Das ist Deutschlands Seniorenparadies Nummer 1

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Das ist Deutschlands Seniorenparadies

In welcher Stadt leben ältere Menschen am besten? Und wie wird eine Kommune überhaupt seniorenfreundlich? In unserer Studie haben wir rund 600 Städte untersucht. Herausgekommen ist eine Liste der deutschen Seniorenparadiese.

Wo liegt Deutschlands Seniorenparadies Nummer Eins? Das wollten wir genau herausfinden. Mit einem aufwändigen Berechnungsverfahren. Aber der Reihe nach: 



Die junge Generation schrumpft, die Zahl der Älteren hingegen wächst. Diejenigen, die bereits im Ruhestand sind oder bald einziehen, haben oft jahrelang hart gearbeitet und den Wohlstand in Deutschland mitaufgebaut. Doch: Wohin verschlägt es sie, wenn sie älter sind? Wo können sie gut leben? Das sind Fragen, die sich viele von ihnen stellen. Denn immerhin haben Senioren auch andere Bedürfnisse als junge Menschen.

Studie suchte mit diesen Kriterien nach Deutschlands Seniorenparadies 

Das Magazin KOMMUNAL und CONTOR wollten eine Antwort finden und haben deshalb die Studie „Seniorenparadiese in Mittelstädten“ durchgeführt. Hierfür haben sie sich die Lebensbedingungen von älteren Menschen angeschaut und anhand derer Indikatoren bestimmt, die eine seniorenfreundliche Stadt ausmachen. Anschließend wurden die Indikatoren unterschiedlich stark bewertet und 585 Städte mit 20.000 bis 75.000 Einwohnern auf diese hin untersucht. 

Das sind die Kriterien zur Kür von Deutschlands Seniorenparadies 

Senioren sind oftmals nicht mehr erwerbstätig und auf ihren fixen Rentenbetrag angewiesen. Teure Mieten und Waren vor Ort können sich viele gar nicht leisten. Weshalb die regionalen Wohnkosten die Lebensqualität massiv beeinflussen können. Da diese Daten jedoch nicht aktuell, flächendeckend und regional Form zur Verfügung stehen, geben die regionalen Baulandpreise Aufschluss. Baulandpreise beeinflussen die Höhe der Wohnkosten in einem erheblichen Maße, wenn auch nicht allein. Daher wird in dieser Studie eine deutliche Korrelation zwischen regionalen Preisen allgemein und Preisniveaus und den Baulandpreisen vorausgesetzt. Diese Korrelation konnte CONTOR in einer Untersuchung regionaler Preisindices des BBSR von 2009 und der Baulandpreise 2009 nachweisen.

„In Sachsen, Thüringen, Mecklenburg-Vorpommern und Bayern können Senioren bei der Wahl ihres Wohnortes kaum etwas falsch machen.“

Henner Lüttich, Studienautor

Neben den Preisen muss auch das Wohnumfeld stimmen. Ein Hinweis darauf, dass eine Stadt seniorenfreundlich ist, ist der Anteil der älteren Menschen in einer Stadt. Leben viele Rentner in einer Stadt, so ist davon auszugehen, dass sich eine Stadt gut auf die Bedürfnisse der älteren Menschen eingestellt hat. Die Bevölkerungsentwicklung gibt Aufschluss darüber, wie attraktiv eine Stadt wahrgenommen wird. Eine positive Entwicklung kann als Hinweis auf ein dynamisches Umfeld gedeutet werden. Insbesondere in Kleinstädten sind die Menschen auf ein eigenes Auto angewiesen. Das Auto ist immer noch das Mittel zur Mobilität – sei es, um in der Stadt einkaufen zu gehen oder um Verwandte in einem anderen Ort zu besuchen. Deshalb haben seniorenfreundliche Städte auch eine Autobahn in der Nähe.

Das Thema Sicherheit ist nicht nur für junge Familien sondern auch für Senioren wichtig. Denn immer wieder werden ältere Menschen Opfer von Diebstählen oder Betrugsfällen. Eine niedrige Kriminalitätsrate und ein niedriger Arbeitslosenanteil deuten deshalb auf eine große soziale Sicherheit vor Ort hin.

