Die 3 Bäume für die Einheit stehen nun erstmals in einer Stadt in Frankreich

Deutsches Einheitsdenkmal auch in Frankreich

Drei Bäume sollen deutschlandweit in Kommunen die deutsche Einheit symbolisieren. Eine Buche (für Westdeutschland), eine Kiefer (für Ostdeutschland) und eine Eiche für das wiedervereinigte Deutschland. Schirmherrin der Aktion ist Bundeskanzlerin Angela Merkel. Erstmals ist nun ein solches Denkmal außerhalb Deutschlands entstanden. Als Zeichen für die deutsch-französische Freundschaft!

Drei Bäume für die Einheit - diese Idee hatte im Jahr 2013 beim Zukunftswettbewerb von Bundeskanzlerin Angela Merkel gewonnen. Damals gingen mehr als 11.000 Vorschläge ein, Merkel übernahm für diese Aktion die Patenschaft. Seither sind in Deutschland mehr als 300 solche Einheitsdenkmäler in über 300 Kommunen entstanden. Nach dem immer gleichen Prinzip: Symbolisch für den Westen soll eine Buche und für den Osten eine Kiefer stehen. Die traditionsreiche Eiche steht für das wiedervereinigte Deutschland. Bänke oder Erinnerungstafeln sollen die Denkmäler ergänzen und es zu einem Treffpunkt für die Bürger werden lassen.

 

Einheitsdenkmal: Mende in Frankreich hat eine eigene Variante 

 

Eine der ersten Einheitsdenkmäler entstand im bayerischen Wunsiedel. Nicht ohne Grund. Der Erfinder der Einheitsbäume lebt hier. Deren Partnerstadt Mende in Frankreich ließ sich davon inspirieren und entwarf nun ein Denkmal mit der Bezeichnung "Drei Bäume für die Freundschaft". Ein Ahornbaum steht dort für Mende, ein weiterer für die Partnerstadt Wunsiedel und eine Birke für den deutsch-französischen Freundschaftsvertrag von 1963. Die Ahornbäume wurden deshalb ausgesucht, weil es der erste "neutrale" Baum war, der von Politikern aus beiden Ländern nach dem Krieg gepflanzt wurde. Damit hat das Denkmal neben der Erinnerung an die Wiedervereinigung eine zusätzliche Funktion als Denkmal der Freundschaft zwischen Frankreich und Deutschland erhalten.

 

Initiatoren suchen weitere Kommunen für das Einheitsdenkmal

 

Inzwischen ist es vor allem die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, die zahlreiche der Denkmäler auf eigene Kosten in Abstimmung mit Kommunen errichtet. Auch die Kosten werden über Sponsoren finanziert, so dass auf interessierte Kommunen in der Regel keine Kosten zukommen - es benötigt lediglich einen geeigneten Platz oder eine geeignete Fläche. Denn das Einheitsdenkmal wird stets als gleichseitiges Dreieck mit je zehn Meter Seitenlänge gepflanzt. Das Zusammenwachsen der Kronen soll dann das Zusammenwachsen Deutschlands symbolisieren. Kanzlerin Merkel hatte das Einheitsdenkmal in einer ihrer Reden als "kleine Inseln der Erinnerung und Begegnung" bezeichnet. 

Die Initiatoren rechnen vor allem rund um den 30. Jahrestag der Wiedervereinigung (3. Oktober 2020) mit zahlreichen weiteren Einweihungen auch in deutschen Städten. Interessierte Kommunen können sich direkt an die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald (SDW) richten, die alle weiteren organisatorischen Dinge übernehmen. Hier geht es direkt zum Link mit weiterführenden Informationen und Kontaktdaten: https://www.sdw.de/projekte/einheitsdenkmal/index.html

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