Blühwiesen
7 Tipps für öffentliches bienenfreundliches Bunt
1. Doppelte Nutzung
Um der Biodiversitätskrise zu begegnen, sollten öffentliche Flächen mit Vorbildfunktion geschaffen werden. Oft ist eine doppelte Nutzung möglich und im Pflegeplan verankerbar. So können etwa Schulhöfe in ver- und entsiegelte, intensive und extensive naturnahe Bereiche unterteilt und gestaltet werden. So entstehen neue Lebensräume für Hummel, Schmetterling & Co.
2. Richtige Pflege
Oft lässt sich die Biodiversität schon durch eine Umstellung der Pflege fördern. So sollten Wiesen nur zweimal im Jahr nicht zu kurz gemäht und nicht gedüngt oder gemulcht werden. Neben Hecken darf ein Streifen verbleiben, der nur alle 1-2 Jahre gekürzt wird, so dass sich ein artenreicher Saum einstellen kann.
3. Wilde Ecken zulassen
Vögel, Igel, Insekten… Wilde Tiere lieben wilde Ecken, in denen die Wiese länger steht, Blätter liegen bleiben, Steine aufgestapelt sind und lebendiges Totholz verbleiben darf. So entstehen ohne Aufwand kleine Bereiche mit großer Biodiversität.

4. Pflanzenkohle aus Grünschnitt
Grünschnitt und Häckselgut können statt Abfall wertvolle Ressourcen sein. Durch Pyrolyse lässt sich daraus Pflanzenkohle gewinnen, die große Teile des Kohlenstoffs dauerhaft im Boden speichert und dabei die Bodenqualität auch noch verbessert. Ein Gewinn für das Klima und die Biodiversität.
5. Vernetzung an Straßen
Straßen durchziehen Gemeinden, Städte und unsere Landschaften und verbinden alle Teile des Landes miteinander. Durch richtig gepflegtes Straßenbegleitgrün, bestehend aus heimischen Wildpflanzen, können wir diese Bänder auch für die heimische Tier- und Pflanzenwelt spannen und Biotope vernetzen. Somit können viele Arten wieder neue Lebensräume erreichen.
6. "Eh-Da-Flächen heimisch bepflanzen
Es gibt in den Kommunen viele bereits vorhandene öffentliche Grünflächen: Das Staudenbeet vor dem Rathaus, der Grünstreifen neben dem Schwimmbad-Parkplatz, Verkehrsinseln und viele mehr. Diese „Eh-Da“-Flächen sollten immer zu einem Großteil mit (gebiets-)heimischen Wildpflanzen bepflanzt werden. Seltener genutzte öffentliche Stellplätze und Wege können entsiegelt und mit einem Schotterrasen bepflanzt zu wahren Insekten paradiesen werden.

7. Blüten statt Rasen
Grünflächen sollten der Nutzung angepasst werden. Auf wenig frequentierten Bereichen dürfen Blumenwiesen stehen bleiben. Sollen die Grünflächen regelmäßig betreten werden, bieten sich kurze trittfeste Blumenkräuterrasen an. Englischer grüner Rasen bringt einen hohen Pflegeaufwand mit sich und bietet Insekten weder Nektar noch Pollen.
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