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Modellkommunen lehnen Gratis-ÖPNV ab

von Rebecca Piron
Stellvertretende Chefredakteurin | KOMMUNAL
28. Februar 2018
Vor zwei Wochen überraschte die Bundesregierung fünf Modellkommunen mit der Idee, sie sollten ihren ÖPNV kostenlos anbieten. Bei einem Gespräch zwischen den Oberbürgermeistern und dem Bundesumweltministerium stellte sich nun heraus: Keine der Kommunen ist dazu bereit Gratis-ÖPNV zu testen.

Fünf Kommunen hat das Bundesumweltministerium ausgewählt. Diese Kommunen sollen zu Modellkommunen der Luftreinhaltung werden. Es handelt sich um die nordrhein-westfälischen Städte Bonn und Essen und die baden-württembergischen Städte Mannheim, Reutlingen und Herrenberg. In dieser Woche trafen sich die Oberbürgermeister mit Vertretern des Umweltministeriums und machten eins ganz deutlich: Gratis-ÖPNV wird es bei ihnen nicht geben.

Alternative Vorschläge zum Gratis-ÖPNV

Dieser war allerdings auch nur einer der Vorschläge, die das Bundesumweltministerium für die Modellkommunen gemacht hat. Auch der Umstieg auf E-Busse ist eine der Möglichkeiten. Alle Beteiligten sind sich einig, dass die Idee der Modellkommunen sinnvoll ist. So können sich die fünf Kommunen auch auf zusätzliche Mittel aus dem Diesel-Fonds freuen. Ein weiteres Treffen ist nun für Mitte März angesetzt. Bis dahin wollen die fünf Städte eigene Vorschläge zur Luftreinhaltung sammeln, die sie dem Umweltministerium vorstellen werden.

Umweltministerium hofft auf Freiwillige

Bereits genannt wurde dabei besonders ein Tarifanreiz. Für den Umstieg vom privaten Pkw auf ÖPNV, Carsharing-Angebote oder Fahrradverleihsysteme sollen Bürger Vergünstigungen bekommen. Außerdem könne man den ÖPNV enger tackten, um ihn auch bei stärkerer Nutzung attraktiv zu halten. Näheres wird im nächsten Gespräch Mitte März besprochen. Das Bundesumweltministerium hofft derweil weiterhin darauf, dass sich eine Kommune freiwillig für den Gratis-ÖPNV meldet.

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