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  3. Wenn der Notruf ausfällt - was tun?
Polizei und Rettungsdienst
Wegen einer Störung am Donnerstag früh nicht erreichbar: Polizei und Rettungsdienste.
© adobeStock

Warnung

Wenn der Notruf ausfällt - was tun?

von Gudrun Mallwitz
Chefreporterin | KOMMUNAL
11. November 2021
In mehreren Bundesländern sind die Notrufe ausgefallen. Feuerwehr und Polizei konnten nicht über die 112 und die 110 erreicht werden. Wie die Bevölkerung dann informiert wird!

Als am Donnerstag die Notrufe in mehreren Bundesländern ausfielen, wurden die Warnungen dazu über die Notfall-Apps mitgeteilt. Warnstufe Extreme Gefahr!  Seit 5 Uhr ist der Notruf 112 gestört. Was nun tun? In Berlin lautete die Warnung: Informieren Sie sich in den Medien, zum Beispiel im Lokalradio. Bitte schließen Sie sofort Fenster und Türen. Schalten Sie Lüftungs- und Klimaanlagen ab. Herausgegeben war die Warnung vom Land Berlin - Berliner Feuerwehr. Es wurde eine alternative Nummer angegeben.

Notruf von Polizei und Feuerwehr

 In Stuttgart (Baden-Württemberg) wurde der Ausfall des Notrufs 112 im gesamten Stadtgebiet gemeldet. Dort wurden die Menschen wie folgt informiert: Bei Notrufen jeglicher Art rufen sie die 19222.  Informieren Sie sich in den Medien, zum Beispiel im Lokalradio. Die Störung wird so schnell wie möglich behoben. Rufen Sie bei Notfällen Feuerwehr oder Rettungsdienst die 19222. Herausgegeben von der Feuerwehr Stadt Stuttgart.

Screenshot NINA Berlin Warnung

Ausfall der Notrufe: Bundesweite Störung

Die Bevölkerung wurde über den Ausfall der Notrufsysteme auch über Rundfunk, Fernsehen, Online-Portalen der Zeitungen und Social Media informiert. Die Ursache für die bundesweite Störung ist bislang offenbar noch unklar. Sie zeigt, wie anfällig unsere kritischen Infrastrukturen sind - und auch, wie sinnvoll Warn-Apps sein können -  wenn sie umfassende Handlungsempfehlungen geben.

Mehrere Smartphone-Apps geben amtliche Warnungen über Push-Meldungen weiter. NINA, die amtliche Warn-App des Bundes oder BIWAPP und KATWARN. Seit Februar 2019 tauschen KATWARN und BIWAPP Meldungen mit NINA aus. App-Nutzer sollen gleichberechtigt alle wichtigen Meldungen erhalten, egal welche App sie auf dem Smartphone installieren. Amtliche Wetterwarnungen sind auch über die App WarnWetter des Deutschen Wetterdienstes zu bekommen. Einige Stadt-Apps sind mittlerweile auch an das Modulare Warnsystem angeschlossen und können dadurch amtliche Warnungen weitergeben. Daneben gibt es zahlreiche private Anbieter. Es gibt aber auch viele andere Warnmöglichkeiten. KOMMUNAL hat sie für Sie in diesem Artikel zusammengefasst:

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Verantwortlichkeiten beim Katastrophenschutz

Bei den Ländern sind in der Regel die Innenministerien und deren Lagezentren für die Katastrophenwarnung verantwortlich. Neben den oberen Katastrophenschutzbehörden zudem die unteren Katastrophenschutzbehörden bei den Landkreisen und kreisfreien Städten, etwa im Brandschutz. Auch andere Behörden sind mit den entsprechenden Warnungen betraut. So warnt der Deutsche Wetterdienst (DWD) vor Unwettern. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) betreibt den Gezeiten-, Wasserstands- und Sturmflutwarndienst. Das Bundesamt für Sicherheit und Informationstechnik (BSI) ist für die Warnung bei Cyberattacken zuständig. In manchen Fällen - bei Evakuierungen zum Beispiel - geben mehrere Behörden gleichzeitig Warnungen und Informationen zu Gefahren heraus.

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Schlagwörter

  • Katastrophenschutz

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