Lkw-Maut auf Bundesstraßen: Kommunen wollen an Einnahmen beteiligt werden
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Niedersachsens Kommunen rechnen damit, dass die Lkw jetzt auf Landes- und Kommunalstraßen ausweichen

Lkw-Maut: Kommunen fordern Beteiligung an Einnahmen

Seit Sonntag gilt die Lkw-Maut auf den Bundesstraßen - wodurch der Bund ordentliche Einnahmen erzielt. Doch Niedersachsens Kommunen fordern jetzt, dass sie an den Einnahmen der Lkw-Maut beteiligt werden!

Jeden Tag rollen hunderttausende Lastwagen über deutsche Straßen und strapazieren dabei die Fahrbahnen. Die Kosten für die Straßen-Sanierung sollen durch die Maut finanziert werden. Sie gilt seit diesem Sonntag für alle Lkw ab 7,5 Tonnen, die nun für das Befahren einer Bundesstraße eine Gebühr bezahlen müssen.

Die Lkw fahren dann über Straßen, die nicht dafür gebaut sind. Das bringt stärkere Straßenabnutzung und Lärmbelästigung für die Anwohner

Thorsten Bullerdiek

Niedersachsens Kommunen fordern nun eine Beteiligung an den Einnahmen des Bundes: "Die Lastwagen werden jetzt automatisch auf Landes- und Kommunalstraßen ausweichen", erklärt Marco Trips, Präsident des niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes die Forderung. Und Sprecher Thorsten Bullerdiek ergänzt: "Gerade diese Lkw fahren dann über Straßen, die nicht dafür gebaut sind. Das bringt stärkere Straßenabnutzung und Lärmbelästigung für die Anwohner." Um die Straßen dann auch sanieren zu können, fordert der Städte- und Gemeindebund an den Einnahmen beteiligt zu werden. Bereits jetzt gebe es beim kommunalen Straßenbau in Niedersachsen einen Investitionsstau in Höhe von 3,9 Milliarden Euro, sagt Bullerdiek.

Seit Sonntag wird Lkw-Maut auf Bundesstraßen fällig

Die Lkw-Maut galt bisher nur auf Autobahnen und einem kleinen Teil des Bundesstraßen-Netzes. Seit Sonntag ist die Lkw-Maut für Laster ab 7,5 Tonnen aber auf dem gesamten Bundesstraßennetz von 39.000 Kilometer fällig.

Damit hat sich die Strecke, auf denen Lkw-Fahrer und Speditionen zahlen müssen, mehr als verdreifacht.

LKW-Maut

Am 1. Januar 2019 soll die Maut erhöht werden und dann jährlich 7,2 Milliarden Euro in die Staatskasse spülen - 2,5 Milliarden Euro mehr als bisher.

Doch Bullerdiek warnt: "Wenn der Bund nur an sich denkt, ist dies erheblich zu kurz gedacht."

 

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