Weitere Kriterien sind die Ausflugsziele, Restaurants und Möglichkeiten zum sozialen Austausch

Wo viele Geschäfte, wo viele Cafès und Restaurants sind, haben Senioren auch bessere Möglichkeiten zum sozialen Austausch. Soziale Bindungen haben maßgeblichen Einfluss darauf, wie zufrieden Menschen sind. Die Anzahl der Beschäftigten in den Bereichen Gastronomie und Einzelhandel sind deshalb ein Indikator für eine Vielfalt der Angebote vor Ort.  Da insbesondere Senioren eine eingeschränkte Mobilität haben, sind sie oftmals auf Betreuung angewiesen. Die Anzahl der Beschäftigten im Gesundheits- und Sozialwesen sowie in den Heimen geben einen Hinweis darauf, wie stark dieser Bereich in der jeweiligen Kommune ausgebaut ist.

Und DAS ist das Ergebnis: Deutschlands Seniorenparadies heißt...

Seniorenparadies

Doch: Was ist nun das Ergebnis der Studie? Betrachtet man nur die besten 25 % der analysierten Städte, also rund 146, punkten 13 Bundesländer. Dies ist zunächst ein gleichmäßiges und positives Ergebnis. Betrachtet man jetzt allein das Verhältnis der Zahl der besten 25 % der Städte in einem Bundesland, den Seniorenparadiesen, zu der Gesamtzahl der Mittelstädte in diesem Bundesland, fallen einige Bundesländer deutlich auf. In Sachsen zählen 73 % der hier definierten Mittelstädte zu den „Seniorenparadiesen“, in Thüringen 68 %, in Mecklenburg-Vorpommern 57 % und Bayern liegt mit 46 % nicht weit entfernt von der 50 % Marke. In diesen Bundesländern können Senioren bei der Wahl ihres Wohnortes wahrscheinlich kaum etwas falsch machen. Bei aller gegebenen Unterschiedlichkeit der Städte werden sie hier besonders leicht Orte finden, die auf ihre Bedürfnisse eingestellt sind, die gut erreichbar sind, die ihrem Sicherheitsbedürfnis entsprechen, die vielfältige Angebote sowohl bei Waren, Gastronomie, Kunst und Unterhaltung als auch im Gesundheits- und Sozialwesen anbieten, und dies zu bezahlbaren Preisen.

BAD KISSINGEN ist Deutschlands Seniorenparadies Nummer 1 - dicht gefolgt von Günzburg und Bad-Neuenahr-Ahrweiler...

Das sind die seniorenfreundlichsten Mittelstädte

  1. Bad Kissingen
  2. Günzburg
  3. Bad Neuenahr-Ahrweiler
  4. Bad Oeynhausen
  5. Baden-Baden
  6. Rotenburg (Wümme)
  7. Traunstein
  8. Bad Zwischenahn
  9. Olpe
  10. Passau
  11. Garmisch-Partenkirchen
  12. Radebeul
  13. Bad Mergentheim
  14. Schleswig
  15. Bautzen
  16. Suhl
  17. Überlingen
  18. Pirna
  19. Fulda
  20. Riesa
  21. Reichenbach im Vogtland
  22. Deggendorf
  23. Weimar
  24. Ansbach
  25. Rendsburg
  26. Glauchau
  27. Saalfeld/Saale
  28. Rudolstadt
  29. Bad Hersfeld
  30. Bad Nauheim
  31. Neumarkt i.d.OPF.
  32. Coburg
  33. Osterode am Harz
  34. Nordhausen
  35. St. Wendel
  36. Zittau
  37. Homburg
  38. Hoyerswerda
  39. Coswig
  40. Ravensburg
  41. Waldshut-Tiengen
  42. Sonneberg
  43. Memmingen
  44. Eisenach
  45. Meiningen
  46. Kulmbach
  47. Rottweil
  48. Bad Harzburg
  49. Ellwangen (Jagst)
  50. Waren (Müritz)

Sie wollen die Ergebnisse der restlichen Städte sehen? Und wissen, mit welchen Indikatoren Ihre Stadt besonders gut abschneidet und wo es noch Nachholbedarf gibt? Dann rufen Sie die komplette Studie ab unter: https://www.contor.org/studien/kommual/senioren/

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