Leerstand abreißen - IW Studie
Fotolia: kristina rütten

Studie empfiehlt: Leerstand abreißen

Fr, 28.06.2019

Eine Studie zeigt, dass Leerstand insbesondere im Osten ein großes Problem ist. Die Autoren empfehlen Kommunen, diese Gebäude abzureißen.

Rund 4,7 Prozent aller Gebäude in Deutschland sind unbewohnt und ungenutzt.

Das zeigt eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW). Laut dieser liegt der Leerstand bei 1,94 Millionen Wohnungen - Tendenz steigend!

Demnach ist das Problem besonders groß im Osten: In 40 von 77 ostdeutschen Kreisen stehen mindestens zehn Prozent aller Wohnungen leer. In anderen Gebieten, wie zum Beispiel den Großstädten, gibt es fast keinen Leerstand.

 

Leerstand verändert die Orte

 

Leerstand verändert nicht nur das Aussehen der Stadt, sondern führt auch zu Vandalismus - der die Kaufpreise und Mieten für immobilien in der Nähe weiter nach unten drückt. Zudem verlieren Eigentümer Geld, während Steuern und Betriebskosten jedoch weiterhin fällig sind.

Kommunen können dem Leerstand etwas entgegensetzen!

Was hilft gegen Leerstand?

Die Studienautoren raten zu einer gezielten Förderung, einer interkommunalen Zusammenarbeit und weniger Neubauten in Gegenden, in denen der Leerstand besonders hoch ist und der Bedarf an Wohnraum klein ist.

"Wir müssen mit Grund und Boden sparsam und schonend umgehen", erklärt Michael Voigtländer, einer der Studienautoren. Und weiter: "Gerade in Gegenden, in denen es Leerstand gibt und es fast keinen Bedarf nach neuem Wohnraum gibt, wird zu viel gebaut."

Zudem sollen auch die Innenstädte und Gewerbeflächen gestärkt werden.

Laut Voigtländer soll auch die Städtebauforderung des Bundes greifen: "Sie muss Städte und Dörfer gezielt unterstützen, um dem demografischen Wandel zu begegnen und Leerstände zu vermeiden. Neben der Aufwertung der Zentren kann das auch den gezielten Abriss beinhalten."

"Es ist wichtig festzuhalten, dass Investitionen auch in schrumpfenden Räumen ausdrücklich erwünscht sind, um Perspektiven für die verbleibende Bevölkerung zu erhalten. Um Leerstand zu vermeiden, müssen aber die Investitionen in den Bestand gelenkt werden.“

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