Die Nationalmannschaft der Bürgermeister
Die Nationalmannschaft der Bürgermeister

Nationalmannschaft der Bürgermeister

Deutschlands Bürgermeister haben eine eigene Fußballmannschaft - und die fliegt jetzt zur WM nach Russland. Doch: Wer sind eigentlich die Spieler des Vereins? KOMMUNAL gibt einen Kurzüberblick über die Kicker

 

Anfang Juli ist es soweit: 16 Bürgermeister aus sieben Bundesländern werden nach Russland reisen und sich dort zur WM kicken.

Die Nationalmannschaft der Bürgermeister ist seit 2010 ein eingetragener Verein. Seitdem werden pro Jahr bis zu vier Spiele ausgetragen. Alle zwei Jahre findet der Alpencup und alle vier Jahre die EM statt. Auf den Reisen wird nicht nur selbst gekickt. Sondern über den Fußball Kontakte zu Partnern in anderen Ländern geknüpft.

Jetzt geht es aber erst einmal nach Russland. Für eine gemeinsame Spielvorbereitung blieb in den letzten Wochen allerdings keine Zeit. Denn die Bürgermeister der Nationalmannschaft haben aufgrund ihrer Arbeitszeiten keine Kapazitäten für ein Trainingslager. Weshalb sich jeder Bürgermeister allein auf die WM vorbereitet.

Auf die Auswahl der Spieler wird dennoch großen Wert gelegt: „Unsere Messlatte liegt bei Bezirksniveau. Jeder muss nachweisen, dass er mal Fußball gespielt hat. Die zweite Voraussetzung ist, im Hauptamt Bürgermeister zu sein und menschlich sowie charakterlich zu uns zu passen. Schließlich sind wir die kommunalen Botschafter für Deutschland im Ausland“, erklärte Joachim Schuster, der Bürgermeister von Neuenburg am Rhein und Teamchef der Nationalmannschaft vor einigen Tagen in der MDZ. Dennoch fällt auf, dass die meisten Spieler des Vereins zwei Gemeinsamkeiten haben:

  • Erstens kommen die Bürgermeister der Nationalmannschaft eher aus kleineren Orten.
  • Und zweitens liegt das Altersniveau bei 50 Jahren.

„Trotz des hohen Altersdurchschnitt gewinnen wir nicht selten gegen jüngere und laufstärkere Mannschaften. Wir haben einige Spieler mit Erfahrung aus den höchsten Amateuerligen in unsern Reihen, was sich technisch und taktisch bezahlt macht“, weiß Teamchef Joachim Schuster aus der Erfahrung zu berichten.

 

Nationalmannschaft der Bürgermeister will die politische Lage in Russland besser verstehen

 

In Russland will die sechzehnköpfige Truppe nicht nur an einem Turnier teilnehmen, sondern auch viele Eindrücke von Russland gewinnen, um die politische Lage vor Ort besser zu verstehen. Zusätzlich wollen die Bürgermeister aber auch eine Behinderteneinrichtung in der Nähe von Moskau besuchen und mit Spendengeldern das soziale Engagement unterstützen. Knapp zwei Wochen werden die Bürgermeister unterwegs sein. Dennoch werden die Amtsgeschäfte deshalb nicht zum Erliegen kommen: „Im Zeitalter der Digitalisierung und sozialen Medien stehen wir dabei trotzdem in ständiger Verbindung zur Heimat. Ich kann Sie allerdings beruhigen: Auf der Auswechselbank gibt es keinen Handykontakt, erst nach Abpfiff“, erklärte Schuster der MDZ gegenüber.

Na dann, drücken wir unserem Fußballteam herzlichst alle Daumen!

 

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