ihrem Naturschatz machen. Auf 5.000 Quadratmetern soll ein Erlebnis- und Informationszentrum entstehen in dem Besucher alles über den Main - seine Geschichte, seinen Einfluss auf die Region und seine Natur - erfahren können. Zudem soll es dort um generellere Themen wie Umwelt, Energie und Hochwasser gehen. Am Main gibt es bisher keine vergleichbare Einrichtung. Deshalb hofft man in Knetzgau auf eine Strahlkraft, die den Ort zu einem beliebten Ausflugsziel über die Grenzen der Region hinaus machen wird.

Ausflugsziel mit Strahlkraft

"Gerade mit dem Element Wasser lassen sich emotionale Erlebnisse kreieren, mit denen Touristen, Schulen und einem breiten Publikum nachhaltige Informationen sehr eindrucksvoll vermittelt werden können", ist sich Manuela Rottmann, ehemalige Umweltdezernentin Frankfurts, sicher. Das Projekt hat in der Umgebung großes Interesse geweckt und genießt mittlerweile die Hilfe des Hauses der Bayerischen Geschichte, der Staatsministerien für Umwelt, Inneres und Wirtschaft, der Städtebauförderung der Regierung, der Leader-Förderung (eine Kooperation der Landkreise Haßberge, Bamberg und Schweinfurt) und der Universität Würzburg. Als EU-Leader-Projekt wird das Zentrum mit 50.000 Euro gefördert. Damit soll die Machbarkeitsstudie bezahlt werden, die man bis Anfang 2018 fertigstellen will. "Es geht hier um ein Herzkammerprojekt für eine ganze Region, das den Main in das Bewusstsein der Menschen rücken will", sagt Wolfgang Fuchs, Leader-Koordinator am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten. Für andere Flüsse gäbe es ähnliche Zentren bereits, deshalb werde es am Main höchste Zeit. So versteht Bürgermeister Stefan Paulus das Projekt in seiner Kommune: "Mit einer zentralen Einrichtung wollen wir eine Möglichkeit schaffen, die bereits vorhandenen und vorbildlichen Aktionen, aber auch neue Visionen entlang des Mains aufzuspüren." Das neue Ausflugsziel am Main soll - sofern die Machbarkeitsstudie positiv ausfällt - in den nächsten fünf Jahren fertiggestellt werden.

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