Ein Sicherheitskonzept ist für jede Großveranstaltung relevant.

Mehr Sicherheit auf Großveranstaltungen?

Di, 08.05.2018

Eine neue Technik soll die Sicherheit auf Veranstaltungen erhöhen und einem Unglück, wie dem auf der Love-Parade 2010 vorbeugen. Die Hardware wurde am Wochenende auf dem Bonner Fest "Rhein in Flammen" getestet. Was die Technik kann? Lesen Sie hier!

  Sie wollten feiern, lachen und abtanzen - und starben noch auf der Party. Bei der Loveparade 2010 verloren 21 Menschen ihr Leben, 650 Menschen wurden verletzt. Das Unglück erschüttert Menschen bis heute. Doch hätte man das Unglück verhindern können? Der Bonner Stadtdirektor Wolfgang Fuchs glaubt schon. Auf einem Termin stellte Fuchs vor wenigen Tagen das neue Sicherheitssystem „Monica“ vor, das Sicherheit und Lärmschutz auf Großveranstaltungen verbessern soll. Die Technik wurde jetzt erstmals in der Praxis getestet.

Technik wurde auf Großveranstaltung „Rhein in Flammen“ getestet

Das Sicherheitssystem „Monica“ hat die Besucherströme von der Großveranstaltung „Rhein in Flammen“ erfasst. Auf der Veranstaltung wurden am Wochenende zwischen Bonn und Linz sechs große Feuerwerke gezündet. Mehrere Schiffe leuchteten bunt und Freitag und Samstag konnten die Besucher zu Electro- und Rockmusik abfeiern.

Und wie funktioniert die Technik von Sicherheitssystem „Monica“?

Doch vor und während der Veranstaltung haben vier Kameras gemessen, wie viele Besucher sich an der Stadtbahnstelle und dem Hauptweg zur Veranstaltung aufhalten. Bei früheren Veranstaltungen mussten die städtischen Mitarbeiter anhand der Kamerabilder noch selbst schätzen, wie viele Menschen vor Ort sind. Doch bei „Rhein in Flammen“ wurden nun Algorithmen eingesetzt, die die von der Kamera erfassten Menschen automatisch zählen sollen.

Großveranstaltung: Sicherheitstechnik soll Notfalleinsätze erleichtern

Zusätzlich wollen wir die Einsatzkräfte von Stadtordnungsdienst, Feuerwehr, Sicherheits- oder Sanitätsdiensten schneller zu den Verletzten oder Streitfällen lenken können“, erklärte Projektleiter Marco Jahn noch vor der Veranstaltung. Dazu wurden Notfälle per GPS geortet. Auf einer digitalen Karte wurden die Aufenthaltsorte angezeigt, sodass genau die Mitarbeiter zum Einsatzort geschickt wurden, die am nächsten sind. Zusätzlich wollen die Projektleiter in Zukunft eine App veröffentlichen, die gezielt Warnungen und Handlungsanweisungen an die Besucher richtet. Durch „Monica“ soll es zudem auch möglich sein, zu sehen, wo es an der Hauptbühne wie laut sei. Damit könnte die Stadt, die Rheinaue lärmtechnisch analysieren und optimieren. Bei dem Test auf der Großveranstaltung am Wochenende handelte es sich jedoch nur um eine zusätzliche Maßnahme, die die aktuellen Notfallpläne nur ergänzt hat.

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