D. Walchshäusl
Jugendliche Teilnehmer an der Zukunftswerkstatt

Jugend Forsch!

Viele Kommunen versuchen, Jugendliche an politischen Prozessen zu beteiligen. Häufig jedoch mit mäßigem Erfolg. Das muss nicht sein: Immer mehr Städte machen vor, wie es funktionieren kann. Zwischen Ems und Bodensee – hier hat sich viel Jugend entwickelt. Wir zeigen Mutmacher-Beispiele!

Die Kinder und Jugendlichen, die heute in den Dörfern und Städten leben, werden die Politik der kommenden Jahrzehnte gestalten und unsere Gesellschaft prägen. Wenn sie denn bleiben. Und genau das ist eines der wichtigsten Motive der Jugendbeteiligung: Jugendliche zu animieren, ihrer Heimat treu zu bleiben.  „Demokratie funktioniert nicht von selbst. Demokratie muss gelernt und gelebt werden und in der Schule geschieht das nur auf theoretischer Ebene“, sagt Angelika Vogt von der Landeskoordinierungsstelle Demokratiezentrum Baden-Württemberg. Die Jugendstiftung Baden-Württemberg hat hierzu gemeinsam mit dem Landesjugendring Baden-Württemberg 2012 das Programm „Jugend Bewegt“ entwickelt, das sich speziell an Kommunen richtet und nachhaltig Partizipation von jungen Menschen fördern möchte. Teilnehmende Kommunen werden bei „Jugend BeWegt“ bis zu zwei Jahre lang intensiv begleitet und gecoacht. Ein erfolgreiches Konzept, das bereits in über 40 Kommunen in Baden-Württemberg umgesetzt wurde und wird. Ein wesentlicher Aspekt ist der Kampf gegen die Abwanderung junger Leute aus kleineren ländlichen Orten. 

 

Jugendliche, die mitgestalten können, bleiben der Heimat treuer 

 

Neben der Belebung der Kommunen und der langfristigen Verjüngung der politischen Gremien ist einer der wichtigsten Gründe das aktive Erfahren von Demokratie. „Partizipation ist eine wesentliche Form von Extremismusbekämpfung“, sagt Angelika Vogt. „Jugendliche, die sich selbst beteiligen, sind wesentlich weniger gefährdet.“

In der aktuellen September-Ausgabe der KOMMUNAL stellen wir Ihnen unter anderem Jürgen Ziegler vor. Er ist nicht nur Kreisjugendpfleger im Landkreis Kulmbach, sondern auch Geschäftsführer des Kreisjugendrings. Ausführlich geht unsere Reportage auf sein Projekt "Zukunftswerkstatt" ein. 

 

Das Konzept zielt darauf ab, von den Jugendlichen einer Kommune erst einmal zu erfahren, „wo der Schuh drückt“. Am Beginn der Werkstatt steht jeweils ein persönlicher Brief des Bürgermeisters, in dem er alle Kinder und Jugendlichen zwischen 12 und 18 Jahre für einen dreistündigen Abend dazu einlädt, ihre Visionen von einer jugendfreundlichen Kommune zu erarbeiten. Die Jugendlichen treffen sich dann üblicherweise in einer Turnhalle und verbringen jeweils 20 Minuten in einer der drei dort eingerichteten Ecken. Was einfach klingt, braucht gute Vorbereitung und eine für Jugendliche ansprechende Umsetzung. All diese Punkte hat die Zukunftswerkstatt im Landkreis Kulmbach in jahrelanger Erfahrung berücksichtigt. In unserer Reportage im aktuellen Magazin erklären wir Ihnen konkret, wie die Pläne funktionieren, werfen einen Blick hinter die Kulissen. 

 

„Damit ein Kinder- und Jugendparlament auf Dauer bestehen kann, sollten die Delegierten über einen eigenen Etat verfügen.“

 

 

Dieter Krone, Oberbürgermeister der Stadt Lingen (Ems)

Die Konzepte sind unterschiedlich, die Grundidee fast immer die Gleiche 

 

In der Reportage werfen wir auch einen Blick nach Norddeutschland, genauer nach Lingen an der Ems in Niedersachsen. Schon seit über 20 Jahren gibt es dort Kinder- und Jugendparlamenten. Mit durchaus erstaunlichen Erfolgen. Das Lingener Kinder- und Jugendparlament arbeitet an den verschiedensten Projekten in der Stadt mit, wobei ein Schwerpunkt auf dem Thema der Verkehrssicherheit und dem Radverkehrsnetz liegt. Das Erfolgsrezept laut Oberbürgermeister Dieter Krone: „Die Jugendlichen müssen über einen eigenen Etat verfügen“. In der aktuellen Ausgabe der KOMMUNAL kommt er ebenso ausführlich zu Wort, wie Jugendliche aus Lingen selbst. Eine Mutmacher-Geschichte aus Kiel rundet die Story ab. Ein Bericht, den Sie nicht verpassen sollten. Schließen auch Sie sich den bereits mehr als 100.000 Abonnenten an und werden Sie Teil der KOMMUNAL-Familie. Und weil Sie natürlich nicht "die Katze im Sack" kaufen sollen, bieten wir Ihnen 3 Ausgaben kostenfrei zur Probe an. Haben wir Sie überzeugt, erhalten Sie unser Magazin künftig für 49,- Euro im Jahr im Vorzugsabo. Haben wir Sie nicht überzeugt, genügt eine kurze Mail und Sie haben keinen Cent bezahlt. HIER gehts zum kostenfreien Probeabo: www.kommunal.de/abo/kommunal 

 

 

 

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