Gleichwertige Lebensverhältnisse schaffen - und den ländlichen Raum stärken
Fotolia: Christian Schwier

Den ländlichen Raum stärken!

Gerd Landsberg, der Hauptgeschäftsführer des Deutschen Städte- und Gemeindebundes plädiert in KOMMUNAL dafür, den ländlichen Raum zu stärken!

Deutschlands Kraft liegt in seiner Dezentralität. Vom Föderalismus getragen haben wir viele erfolgreiche regionale Zentren in Deutschland. Darauf beruht auch unser wirtschaftlicher Erfolg. Viele mittelständische Unternehmen haben sich in diesen Räumen immer weiter entwickeln können und sind zu Weltmarktführern geworden. Die Mehrheit der Unternehmen ist nicht in den Ballungszentren zu finden. Auch die Mehrheit der Deutschen lebt nicht in den Metropolen, obwohl der mediale Eindruck häufig ein anderer ist.  

 

Warum wir den ländlichen Raum stärken sollten!

Wir müssen allerdings feststellen, dass es zunehmend Regionen und Gebiete gibt, die von der allgemeinen positiven wirtschaftlichen Entwicklung abgehängt sind. Das Grundgesetz verpflichtet die Politik jedoch dazu, möglichst gleichwertige Lebensverhältnisse in Deutschland anzustreben. Das ist ein wichtiges unverzichtbares Ziel um eine Spaltung des Landes zu verhindern und die Chancengerechtigkeit für die Bürgerinnen und Bürger zu sichern. Die Bildungschancen eines Kindes dürfen nicht davon abhängen, ob es in einer armen oder reichen Region/Stadt aufwächst und zur Schule geht. 

Wir müssen daher aufhören, den politischen Scheinwerfer zu sehr auf die Ballungszentren und deren Probleme zu lenken. Gerade wenn wir die ländlichen Räume stärken, entlasten wir damit auch die überforderten Ballungsräume. Dazu gehört natürlich auch die ländlichen Räume mit schnellem Schienenverkehr und leistungsstarkem Breitband zu erschließen, und die notwendigen Einrichtungen der Daseinsvorsorge vor Ort sicherzustellen. Gut und gerne auch in der Fläche zu leben, entspricht dem Willen der Bürger.

Nach einer Umfrage wollen nur 16 Prozent der Menschen in einer Großstadt leben. Die ganz überwiegende Mehrheit bevorzugt die Mittel oder Kleinstadt beziehungsweise das Dorf.

Den dafür notwendigen Umbauprozess müssen wir in der Kommission gleichwertige Lebensverhältnisse einleiten.  

Mehr zum Thema

Weitere Artikel von Gerd Landsberg

Neuester Inhalt

Immer informiert bleiben!

Jetzt für KOMMUNE.HEUTE anmelden und die Neuigkeiten der kommunalen Welt kommen direkt in Ihr Postfach.
 Ja, ich habe die Datenschutzerklärung verstanden und akzeptiere sie.*

Ja, ich möchte im Newsletter persönlich angesprochen werden! (optional)