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  3. Innovative Kläranlage: so wird die Wasserqualität im Ort noch besser
Die Kläranlage der Zukunft reinigt auch kleinste Bakterien und Antibiotikareste sowie Mikroplastik!
Die Kläranlage der Zukunft reinigt auch kleinste Bakterien und Antibiotikareste sowie Mikroplastik!
© AdobeStock

5 Reinigungsstufen

Innovative Kläranlage: so wird die Wasserqualität im Ort noch besser

von Annette Lübbers
Reporterin
14. November 2022
Corona hat uns gezeigt, welch wichtige Stellschrauben Kläranlagen in Kommunen bilden. In verschiedenen Kommunen konnte in den Wasserrohren schon frühzeitig ein Corona-Ausbruch in bestimmten Straßenzügen erkannt werden. Und die Methoden haben auch gezeigt: Trotz guter Reinigung - bisher meist in drei Stufen - bleiben immer Reste im Wasser. Antibiotikaresistente Bakterien, Medikamentenrückstände und Mikroplastik - doch das muss nicht sein: Dank innovativer neuer Technik. Wir zeigen Ihnen, wie Ihre Kläranlage das saubere Wasser der Zukunft produziert!

Derzeit Standard in deutschen Kläranlagen ist die Drei-Schritte-Reinigung unseres Abwassers: In einem ersten, mechanischen Schritt werden größere Abfälle mit einer Hilfe von groben und feineren Rechen entfernt. Danach folgt die biologische Reinigung durch Mikroorganismen, bevor in der chemischen Reinigung mit Hilfe von sogenannten Fällmitteln Phosphate aus dem Wasser gefiltert werden. Das Ergebnis ist eine gute Wasserqualität, die den gesetzlichen Anforderungen entspricht.

Allerdings: Nicht zu reinigen ist das Wasser bei diesem Standard von jenen Verunreinigungen, die durch unseren modernen, zunehmend urbanen Lebensstil ins Wasser gelangen: besonders gefährliche antibiotikaresistente Bakterien inklusive noch kleinerer Partikel, die Erbinformationen tragen, Spurenstoffe - etwa Kontrastmittel und Medikamentenrückstände - sowie das allgegenwärtige Mikroplastik.

Wasserqualität erhöhen: durch Reinigungsstufen vier und fünf

Im Hauptklärwerk Wiesbaden erforscht ein Team der Entsorgungsbetriebe der Stadt Wiesbaden, der Technischen Universität Darmstadt, der Hochschule Darmstadt sowie ein regionales Unternehmen im Bereich Flüssigkeits-, Luftfiltersysteme und Ansaugsysteme, wie diese Stoffe am besten aus dem Abwasser gefiltert werden können. In einer kleinen Pilotanlage werden derzeit in Wiesbaden den obligatorischen drei Stufen zwei weitere hinzugefügt. In einem ersten Schritt wird das bereits sehr saubere Wasser mit Druckluft und Pulveraktivkohle durchmischt. Nach etwa einer halben Stunde wird das Wasser durch eine Membran  gesaugt, deren Poren gerade einmal einen Durchmesser von vier Zehntausendstel Millimeter haben.

Die bisherigen Ergebnisse können sich sehen lassen, sagt Christoph Seelos von den Entsorgungswerken. " Kenntnisstand jetzt, bleiben von 100.000 Bakterien pro Liter gerade einmal 10 am Leben. Die Anlage filtert 99,99 Prozent des Genmaterials heraus und sogar 100 Prozent des Mikroplastiks." Derzeit experimentieren die Fachleute mit unterschiedlichen Pulveraktivkohlen, um das beste Reinigungsergebnis auch mit Blick auf Spurenstoffelemente - Medikamentenreste und Industriechemikalien - zu erzielen. Wegen der Auslegungsgröße der Pilotanlage können derzeit statt der 7.000 Kubikmeter Wasser pro Stunde in der Modellanlage nur 25 bis 40 Kubikmeter Wasser auf diese Weise gereinigt werden. "Aber das ist ausreichend, um die gewonnen Erkenntnisse auf eine großtechnische Anlage zu übertragen", so der Fachmann.

So arbeitet ein Klärwerk. In Wiesbaden kommt eine weitere Reinigungsstufe dazu.

Die Finanzierung: durchaus machbar

Mitfinanziert wird das Wiesbadener Projekt von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt mit Sitz in Osnabrück. 400.000 Euro Fördermittel haben die das Projekt begleitenden Hochschulen dafür erhalten. Eine spätere Ausweitung der Klärstufen vier und fünf auf die gesamte Kläranlage hält Christoph Seelos für durchaus machbar. "Wir veranschlagen die dafür erforderliche Summe derzeit mit etwa 35 Millionen. Das wäre pro Kopf und Jahr für die Wiesbadener Haushalte gerade einmal ein Zuschlag von 10 Euro pro Jahr. Die Spezialmembranen, die wir im Kleinen benutzen, sind in größeren Abmessungen auch für die gesamte Kläranlage nutzbar."

Klärwerk: Modellbetrieb ausgesetzt

Eigentlich sollte das Ende des Modellprojekt bereits in diesem Sommer abgeschlossen sein. Nicht nur die Corona-Pandemie mit all ihren Einschränkungen veränderte das Zeitfenster. Die unmittelbar am Klärwerk gelegene, damals einsturzgefährdete und mittlerweile gesprengte, Salzbachtalbrücke brachte auch das Modellprojekt in Wiesbaden zeitweilig zum Erliegen. "Wir lagen mit der Pilotanlage im Gefahrenbereich dieser Brücke. Dadurch haben wir ein Dreivierteljahr Forschungszeit verloren." Nun rechnen die Experten mit einem Abschluss des Projektes im März 2023. Wie geht es danach weiter? Christoph Seelos hofft, dass die Politik die Forschungsergebnisse aus Wiesbaden zur Kenntnis nimmt und entsprechend reagiert. "Nach derzeitigem Stand sollten die weiteren Reinigungsstufen vier und fünf der neue Standard in der Abwasseraufbereitung werden."      

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Fotocredits: Entsorgungsbetriebe der Landeshauptstadt Wiesbaden
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