Innovative Mobilitätsangebote
Autonome Shuttles: Von der Zukunftsmusik zur Alltagserfahrung im ÖPNV
Autonome Busse im Pilotprojekt
Bei rund 460 Fahrten seit Oktober 2024 konnten über 1.600 Probandinnen und Probanden je zwei autonome Busse in den Städten austesten. 2.100 Kilometer sind im Testlauf automatisiert gefahren worden. Das Ergebnis: Die Fahrten waren sicher, sogar bei schlechtem Wetter und dichtem Verkehr, und mit bis zu 50 Stundenkilometern schneller als bisherige Pilotprojekte.
Hohe Akzeptanz in allen Bevölkerungsgruppen
Über umfangreiche Befragungen hat das Projektteam feststellen können, dass die Akzeptanz für den RABus hoch ist und ein großes Nutzungsinteresse über alle Bevölkerungsgruppen hinweg besteht. „Automatisierte Mobilität ist kein Zukunftsversprechen, sondern schon heute erlebbar“, sagt Baden-Württembergs Verkehrsminister Winfried Hermann. Und nun soll der nächste Schritt kommen: raus aus dem Testbetrieb, rein in den Alltag.
Nächster Halt: Regelbetrieb
Die Forscherinnen und Forscher vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) halten die Busse für einsatzbereit im Regelbetrieb. Und mehr als das: Ihre Simulationen zeigen, dass autonome Shuttles fast überall im Land sinnvoll den ÖPNV ergänzen könnten – gerade im ländlichen Raum und in den Kommunen am Rande größerer Städte, wo Busse oft nur im Stundentakt kommen und dann mit relativ geringer Auslastung unterwegs sind. Entscheidend ist laut KIT-Team, dass die Menschen die Technik erleben können und gut informiert werden. Dann schwinden die Vorbehalte und das Vertrauen wächst. Nach dem offiziellen Projektende bleiben die Fahrzeuge in Friedrichshafen im Einsatz, um die Technik kontinuierlich weiterzuentwickeln.