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  3. Dortmund: Schlagstöcke für das Ordnungsamt
Das Dortmunder Ordnungsamt bekommt Schlagstöcke
© Fotolia: Peterchen

Dortmund: Schlagstöcke für das Ordnungsamt

21. Januar 2019
Die Gewalt gegen Ordnungsdienstler in Dortmund ist ein Problem. Deshalb werden jetzt die Mitarbeiter, die dienstlich auf der Straße unterwegs sind, mit Schlagstöcken ausgestattet

Das Ordnungsamt verteilt Knöllchen, maßregelt Hundehalter oder weist auf fehlende Umweltplaketten hin. Doch für ihre Arbeit ernten die Mitarbeiter auf der Straße häufig keine Anerkennung, sondern Wut, Respektlosigkeit und Gewalt. So sind in den letzten Jahren immer wieder Fälle bekannt geworden, in denen die Ordnungsddienstmitarbeiter Opfer von Beleidigungen, Bedrohungen oder Verletzungen wurden.

Die Stadt Dortmund will nun auf die Geschehnisse reagieren und stattet die Ordnungskräfte mit Schlagstöcken aus.

Dortmunder Ordnungsamt bekommt Schlagstöcke

Neben Schutzwesten, Handschellen und Pfefferspray sollen die Mitarbeiter nun also auch Schlagstöcke erhalten. Wie die Stichschutzweste auch gehöre der Schlagstock zur persönlichen Schutzausrichtung der Ordnungsdienst-Mitarbeiter, sagte Norbert Dahmen, der Ordnungsdezernent der Stadt in der Zeitung WAZ.

Die Oberbürgermeisterin Ullrich Sierau (SPD) hatte sich zuvor persönlich für die Ausrüstung stark gemacht. Sie erklärte, dass den Mitarbeitern damit "ein Stück Wertschätzung" gegeben werde, weil sie dem agressiven Verhalten von Bürgern ausgesetzt seien. Bereits in einer Tesphase hatte Dortmund den Einsatz der Schlagstöcke erlaubt.

Ulrich Silberbach macht auf der Jahrestagung des Beamtenbundes dbb auch das Streben nach der schwarzen Null verantwortlich für die vermehrten Angriffe auf Mitarbeiter im öffentlichen Dienst.

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Für 46 Schlagstöcke plus Halterung zahlt Dortmund nun 11.000 Euro.

Andere Städte statten ihre Ordnungsdienstmitarbeiter mit Schusswaffen aus

Dass gewalttätige Bürger Ordnungsdienstmitarbeiter angreifen, beschäftigt nicht nur Dortmund sondern auch weitere Kommunen. Deshalb ist die nordrhein-westfälische Stadt auch nicht die erste, die ihre Ordnungskräfte mit Schlagstöcken ausstattet. In anderen Städten wie Bonn, Wuppteral, Düren oder Berlin tragen die Mitarbeiter die Schlagstöcke schon länger.

Die Stadt Frankfurt ist in den letzten Jahren sogar noch einen Schritt weiter gegangen und hat sein Ordnungsamt mit Schusswaffen ausgestattet und in Dresden können die Ordnungskräfte im Notfall eine Schreckschusspistole abfeuern.

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Dortmund scheint mit der Aufrüstung also nicht allein zu sein. Dennoch gibt es Kritik an den Maßnahmen. So erklärte Heiko Müller, der Vizechef der Polizeigewerkschaft NRW, dass das Gewaltmonopol bei der Polizei bleiben müsse.

Dortmunds Ordnungsamt bekommt Schlagstöcke
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