Diskussion zum Thema Sicherheit - was Kommunen aktiv tun können, um das Sicherheitsgefühl der Menschen zu steigern
Diskussion zum Thema Sicherheit - was Kommunen aktiv tun können, um das Sicherheitsgefühl der Menschen zu steigern
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Diskussion

Wie sichern wir die Sicherheit in unseren Kommunen?

Das Vertrauen der Deutschen in ihre kommunalen Entscheider ist so groß wie seit Jahrzehnten nicht. Dieses Vertrauen ist Grundvoraussetzung für ein gutes Sicherheitsgefühl. Doch auch wenn laut Statistik während der Corona-Pandemie Delikte wie Einbrüche in unseren Kommunen zurückgegangen sind: es gibt zahlreiche neue Herausforderungen und Gefahren. Wie stärken wir die Sicherheit in Deutschlands Kommunen?

Sicherheit - das Stichwort war die große Überschrift einer Diskussionsrunde im Rahmen der Serie "Das Stadtgespräch - der Urban Talk". Der Außenwerber Stroer, der unter anderem das Portal www.t-online.de betreibt, lädt regelmässig zu diesem Diskussionsforum ein. In der jüngsten Ausgabe zum Thema Sicherheit in Kommunen diskutierte der bayerische Innenminister Joachim Herrmann gemeinsam mit der Polizeipräsidentin aus Gelsenkirchen, Britta Zur und KOMMUNAL-Chefredakteur Christian Erhardt zu den Themen Kriminalität, Sicherheit und subjektives Sicherheitsgefühl. Auch das Thema Computerkriminalität nahm dabei großen Raum ein.

Was konkret tun, um das Sicherheitsgefühl zu stärken? Welche Ideen haben Bürgermeister, welche Rezepte gibt es außerhalb Deutschlands in Kommunen? "Deutschlands Kommunen sind im internationalen Vergleich die sichersten Kommunen der Welt, trotzdem ist das Sicherheitsgefühl gesunken", so die These von Christian Erhardt, für die er viel Zustimmung von seinen Mitdiskutanten bekam. "Gerade daheim am Rechner glauben viele, sie bewegen sich im rechtsfreien Raum. Ihnen ist gar nicht bewusst, dass sie hier Straftaten begehen", erläuterte Britta Zur zum Thema Beleidigungen gegen Kommunalpolitker und Verwaltungsmitarbeiter. "Eigentlich haben wir im Netz die gleichen Regeln, aber die Behörden kommen nicht hinterher. Wir müssen die Spielregeln auch umsetzen", so Bayerns Innenminister Herrmann. 

Sicherheit stärken - das können Konzepte sein 

"Polizeipräsenz ist auf der Straße wichtig und Behörden müssen klar machen, dass sie auch im Netz präsent sind", so Hermann. Gleichzeitig diskutierten die Experten über die Gründe für fehlende Sicherheit - "Menschen in überschaubaren Einheiten fühlen sich deutlich sicherer als in Großstädten" argumentierte Christian Erhardt. Auch die Polizeipräsidentin von Gelsenkirchen hat mit "kleinen Einheiten" gute Erfahrungen gemacht - Stadtteilbezogene Sicherheitskonzepte seien ein Schlüssel zum Erfolg. "Wenn wir Vertrauen erreichen wollen, brauchen wir Identifikation. Wir setzen in den Stadtteilen zum Beispiel die immer gleichen bekannten Beamten ein", so Britta Zur. Auch das Thema Bürgeraustausch und subjektives Sicherheitsgefühl spielte in der Diskussion eine wichtige Rolle. "Saubere Städte werden als deutlich sicherer wahrgenommen. Das herumliegende Bonbon-Papier auf dem Bürgersteig entscheidet, ob sich Menschen sicher fühlen", überspitzte Erhardt in der Diskussion bewusst. 

Und auch über die Grenzen Deutschlands hinaus warfen die Diskussionsteilnehmer einen Blick auf Konzepte in anderen Ländern. Der Talk ist knapp eine Stunde lang und bei YouTube verfügbar. Das Video im Original stellen wir Ihnen an dieser Stelle gerne zur Verfügung.