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  3. Müllkippen - App meldet direkt an die Kommune
Illegale Müllkippen ein Ärgernis in fast jeder Kommune
© 123rf

Müllkippen - App meldet direkt an die Kommune

von Christian Erhardt-Maciejewski
Geschäftsführer, Chefredakteur | KOMMUNAL
4. September 2018
Es gibt bisher einige Städte und Bundesländer, die mit eigenen Apps ihre Bürger aufrufen, illegal entsorgten Müll oder auch kaputte Straßen und anderes an die Kommune zu melden. Erstmals gibt es nun eine gemeinnützige App, die faktisch in allen 11.000 Städten und Gemeinden funktioniert. Über 9500 sind schon angeschlossen!

Auf der Straße liegt wieder mal ein kaputtes Rad herum, eine Matratze, der achtlos weggeworfene Farbeimer. Viele Kommunen sind immer noch darauf angewiesen, dass Bürger persönlich Kontakt aufnehmen, im Ordnungsamt anrufen oder vorbeikommen. Diverse Online-Programme haben hier in den vergangenen Jahren bereits Hilfe geschaffen. KOMMUNAL hatte bereits über die "Bürger App für alle Fälle" etwa in zahlreichen Kommunen in Brandenburg berichtet. Dort sogar mit einem 3 Tage Versprechen:

Die Bürger App für alle Fälle

Meckern per Mausklick – neue Smartphone Apps sollen das möglich machen.
Ein Anbieter versucht mit einem 3- Tage-Versprechen“ die Herzen der Bürger zu erobern.
MEHR

MüllWeg App soll Müllkippen bundesweit finden 

Ein Entwickler aus Nordrhein-Westfalen wollte weg von diesen Insellösungen und hat eine App programiert, die bundesweit funktionieren soll. Immerhin rund 9500 Kommunen sind inzwischen theoretisch erreichbar. Und das funktioniert so: 

Jeder Bürger kann sich die App im entsprechenden App-Store herunterladen. Automatisch erkennt dei App den Standort per GPS und kann auch aus einem möglicherweise gemachten Foto einer Müllkippe die GPS Daten herauslesen. Daraus wird automatisch die zuständige Gemeinde ermittelt. Hinterlegt sind bisher über 9500 E-Mailadressen, an die die Daten dann aufbereitet durch die App verschickt werden (also die jeweils zuständige Mailadresse der Gemeinde). 

So können Kommune die Müllkippen App verbessern

 

Dabei räumt der Entwickler ein, dass es natürlich auch noch Fehler geben kann - etwa die falsche E-Mailadresse (z.b. die Info@Adresse Ihrer Kommune). Jeder - und somit auch die Gemeinde selbst - kann die Daten, mögliche Ansprechpartner etc. manuell ergänzen oder weitere ADressen hinzufügen. Einen Unterschied zu den individuellen Lösungen hat die App jedoch: Sie orientiert sich nicht an dien innerorganisatorischen Abläufen der jeweiligen Gemeinde. Ziel ist, den Nutzern eine möglichst einfache Möglichkeit zur maximal einfachen, digitalen Meldung des Müllfunds aufzuzeigen. 

 

 

 

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