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Mit Hilfe von Drohnen könnte die Nahversorgung in ländlichen Regionen künftig verbessert werden
Mit Hilfe von Drohnen könnte die Nahversorgung in ländlichen Regionen künftig verbessert werden
© 123rf

Ländlicher Raum

Nahversorgung: Lebensmittel per Drohne

von Christian Erhardt-Maciejewski
Geschäftsführer, Chefredakteur | KOMMUNAL
9. Juni 2024
In einem Modellprojekt wird derzeit der Einsatz von Lieferdrohnen zur besseren Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs in ländlichen Regionen getestet. Die sogenannte „Marktschwalbe“ absolvierte kürzlich ihren Jungfernflug in der Gemeinde Wusterhausen/Dosse in Brandenburg. Das Projekt ist Teil einer Fördermaßnahme des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft.

Das Hauptziel des Projektes ist es, die Nahversorgung der Bevölkerung in weiter entfernten Ortsteilen zu verbessern und gleichzeitig den lokalen Einzelhandel zu stärken. Zu den Projektpartnern zählen die Gemeinde Wusterhausen/Dosse ist Projektpartner, das Vorhaben wird von der lokalen Wirtschaftsförderung und den Gewerbevereinen unterstützt.

Zum Jungfernflug wurde symbolisch eine erste Warenlieferung zusammengestellt und zur kommunalen Drohnenbasis gebracht. Von hier aus erfolgte der Jungfernflug der Marktschwalbe in den Ortsteil Trieplatz. Die Marktschwalbe soll den Wochenmarkt in Wusterhausen/Dosse mit zunächst drei weiter entfernten Ortsteilen der Gemeinde verbinden. Die Bestellungen können niedrigschwellig über eine Plattform oder telefonisch aufgegeben werden.

Vor der Testphase stand die Machbarkeitsstudie - Kommune am Projekt beteiligt 

Dem Start der Testflugphase gingen intensive technische und rechtliche Vorbereitungen sowie eine Machbarkeitsstudie mit Bürgerbeteiligung im Rahmen der Konzeptphase voraus. Bis zum Ende des Förderzeitraums im Februar 2025 soll der Einsatz der Lieferdrohne evaluiert und optimiert werden.

Mit der Fördermaßnahme „LandVersorgt – Neue Wege der Nahversorgung in ländlichen Räumen“ des Bundesprogramms Ländliche Entwicklung und regionale Wertschöpfung (BULEplus) unterstützt das BMEL die Erarbeitung und Umsetzung modellhafter, innovativer Konzepte zur Verbesserung der Nahversorgung in ländlichen Räumen. Die Projekte tragen dazu bei, die Teilhabe und Daseinsvorsorge auch für weniger mobile Menschen zu sichern.

In der bereits abgeschlossenen Konzeptphase wurde die Entwicklung innovativer Projektkonzepte zur nachhaltigen Versorgung mit Gütern des täglichen Bedarfs gefördert. Aufgrund ihres Modellcharakters und der Vielfalt der Konzepte können diese Projekte als Vorbild für andere ländliche Regionen dienen.

Der Einsatz von Lieferdrohnen in ländlichen Gebieten könnte die Art und Weise, wie Menschen in diesen Regionen Zugang zu Lebensmitteln und anderen wichtigen Gütern erhalten, revolutionieren. Sollte das Modellprojekt erfolgreich verlaufen, könnten ähnliche Konzepte in weiteren ländlichen Gemeinden umgesetzt werden, wodurch nicht nur die Lebensqualität der Bewohner verbessert, sondern auch die lokalen Wirtschaften gestärkt würden.

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