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  1. Politik
  2. Stadtmarketing
  3. Pokémon jagen Spieler durch Basel
Die Tourismusagentur Basel bewirbt ihre Stadt viral mit Pokemon Go. © Basel Tourismus

Pokémon jagen Spieler durch Basel

von Rebecca Piron
Stellvertretende Chefredakteurin | KOMMUNAL
9. August 2016
Wilde Pikachus jagen Pokémon Go-Spieler durch Basel und bewerfen sie mit Pokébällen. Das virale YouTube-Video mit 86 Millionen Klicks auf Facebook ist eine geniale Stadtmarketing-Idee der Tourismusagentur Basel.

Sie laufen durch die Straßen und halten an Sehenswürdigkeiten, Denkmälern und anderen Besonderheiten der jeweiligen Stadt oder Gemeinde an. Es handelt sich nicht um Touristen, sondern um Nutzer der neuen Augmented Reality-App Pokémon Go. Ziel des Spiels ist es nicht zuletzt viele Kilometer zu laufen, Pokémon in der eigenen Umgebung zu entdecken und Pokéstops, die gewöhnlich an besonderen Plätzen eingerichtet sind, abzuklappern.

Wie Städte Pokémon Go für ihr Stadtmarketing nutzen können

Hier läuft eine Zielgruppe durch Städte und Gemeinden, die es gewöhnlich vorzieht im gemütlichen Schreibtischstuhl vor dem Computer zu sitzen. Die Chance diese Zielgruppe für städtische Einrichtungen zu interessieren nutzt die Tourismusagentur der Stadt Basel nun effizient mit ihrem YouTube-Video. Das lustige Video, das als Pikachus verkleidete Menschen zeigt, die aus einem Transporter heraus Pokémon Go-Spieler mit großen Pokébällen bewerfen und auf der Straße verfolgen, wurde innerhalb eines Tages zum Internet-Hype. Verbunden ist das Video "The Revenge" mit einer Unterseite der Stadt-Internetseite, die Angebote - eigens auf Pokémon Go-Spieler zugeschnitten - bereithält.

Das Baseler Pokémon-Video erobert das Internet. © Basel Tourismus

Auch andere Städte versuchten bereits den Pokémon Go-Hype durch speziell angepasste Bahnfahrten zu nutzen oder kauften Pokéstops an wichtigen Plätzen an denen sie nicht automatisch eingerichtet waren. Gerade die Gastronomie geht mit Vergünstigungen für Nutzer der App auf die neue Zielgruppe ein. Wie die Stadt Basel zeigt, sind die Möglichkeiten für das Stadtmarketing aber noch lange nicht ausgeschöpft. Städte und Gemeinden stehen am Beginn einer neuen Marketing-Ära, die möglichst früh zu nutzen, virale Wunder wie das von Basel einbringen kann.

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