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Regeln in Bundesländern

So soll die Schule nach den Sommerferien starten

Die Bundesländer wollen nach den Sommerferien zum regulären Schulunterricht zurückkehren. Doch so einfach wird das nicht sein. Wie soll das konkret funktionieren? KOMMUNAL fragte nach. Ein Überblick.
Aktualisiert am 1. September 2020

Die Ministerpräsidentinnen und Regierungschefs haben sich mit Kanzlerin Angela Merkel darauf geeinigt, dass der Schulbetrieb nach den Sommerferien wieder regulär aufgenommen werden soll - sofern das Corona-Infektionsgeschehen das zulässt. Die Zahl der Neuinfektionen ist seit Wochen gering und darf nicht massiv steigen. Inzwischen haben die Kultusminister der Länder sich darauf verständigt, dass die Abstandsregelungen von 1,50 Metern in den Schulen  nach den Ferien nicht mehr gelten sollen. Viele Eltern und Lehrer sehen dies kritisch. Immer wieder werden Schulen  derzeit wegen gehäufter Corona-Infektionen geschlossen.

Regulärer Unterricht in der Schule verlangt Konzepte

Doch wie soll die Wiederaufnahme des regulären Schulunterrichts konkret aussehen? Immerhin haben die Schülerinnen und Schüler viel Stoff nachzuholen. Und die Gefahr durch das Corona-Virus ist noch lange nicht gebannt. In den zuständigen Ministerien werden dazu momentan Konzepte erarbeitet.

„Unser Ziel ist es, im neuen Schuljahr den Unterricht wieder im Regelbetrieb anbieten zu können“, betonte Daniel Otto, Sprecher des Staatsministeriums für Unterricht und Kultus, auf Anfrage von KOMMUNAL. Die Schule startet in Bayern nach den Sommerferien am 8. September.

Bayern will beim Wiedereinstieg unterstützen

Und wie wird das dann im Regelbetrieb laufen? „Da das Infektionsgeschehen dynamisch ist, wird man sehen, welche Hygieneschutzmaßnahmen im September erforderlich sein werden“, unterstrich der Sprecher. „Wir sind auf verschiedene Szenarien vorbereitet.“  Was das Lernen betrifft: Wenn der Unterricht wieder regulär läuft, ist nicht gleich alles wie gehabt: „Es wird auf jede Fall Phasen des Ankommens geben, um die Schülerinnen und Schüler beim Wiedereinstieg in den Schulalltag zu unterstützen“, verspricht der Ministeriumssprecher.

Schrittweise Lockerungen seit April

Der Freistaat lockert seit Wochen den Schulbetrieb sukzessive in vier Schritten: In einem ersten Schritt hat am 27. April der Präsenzunterricht in der Schule begonnen. In einem zweiten Schritt folgten ab 11. Mai die Jahrgangsstufe 4 sowie die Jahrgangsstufen, die im nächsten Jahr ihren Abschluss abstreben. Am 18. Mai folgten in einem dritten Schritt unter anderem die Jahrgangsstufe 1 der Grundschulen, der Jahrgansstufe 5 der Mittelschulen sowie die 5 und 6 der Realschulen und Gymnasien. Am Montag nach den Pfingstferien starteten in einem vierten Schritt alle weiteren Jahrgangsstufen wieder mit dem Präsenzunterricht.

In der Regel gebe es derzeit einen gestaffelten Unterricht – indem die Gruppe wöchentlich wechselt, die in der Schule und zuhause unterrichtet wird. Wie sie den Unterricht in Zeiten von Corona gestalten, regeln laut dem Sprecher die einzelnen Schulen. „Sie erhalten Gestaltungsspielraum, um ein möglichst stabiles und verlässliches Unterrichtsangebot zu unterbreiten.“ Allerdings sei die Stundentafel natürlich reduziert.

Bayern führt vorübergehende Maskenpflicht im Unterricht ein

Inzwischen haben Bayerns Ministerpräsident Markus Söder und der bayerische Kultusminister Michael Piazolo bekannt gegeben, dass nach den Ferien zum Vollunterricht zurückgekehrt werden soll.  Mit Ausnahme der Grundschule gilt an allen Schulen in den ersten zwei Wochen nach den Ferien Maskenpflicht auch im Unterricht. Die Regelung hängt später vom Infektionsgeschehen ab: Sollten über 35 Infektionen auf 100.000 Personen innerhalb von sieben Tagen in der Region gemeldet werden, müssen die Schüler Mund und Nase auch in den Klassenräumen bedecken.

