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  1. Praxis
  2. Abfallwirtschaft
  3. Straßen aus Plastikmüll
©Fotolia

Straßen aus Plastikmüll

von Christian Erhardt-Maciejewski
Geschäftsführer, Chefredakteur | KOMMUNAL
30. Juli 2015
Wenn Joghurtbecher zu Fahrbahnen werden, wenn aus Plastiktüten Radwege entstehen - ein holländisches Unternehmen geht neue Wege im Straßenbau.

Recycling mal ganz anders. Der Plastikmüll der Ozeane soll einem niederländischen Unternehmen als Grundlage für den Straßenbau dienen. Das Bauunternehmen Volker Wessels will Kunststoffmüll zu Straßen verarbeiten. Die Vorteile liegen aus Sicht des Unternehmens auf der Hand: Es geht nicht nur um ökologische Wiederverwendung von Produkten, vor allem sollen die Plastikstraßen einfacher und günstiger zu bauen sein. Denn das Material ist leichter, der Untergrund muss weniger fest sein. Wie haltbar ist eine Plastikstraße?

©Volker Wessels

Plastic Road nennt der Hersteller sein Projekt. Aus dem Plastikmüll werden kastenförmige Elemente produziert. Innen sind sie hohl - sprich: Es ist genügend Platz für Rohre oder weitere Leitungen. Sogar Regenwasser kann abgeleitet werden. Und noch einen Vorteil nennt der Unternehmer: Die Plastikstraßen sollen deutlich länger halten als Asphalt. Vor allem die Instandhaltungsarbeiten sollen seltener werden. Wird die Plastikstraße je kommen? Noch ist das ganze nur ein Konzept - real gebaut hat das Unternehmen noch keine Plastikmüllstraße. Die Interessenten sind aber schon da. Die Stadt Rotterdam meldete bereits Interesse an. Die Kommune will zunächst ein Testgelände zur Verfügung stellen. Bis also in Deutschland auf Plastikmüll gebaut werden kann, dürfte es noch etwas dauern.

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