Der mobile Dorfladen auf dem Weg durch den Steinwald

4 Tipps für einen erfolgreichen mobilen Dorfladen

Auf unserer Fahrt mit dem mobilen Dorfladen durch den Landkreis Tirschenreuth haben wir Einiges gelernt. Wichtige Tipps und Tricks aus dem Steinwald für den ländlichen Raum.

Tipp 1: Die Wünsche der Kunden kennen

Schon vor der ersten Fahrt des mobilen Dorfladens ist es sinnvoll Bürgerbefragungen durchzuführen, um sich auf die Wünsche der potentiellen Kunden einstellen zu können. Diese Befragungen zu wiederholen ist wichtig. Das Fraunhofer Institut hat etwa das erste Jubiläum des mobilen Dorfladens zum Anlass genommen, eine erneute Kundenbefragung durchzuführen. So kann man den Fragebogen etwa mit einem Stück Kuchen oder einem Gewinnspiel zu ehren des Tages anbieten und die Kunden sind geneigter teilzunehmen. Viele Kunden sprechen vor oder nach ihren Einkäufen gerne noch mit den Verkäufern. Auch hier ist ein offenes Ohr wichtig und eine anschließende Kommunikation über die Meinung der Kunden zum Dorfladen. So hält man die Stammkunden zufrieden und kann nebenbei den Kundenstamm vergrößern.

Tipp 2: Alle an einen Tisch bringen

Ein mobiler Dorfladen in der Region ist für viele Akteure interessant. Die Kommunalpolitik ist an einer verbesserten Nahversorgung interessiert, ebenso wie die Bürger. Die lokalen Erzeuger freuen sich über neue Verkaufswege. Wollen jedoch häufig auch mitreden, wenn es darum geht, wo der mobile Dorfladen hält. Ein Bäcker in Tirschenreuth war etwa sehr unglücklich damit, dass der Dorfladen mit Backwaren anderer Bäcker in der Nähe seiner Bäckerei hielt. Werden die Akteure nicht alle mitgenommen und können Wünsche und Sorgen äußern, kann es also schnell zu Konflikten kommen. Runde Tische, bei denen über den mobilen Dorfladen informiert und diskutiert wird - wie es sie auch in Tirschenreuth gibt -, können hier Abhilfe leisten.

Eine Landwirtin bringt Kartoffeln zum mobilen Dorfladen.

Tipp 3: Ein einzigartiges Sortiment vorhalten

Der mobile Dorfladen richtet sich zwar primär an die weniger mobilen Bewohner der Dörfer, die nicht kilometerweit zum nächsten Supermarkt fahren können. Auch die mobileren Bewohner sollen sich aber natürlich gegen die großen Supermärkte entscheiden und im besten Fall beim mobilen Dorfladen einkaufen gehen. Ein regionales Angebot mit Spezialitäten, die es im Supermarkt nicht gibt, kann einen wichtigen Anreiz liefern. Der mobile Dorfladen im Steinwald hat etwa Spezialitäten wie Mohnmehl und Mohnöl. Zudem werden sie von vielen kleinen Bauernhöfen aus der Region beliefert und führen viele Bioprodukte. Das kommt bei den Kunden gut an.

Tipp 4: Einen Ort zum Verweilen schaffen

Wie schon erwähnt, nutzen Kunden den Besuch beim mobilen Dorfladen auch gerne als soziales Event. Sie unterhalten sich gerne mit den Verkäufern und Fahrern des Dorfladens. Nutzen den Besuch aber auch um mit anderen Einwohnern aus dem Dorf zu sprechen. Gibt man ihnen die Möglichkeit sich vor oder nach dem Einkauf gemütlich auszutauschen, schafft man ohne großen Aufwand einen wichtigen Mehrwert. Ein kleiner Tisch mit Klappstühlen oder die Möglichkeiten eine Tasse Kaffee zu trinken, während der Dorfladen steht, reichen meist aus, um eine einladende Atmosphäre zum Verweilen zu schaffen.

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