Sachsen-Anhalt: Schulleiter entscheidet über Maskenpflicht

Auch in Sachsen-Anhalt ging das Ministerium davon aus,  zum Schuljahresstart am 27. August 2020 mit einem Regelbetrieb ins neue Schuljahr zu starten. Dabei werden sicherlich auch zu diesem Zeitpunkt Hygienemaßnahmen notwendig sein. "Grundsätzlich ist die Entscheidung über einen Regelbetrieb weiterhin vom Infektionsgeschehen abhängig", sagte eine Sprecherin auf Anfrage zu KOMMUNAL.

"Gerade in den ersten zwei Wochen nach Schulbeginn kommt es darauf an, besonders konsequent Gefahren auszuschließen. Die von den jeweiligen Gesundheitsbehörden vorgegebenen Schutzmaßnahmen sind dabei einzuhalten", betonte die Sprecherin des Ministeriums. Am 27. und 28. August galt uneingeschränkt die Maskenpflicht außerhalb des eigentlichen Unterrichts.

Generell gilt die Verpflichtung für alle, einen Mund-Nasen-Bedeckung bei sich zu führen. "Die Schulleiterin oder der Schulleiter entscheidet darüber, ob auf Grund der baulichen Gegebenheiten vor Ort von allen Personen innerhalb des Schulgebäudes, oder dort wo der Abstand von 1,50 Metern nicht eingehalten werden kann, jedoch nicht während des Unterrichts, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen ist", heißt es auf der Homepage des Ministeriums

Nordrhein-Westfalen: Abstimmungen vor regulärem Unterricht laufen

Das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration in Nordrhein-Westfalen sagt: "Wenn es um die Bildung von Kindern und Jugendlichen geht, dann zählt jeder Tag." Das Bundesland will den nächsten Schritt zu einem verantwortungsvollen Normalbetrieb an den Grundschulen auch noch vor den Sommerferien gehen.

NRW schafft Maskenpflicht im Unterricht ab

Als einziges Bundesland führte Nordrhein-Westfalen auch im Unterricht eine Maskenpflicht ein. Sie galt an weiterbildenden und berufsbildenden Schulen vorerst bis Ende August. Bis zum 15. September hat die Landesregierung in NRW die Corona-Betreuungs-Verordnung nun vorerst verlängert.  Die Bestimmungen zur grundsätzlichen Maskenpflicht im Schulgebäude und auf dem Schulgelände gelten weiter. Die Plicht, auch am Sitzplatz im Unterricht eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen, gilt hingegen nicht mehr.

Die Entwicklung des Infektionsgeschehens in Nordrhein-Westfalen und die bisherigen positiven Erfahrungen an den Schulen machen diesen Schritt möglich", heißt es in einer Mitteilung.  Das Schutzkonzept für Schulen bestehe aus drei Säulen: Hygienekonzepte, qualifizierte Rückverfolgbarkeit und Mund-Nasen-Schutz.

Eingeschränkter Regelbetrieb in Niedersachsen

"Wir planen das neue Schuljahr 2020/2021 auf der Basis von Normalität." Mit diesen Worten hat Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne die Pläne für den Schulunterricht nach den Sommerferien vorgestellt. Er betonte dabei: "Stand heute kommen wir mit Blick auf das aktuelle Infektionsgeschehen zu der klaren Einschätzung, dass das Schuljahr  im eingeschränkten Regelbetrieb startet. Im Endeffekt bedeutet dies, dass wir die ‚Schule wie immer‘ starten, allerdings mit ein paar Sonderregelungen bedingt durch das Coronavirus." Was das bedeutet, lesen Sie hier.

Hamburg: Regelunterricht doch eingeführt

Hamburg ist ebenfalls zum regulären Unterricht zurückgekehrt. "Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben ihre Wirkung alle sichtbar entfaltet", begründet der Schulsenator Thies Rabe den Schritt. Das Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung gilt im gesamten Schulbereich, außer am Sitzplatz im Unterricht und nicht für Schülerinnen und Schüler bis einschließlich Klassenstufe 4.

