Schüler für das Ehrenamt begeistern
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Schüler fürs Ehrenamt begeistern

Mo, 13.05.2019

In vielen Orten finden sich keine Kandidaten für das Bürgermeisteramt oder die Ratssitze. Deshalb plädiert der Gemeinde- und Städtebund Rheinland-Pfalz dafür, stärker für das Ehrenamt zu werben. Auch Schüler sollen schon früh in Kontakt mit kommunalen Themen kommen.

Der Kandidatenmangel wird zum Trend!

Gerade in kleineren Kommunen finden sich keine Bürger, die sich ehrenamtlich engagieren wollen - etwa als Bürgermeister oder im Gemeinderat.

So haben sich in 465 rheinland-pfälzischen Gemeinden bis zum Ende der Einreichungsfrist keine Bewerber für das Amt des Bürgermeisters gefunden. Das sind 59 Gemeinden mehr als bei der Kommunalwahl vor fünf Jahren.

"Der Gemeinde- und Städtebund ist zuversichtlich, dass wie bei der letzten Kommunalwahl in den Monaten nach der Wahl durch die Räte in den jeweiligen Gemeinden eine Bürgermeisterin oder ein Bürgermeister gefunden wird. Gerade bei den Kandidatinnen und Kandidaten für die Ratssitze mussten wir aber feststellen, dass es zunehmend schwieriger wird, Menschen zu finden, die sich ehrenamtlich engagieren wollen. Das beobachten wir mit Sorge", erklärt Karl-Heinz Frieden, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Gemeinde- und Städtebundes Rheinland-Pfalz.

 

Wie kann man junge Menschen für das Ehrenamt begeistern?

 

Die Zukunft einer Stadt oder Gemeinde mitzugestalten, ist eine spannende Aufgabe, die viel Zeit in Anspruch nimmt - doch gerade in kleineren Gemeinden kann es zur Belastung werden, die kommunale Arbeit noch nebenberuflich zu stemmen. Denn laut Frieden wird das Arbeitsleben immer schnelllebiger und fordernder, sodass viele Menschen nicht mehr genügend Zeit für Job, Familie und kommunales Ehrenamt haben.

Doch: Wie können Kommunen wieder mehr junge Menschen für die Tätigkeit begeistern? Und wie findet man Menschen, die sich für ihre Kommune engagieren wollen?

Karl-Heinz Frieden hat einen Vorschlag: "Wir müssen weiter werben und schon früh ansetzen. Der Besuch im Landtag ist für viele Schulklassen obligatorisch, dabei ist die Teilnahme an einer Ratssitzung viel leichter zu bewerkstelligen und kann dabei sogar Themen ansprechen, die die Schülerinnen und Schüler wirklich interessieren.“

Zudem pädiert Frieden auch für ein Umdenken in der Gesellschaft und insbesondere bei den Arbeitgebern: In Zeiten des Fachkräftemangels sollte es mit dazu gehören, dem dringend benötigten Personal Freiraum für die kommunale Tätigkeit zu geben.

 

Ehrenamt: In Kommunen fehlen Bürgermeister-Kandidaten
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