Nachbarschaftspreis: Ein Hoch auf soziales Engagement

Sie helfen Ihren Nachbarn im Alltag? Engagieren sich bei einem Projekt, das die Nachbarschafts bereichern will? Sie treten ein für ein offenes, solidarisches und demokratisches Miteinander? Dann bewerben Sie sich jetzt für den Deutschen Nachbarschaftspreis!

Aktive Nachbarschaftshilfe hat viele Gesichter - Die Blumen gießen, wenn die Nachbarn im Urlaub sind, die alte Dame von nebenan zum Einkaufen mitnehmen, oder auch an einer Hausfassade hochklettern, um einen abstürzenden Jungen zu retten, wie es der "Spiderman von Paris", Mamoudou Gassama, gerade erst spektakulär vorgemacht hat. Auf all diese Hilfeleistungen ist eine gut funktionierende Gemeinschaft angewiesen. Denn die Nachbarschaft ist der Ort, an dem Menschen zusammenkommen, sich austauschen, das Miteinander ganz aktiv gestalten und sich gegenseitig unterstützen. Nachbarn leisten im Kleinen einen großen und wichtigen Beitrag für unsere Gesellschaft. Und damit für jeden Einzelnen von uns. Um das soziale Engagement zu fördern und gute Beispiele bekannt zu machen, sucht die nebenan.de-Stiftung in Kooperation mit den kommunalen Spitzenverbänden nun schon zum zweiten Mal nach Anwärtern für den Deutschen Nachbarschaftspreis.

Bewerbungsphase für Nachbarschaftspreis läuft

Der Nachbarschaftspreis soll soziales Engagement bundesweit belohnen und richtet sich an aktive Nachbarn, Nachbarschaftsvereine, Stadtteilzentren, gemeinnützige Organisationen und Sozialunternehmen. Noch bis zum 1. Juli läuft die Bewerbungsphase. Dotiert ist der Preis mit über 50.000 Euro. Die Schirmherrschaft hat Horst Seehofer, Bundesminister des Innern, für Bau und Heimat, übernommen.Vorschläge können unter www.nachbarschaftspreis.de/vorschlagen eingereicht werden. Die Stiftung nimmt dann direkt mit den Projektverantwortlichen Kontakt auf. Bewerbungen werden unter www.nachbarschaftspreis.de gesucht. Es werden sowohl Bundes- als auch Landessieger ernannt. Am 5. September finden dann die Preisverleihung statt.

Der Nachbarschaftspreis 2017

Im letzten Jahr gewann auf Bundesebene das Projekt "Tag des guten Lebens" der Bürgerinitiative Agora Köln. Für die Kölner Veranstaltung werden vier Mal im Jahr die Straßen eines anderen Viertels gesperrt. An diesen vier Tagen gibt es jeweils etwa 200 Aktionen und Begegnungsformate, wie Nachbarschaftsfrühstücke, kleine Flohmärkte, Leseaktionen, Sport und Spiel sowie politische Diskussionen. Bei zahlreichen „Veedelstreffen“ versammeln sich hunderte engagierte Nachbarn und bereiten die Aktionen monatelang vor. Den zweiten Platz teilten sich die Projekte "Lebensmittel retten Magdeburg", bei der Bürger des Stadtteils Stadtfeld nicht mehr verkäufliche Lebensmittel bei Supermärkten und Bäckereien abholen und in eine Verteilstation bringen und das Projekt "Wir in Witzin", bei dem die selbsternannten "Dorfmacher" dem mecklenburgvorpommernschen Witzin neues Leben einhauchen.

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