Der Schulsenator hatte sich vor einigen Wochen  noch zurückhaltend geäußert . "Bei den weiterführenden Schulen werden wir mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls in den Regelbetrieb zurückkehren", sagte Rabe damals dem Hörfunksender NDR 90,3.  "Hier kann es aber sein, dass wir vor dem Hintergrund des Infektionsgeschehens noch kurzfristig Anpassungen vornehmen müssen." Er sei sich sehr sicher, dass auch für die Klassenstufen 5 und 6 der volle Regelunterricht stattfinden werde. "Für die höheren Klassenstufen ist der volle Regelunterricht wahrscheinlich, aber nicht ganz so sicher wie für die Grundschule."

Für die Grundschulen sei die Öffnung sicher, versprach Rabe. Die Wissenschaftler hätten bei der Konferenz der Regierungschefs mit der Kanzlerin überzeugend deutlich gemacht, dass insbesondere jüngere Kinder von der Pandemie kaum betroffen seien und es an der Zeit ist, die Schulen für sie wieder zu öffnen, so Rabe in dem NDR 90,3-Interview weiter. "Wenn wir jetzt die Schulen für den Regelbetrieb vorbereiten, planen wir zugleich intensive Tests. Dazu zählt, dass sich alle, die an den Schulen mit Kindern und Jugendlichen arbeiten, kostenlos testen lassen können." Zudem sollen für alle Beschäftigten auf Wunsch transparente Visiere besorgt werden. Das neue Schuljahr startete in Hamburg am 6. August.

Berlin: Regulärer Unterricht ohne Maskenpflicht

Mit Beginn des Schuljahrs 2020/21, das bereits früh startete, bieten die Berliner Schulen einen geregelten, durchgehenden Unterricht für alle Schülerinnen und Schüler an. In allen Schulen gilt bis auf den Unterricht und bei ergänzender Förderung und Betreuung die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung in geschlossenen Räumen.

Für Personen, die auf Grund einer gesundheitlichen Beeinträchtigung keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen können, gilt diese Pflicht nicht. Auf den Schulhöfen oder bei Aktivitäten im Freien kann auf eine Mund-Nasen-Bedeckung verzichtet werden. Eltern müssen wie alle schulfremden Personen immer eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen. Weitere Antworten auf Fragen.

Saarland: Keine überarbeiteten Lehrpläne nach dem Ferien

Im Saarland gelten die Stundentafeln der entsprechenden Schulordnungen. Das heißt: Die Lehrpläne werden nicht angepasst, sondern die prüfungsrelevanten Lerninhalte werden eingegrenzt. Aus schulorganisatorischen Gründen sind Abweichungen von der Stundenplanung möglich, beispielsweise durch personelle oder räumliche Gegebenheiten vor Ort. Hier weitere Informationen.

Hessen: Schulen können über Maskenpflicht entscheiden

In Hessen schreibt Kultusminister Alexander Lorz in einem Brief an die Eltern: "Die Strategie der Hessischen Landesregierung, besonnen mit allen Öffnungsschritten umzugehen, hat Erfolg gezeigt. Unser Ziel ist es, im kommenden Schuljahr 2020/2021 den Regelbetrieb an allen Schulen wiederaufzunehmen – sofern das Infektionsgeschehen dies zulässt. Der Präsenzunterricht wird an fünf Tagen in der Woche für alle Schülerinnen und Schüler stattfinden."

In Hessen ist landesweit  das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes lediglich außerhalb der Klassen- und Unterrichtsräume verpflichtend. Schulleitungen können jedoch mit Zustimmung der Schulkonferenz eine solche Pflicht aussetzen. Darüber hinaus können Gesundheitsämter im Einzelfall auch eine Pflicht zum Tragen des Mund-Nasen-Schutzes verfügen, um damit auf ein schulbezogenes Ausbruchsgeschehen reagieren zu können.

