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  1. Politik
  2. App-Lösungen
  3. Eine Dorf-App zum Selbstgestalten
Freude in der Kreisverwaltung Soest: Das Dorf-App-Projekt läuft gut.
Die Kreisverwaltung Soest stellt vor: Die Dorf-Apps im eigenen Design.
© Kreis Soest

Dorfentwicklung

Eine Dorf-App zum Selbstgestalten

von Annette Lübbers
Reporterin
15. September 2023
Schaukästen und Zeitungmelden versorgten die Menschen auf dem Land lange mit Informationen. In einem westfälischen Kreis geht man neue Wege. Jedes Dorf kann sich hier eine eigene App gestalten.

Im Zuge des Projekts "Modellorte für Digitalisierung und Nachhaltigkeit" hat man sich im Kreis Soest etwas besonderes einfallen lassen. Die Abteilung "Digitales, Energie, Mobilität und Innovation" hat ein App-Baukasten-System eingeführt, mit dessen Hilfe sich jedes Dorf eine eigene Info-App zusammenstellen kann und das sogar in einem eigenen Design mit Logo und Farbgebung. Auch die Inhalte und Funktionen können frei gewählt werden: News, Chatbereich, Kleinanzeigen, die Abstimmung und Planungen von Dorf-Aktionen sowie die Vernetzung von Gruppen und Vereinen. Auch eine eigene Website kann eingebunden werden

Dorf-App: überschaubare Kosten

Mit dem Entwickler der App hat die Kreisverwaltung einen Rahmenvertrag geschlossen und die fest kalkulierten Preise auf die Dörfer umgelegt. Helena Brüggemann, zuständig für Projektsteuerungen in der Kreisverwaltung, erläutert: "Die App kostet die Dörfer in der Grundversion 10 Euro, maximal bis zu 25 Euro im Jahr. Die Anzahl der User und Userinnen ist nicht limitiert." Zudem sei die Bedienung kinderleicht und auch nichttechnikaffine Nutzerinnen und Nutzer kämen nach einer Stunde Einführung prima damit zurecht. Waldemar Janzen, im Kreis zuständig für Mobilität: "Tatsächlich lässt sich die App strategisch noch weiter entwickeln. Möglich ist zum Beispiel auch das Einbinden von Formularen oder Verkehrs-Infos. Allerdings braucht es für diese Erweiterung dann auch ein Stück weit Expertise."   

Die Dorf-App: Jedes Dorf kann seine App individuell gestalten.

Dorf-App: Erste Erfolge

Helema Brüggemann unterstreicht: "Gerade in der Pandemiezeit war die Kommunikation ein wichtiges Thema. Schnell haben wir festgestellt, dass die App Anklang findet. So hat zum Beispiel eine Saubermach-Aktion in einem der Dörfer, zu der normalerweise vielleicht zehn Menschen kommen, zu 35 Teilnehmern und Teilnehmerinnen geführt. Ein Zeichen dafür, wie schnell man Informationen via App in den Dörfern verbreiten kann." Der Erfolg der App spricht sich herum: Von den etwa 180 Dörfern im Kreis Soest haben bereits eine Woche nach der Einführung 15 Dörfer um Informationen über das Projekt gebeten. "Das Interesse ist tatsächlich sehr groß und die Rückmeldung bislang auch sehr positiv", erklärt Waldemar Janzen.  

 Kreisverwaltung gibt Auskunft

Helena Brüggemann steht für Anfragen aus anderen Kommunen gerne zur Verfügung. Größere Städte, sagt sie, müssten allerdings andere Angebote recherchieren: "Die Kapazitäten dieser speziellen App sind natürlich endlich, wenn das Angebot nicht an Übersichtlichkeit verlieren soll. Mit einem höheren Budget gibt es allerdings auch für größere Kommunen gute Lösungen."  Im Kreis Soest wird derzeit an einer eigenen Website für das Projekt gearbeitet.    Zur Homepage der Kreisverwaltung Soest.

  

Gruppenbild vor digitaler Mitfahrbank

Dörfer im Aufbruch: Drei Zukunftskonzepte

Drei Kommunen, drei Zukunftskonzepte - digitale Mitfahrbank, E-Ladestellen und Dauer-Kunstprojekt.
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Fotocredits: Kreis Soest
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