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  3. Auf dem Weg zur Modellregion für Elektromobilität
Landrat Rainer Rempe und Klimaschutzmanager Oliver Waltenrath beim Startschuss für das ambitionierte Projekt
Landrat Rainer Rempe und Klimaschutzmanager Oliver
Waltenrath beim Startschuss für das ambitionierte Projekt
© Landkreis Harburg

Ladeinfrastruktur

Auf dem Weg zur Modellregion für Elektromobilität

von Christian Erhardt-Maciejewski
Geschäftsführer, Chefredakteur | KOMMUNAL
22. Februar 2025
Der Landkreis Harburg will die Elektromobilität stärken und Modelleregion werden. In wenigen Jahren soll es zwischen Elbe und Heide ein flächendeckendes Netz an Ladesäulen geben. Wie das klappen soll.

690 Ladepunkte an 225 Standorten – europaweit ausgeschrieben und schon bald installiert. Das ist die Vorstellung des Landkreises. Helfen soll dabei eine spezialisierte Agentur. Ihr Auftrag: Potenzielle Betreiber und technische Lösungen identifizieren, wirtschaftliche Modelle durchleuchten und die beste Strategie für eine zukunftssichere Ladeinfrastruktur entwickeln. Das Werben um Investoren läuft bereits. Auch die Bedarfsanalyse wurde schon gestartet. Im Fokus die Frage: An welchen Stellen sind die Ladesäulen im Kreis am sinnvollsten? Immerhin gilt es, 260.000 Menschen im Landkreis zu erreichen. „Wir möchten die Menschen für Elektromobilität begeistern, indem wir den Landkreis Harburg zur Elektromobilitäts-Modellregion entwickeln“, erklärt Landrat Reiner Rempe.

Klimaschutz durch Elektromobilität stärken 

Das Harburger Modell ist mehr als nur ein Infrastrukturprojekt – es ist ein zentraler Baustein der Klimaschutzstrategie des Landkreises, der bis 2040 klimaneutral werden will. Gemeinsam mit Buchholz, Winsen (Luhe) und der Samtgemeinde Tostedt treibt der Landkreis den Ausbau mit Hochdruck voran. Während in Buchholz und Winsen bereits neue Ladesäulen entstehen, plant Tostedt 79 zusätzliche Standorte.

Landrat Rainer Rempe ist überzeugt: "Wir wollen die Menschen für Elektromobilität begeistern und den Umstieg so einfach wie möglich machen. Ohne eine starke Ladeinfrastruktur wird das nicht gelingen! Unser Modell wird zeigen, dass E-Mobilität auch auf dem Land hervorragend funktioniert." Auf der Website des Landkreises gibt es eine interaktive Karte, die die geplanten Ladepunkte zeigt und es Bürgern ermöglicht, das Projekt hautnah zu verfolgen.

Der aktuelle Stand: 116 Ladepunkte an 38 Orten mit einer Gesamtleistung von 6.600 Kilowatt. Mit den geplanten 225 neuen Standorten wird das Netz massiv erweitert. Wie viele tatsächlich umgesetzt werden, hängt von der Markterkundung ab. Falls sich genügend Investoren finden, folgt Mitte 2025 die europaweite Ausschreibung.

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