Das Kultusministerium in Hessen weist darauf hin, dass Lehrkräfte sowie sozialpädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die 60 Jahre und älter sind, künftig nicht mehr automatisch von der Präsenzpflicht freigestellt sind. Hier weitere Informationen,

Baden-Württemberg warnt vor Reisen in Risikogebiete

 Ministerpräsident Winfried Kretschman hielt die Rückkehr zum normalen Unterricht nach den Ferien für nicht realistisch.  Denn es fehlten die Lehrer. Bis zu 20 Prozent zählten zum Kreis der Risikogruppen. Ziel ist, zum Schulstart ab 12. September an allen Schulen im Land wieder einen Regelschulbetrieb für alle Schülerinnen und Schüler zu ermöglichen. An die Stelle des Abstandsgebots treten Gruppen in fester Zusammensetzung. Das Kultusministerium rät grundsätzlich davon ab, Reisen in Risikogebiete zu unternehmen. Beamte und Arbeitnehmer des Landes, die bewusst in Risikogebiete reisen, gefährden ihre eigene Gesundheit, ihre Dienstleistungsbereitschaft und die Gesundheit der Menschen, denen sie versprochen haben zu dienen, heißt es in einer Mitteilung. Lehrkräfte seien als Landesbeamtinnen und -beamte oder Angestellte des Landes an die Hinweise des Innenministeriums gebunden. Diese sehen vor, dass Lehrer, die bis zum Vorliegen eines negativen Testergebnisses in Quarantäne müssen, sicherstellen müssen, dass sie nach der Rückkehr aus dem Urlaub von zu Hause aus arbeiten können. Sie stehen von dort uneingeschränkt für Fernlernangebote zur Verfügung.

 Ampelsystem an Thüringens Schulen

Am 31. August begann in Thüringen das neue Schuljahr mit Präsenzunterricht. Bildungsminister Helmut Holter verweist darauf, dass der bereits zu Beginn der Sommerferien entwickelte Stufenplan weiter gilt. Er besteht aus einem Ampelsystem aus Grün (Regelbetrieb mit vorbeugendem Infektionsschutz, Gelb (eingeschränkter Präsenzunterricht mit erhöhtem Infektionsschutz und Rot (Schließung von Einrichtungen).

Vier-Stufen-Plan für Schulen in Sachsen

Die Schulen in Sachsen starten am 31. August 2020 in den Normalbetrieb unter Pandemiebedingungen.  485.000 Schülerinnen und Schüler werden an fünf Tagen in der Woche in ihren Klassen und Kursen nach den geltenden Stundentafeln und Lehrplänen unterrichtet, um auf das Pandemiegeschehen reagieren zu können und eine Ausbreitung zu verhindern, hat das Kultusministerium gemeinsam mit dem Sozialministerium und in Abstimmung mit den kommunalen Spitzenverbänden einen Vier-Stufen-Plan vorbereitet, der bei lokalen Ausbrüchen ein schnelles und sicheres Handeln der Schulen und Kitas ermöglicht.

Rheinland-Pfalz: Handreichung für Präsenz- und Fernunterricht

Alle  Schulen in Rheinland-Pfalz starten in den regulären Unterrichtsbetrieb. "So normal wie möglich, aber so bedacht und sorgfältig wie nötig", heißt es beim dortigen Billdungsministerium. Es müssten aber weiterhin besondere Hygiene- und Schutzmaßnahmen einhalten werden. Wie das Schuljahr verläuft, ist überall offen. Gemeinsam mit dem Pädagogischen Landesinstitut hat das Ministerium deshalb eine Handreichung zum Thema "Lernen gestalten im Präsenz- und Fernunterricht entwickelt, schreibt Ministerium Stefanie Hubig in einem Brief an die Eltern.

Bremen: Wann Befreiungen vom Unterricht möglich sind

In Bremen gilt: Das kommende Schuljahr steht unter der Vorgabe "So viel Präsenzunterricht wie möglich, so viel Distanzunterricht wie nötig". Schülerinnen und Schüler mit Vorerkrankungen oder geschwächtem Immunsystem können von der Teilnahme am Unterricht befreit werden, ebenso Schülerinnen und Schüler mit Beeinträchtigungen, die es aus medizinischer Sicht angeraten sein lassen, eine Präsenz in Einrichtungen nicht zu verlangen. Am 25. August hat der Bremer Senat eine Maskenpflicht für Schülerinnen und Schüler an weiterführende Schulen in den jeweiligen Schulgebäude, aber nicht für den Unterricht beschlossen.

