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Straßenbahnen mit Werbung gucken bezahlen - in Düsseldorf ist es möglich

Straßenbahn: Innovatives Preiskonzept

von Christian Erhardt-Maciejewski
Chefredakteur | KOMMUNAL
9. November 2016
In Düsseldorf können Kunden neuerdings entweder ein Ticket für den ÖPNV kaufen - oder sie schauen sich Werbespots an und fahren dafür kostenlos. KOMMUNAL stellt das spannende Projekt vor!

Wer in Düsseldorf die Straßenbahn nutzen möchte, muss im Normalfall 2,60 Euro bezahlen. Normalerweise. Doch es geht auch günstiger. Die alternative Währung: Zeit! Möglich macht das eine neue App. Mit ihr bekommt jeder ein kostenloses Ticket, der sich zuvor einige Werbespots auf dem Handy angesehen hat. Aber nicht irgendeine Werbung - was der Kunde sieht, kann er sogar mitentscheiden. Nach dem Motto: Nichts ist schlimmer, als wenn der Kunde von Werbung genervt ist. So entstand die Idee für eine innovative App mit personalisierter Werbung und der Möglichkeit für Kunden, auf diese Weise Geld zu sparen. Doch der Reihe nach...

Werbung nach Wünschen zusammenstellen

Wer die App installiert, bekommt eine Übersicht über verschiedene Werbespots zu verschiedenen Themen oder Produkten. Vier Spots kann sich der Kunde selbst aussuchen, diese muss er sich dann komplett ansehen. Hat er die vier "Werbungen nach Wunsch" konsumiert, generiert sich automatisch ein gültiges Ticket für die Rheinbahn. Dauer je Spot: 20 Sekunden. Die Idee der Macher: "Werbung, die der Kunde selbst aussucht, und die seinen Interessen entsprechen, wirkt deutlich besser als ein zufälliger Algorithmus, der Werbespots per Zufall aussucht.

Ob Straßenbahn oder _Bus - zum Kauf eines Tickets gibt es für Kunden erstmals eine Alternative - bald auch in Berlin?

Straßenbahn App ist ein Riesiger Erfolg

Der Erfolg gibt den Machern Recht: Mehr als 10.000 Fahrscheine wurden innerhalb von nur fünf Tagen auf diese Weise generiert und eingelöst. Und die Liste der Interessenten an der App ist auch schon lang. Mehrere Kommunen hätten bereits angefragt, ob Sie ähnliches für Ihre Stadt nutzen können - sowohl aus Deutschland als auch in den Niederlanden. Lokale Unternehmen vor Ort sehen ebenfalls vermehrt einen Wert darin, Werbespots zu schalten, die nur von denen gesehen werden, die sich auch für ihr Geschäft interessieren. Abgerechnet wird nach Zahl der tatsächlich angesehenen Werbespots.

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