Vater stellt Blitzer-Attrappe auf
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Symbolfoto

Vater stellt Blitzer-Attrappe auf - straffrei!

Mo, 17.12.2018

Ein Familienvater wollte seine Kinder vor Rasern schützen und stellte eine Blitzer-Attrappe vor seinem Haus auf. Für diese Aktion kassierte der 36-Jährige ein Verfahren wegen Amtsanmaßung.

"Meine Kinder hatten Angst über die Straße zu gehen", entschuldigt sich der junge Familienvater vor Gericht. Vor seinem Haus hatte der Mann eine Blitzer-Attrappe aufgestellt. Damit wollte er erreichen, dass sich die Autofahrer an die Geschwindigkeitsbegrenzung von 30 km/h halten.

Der Mann hatte jahrelang versucht, die Polizei sowie die Stadtverwaltung zur Durchführung neuer Maßnahmen zu bewegen. Doch die Stadt reagierte nicht. Der Vater nahm die Sache dann selbst in die Hand, baute eine Blitzer-Attrappe und versuchte damit, eine Geschwindigkeitsbegrenzung durchzusetzen.

 

Vater stellt Blitzer-Attrappe auf - und kommt vor Gericht

 

Nachdem ein Autofahrer den Vater wegen Amtsanmaßung angezeigt hatte, ging die Sache vor Gericht. Auch die zuständige Richterin sah in der Handlung eine Amtsanmaßung, konnte die Reaktion des Vaters aber nachvollziehen. Da keine Wiederholungsgefahr vorlag und der Vater nicht wusste, dass seine Handlung strafbar war, konnte das Verfahren gegen den 36-Jährigen eingestellt werden. Der Vater muss nun lediglich die Anwaltskosten bezahlen.

Mittlerweile wurde der Fake-Blitzer abgebaut. Dennoch wird es nicht die letzte Blitzer-Attrappe gewesen sein, über dessen Konsequenze ein Gericht entscheiden muss. Denn immer wieder bauen Anwohner solche Attrappen, um eine Geschwindigkeitsbegrenzung zu erzwingen.

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