Schleswig-Holstein: Keine Abstandsregelungen innerhalb einer Gruppe

Das Land Schleswig-Holstein sieht  eine Rückkehr aller Schularten zum normalen Unterrichtsbetrieb vor. Es soll ohne Abstandsregelungen innerhalb bestimmter Kohorten unter Beachtung der Hygienevorschriften gemäß Stundentafel unterrichtet werden, heißt es in einer Mitteilung. Um im Falle eines Ansteigens der Infektionszahlen reaktionsfähig zu sein, besteht für Schulen und Bildungsverwaltung ein Plan für die Schulorganisation, der vom Regelbetrieb unter Pandemie-Bedingungen bis zur Möglichkeit der Schulschließung reicht.

Mindestabstand in Mecklenburg-Vorpommern

Nachdem  an mehreren Schulen Corona-Infektionen registriert wurden, pocht das Bildungsministerium auf die Einhaltung des Mindestabstands auch unter Lehrkräften, wie der NDR berichtete. Der Mindestabstand von 1,50 Metern gelte auch in Lehrerzimmern, Sekretariaten und anderen Räumen der Schule. Auch für Elternversammlungen gebe es jetzt Hygienehinweise, heißt es. Demnach müssen Schulen jede Elternversammlung bei ihrem Gesundheitsamt anmelden und den Mindestabstand zwischen den Vertretern verschiedener Familien jederzeit garantiere.

Brandenburg:  Regulärer Schulunterricht ab 10. August

An den Brandenburger Schulen wurde der Unterricht nach den Sommerferien am 10. August wieder aufgenommen. Alle Schülerinnen und Schüler gehen wieder zur Schule und werden auf Grundlage der Stundentafel beziehungsweise des Kurssystems in der gymnasialen Oberstufe unterrichtet. Wegen möglicher Bildungslücken bei den Schülerinnen und Schülern behält sich Brandenburgs Bildungsministerin Britta Ernst vor, angesichts der Corona-Pandemie für die Osterferien kommenden Jahres Pflichtunterricht anzuordnen, wie das Deutsche Schulportal in seinem Newsblog meldet.

Im Unterricht und auf dem Schulhof soll die Maske nicht Pflicht sein. Schulessen soll weiterhin ermöglicht werden. Der Betrieb von Schulkantinen bzw. der Einsatz von Personal zur Schulverpflegung ist unter Beachtung der Hygienevorschriften, die im Hygieneplan zu dokumentieren sind, möglich. Den Lehrerinnen und Lehrer wird die Möglichkeit gegeben, sich auf freiwilliger Basis regelmäßig alle zwei Wochen bei Ihrem Hausarzt auf Covid-19 testen zu lassen. Die Kosten trägt das Land; hierzu ist eine entsprechende Vereinbarung mit der Kassenärztlichen Vereinigung Berlin-Brandenburg vorgesehen.

Individuelle Förderprogramme gefordert

Die Lehrergewerkschaft GEW in Brandenburg forderte dass die notwendigen Voraussetzungen und Vorgaben noch vor Beginn der Sommerferien durch die Landesregierung geschaffen und geregelt werden. GEW-Chef Günther Fuchs verlangte individuelle Förderprogramme für alle Schülerinnen und Schüler. Zuvor müssten der jeweilige Lernentwicklungsstand  festgestellt werden. Dazu bräuchten die Schulen Zeit und Unterstützung.

Schulen von Bürokratie bei Regelunterricht entlasten

"Es ist wichtig, dass die Schulen von unnötiger Bürokratie entlastet werden und das Ministerium einen Rahmen für die Vermittlung der basalen Kompetenzen vorgibt", betonte der Gewerkschaftsvorsitzende. Dies schließe auch Formen des digitalen Lernens ein. Die Wiederaufnahme des Regelunterrichts ist keine einfache Rückkehr zur Normalität", sagte Fuchs.  Sie müsse durch vielfältige Maßnahmen zur individuellen Förderung und Unterstützung der Schüler ergänzt werden. Er mahnt: "Die Zeit bis zum Beginn der Sommerferien muss genutzt werden, um die dafür notwendigen Voraussetzungen zu schaffen.“ Es gibt jedoch von vielen Seiten Kritik, dass dies nicht ausreichend passiert sei.