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Neustadt in Europa
© Adobe Stock

Interkommunale Kooperation

„Wir leben und erleben Europa gemeinsam“

von Rebecca Piron
Stellvertretende Chefredakteurin | KOMMUNAL
19. März 2020
Interkommunale Kooperation muss nicht immer zwischen Städten und Gemeinden aus der gleichen Region entstehen. Auch ein gemeinsamer Name kann dazu anregen. Der Verbund „Neustadt in Europa“ betreibt seit über 40 Jahren gemeinsam Stadtmarketing und richtet erfolgreich verschiedenste Veranstaltungen aus.

Touristen anlocken, Vereine vernetzen und die Innenstadt durch Veranstaltungen beleben – all das wünschen sich die meisten Städte und Gemeinden. Eine Gruppe europäischer Städte schafft das gemeinsam durch einen freiwilligen Verbund: „Neustadt in Europa“. Auf der Welt – und besonders in Europa – gibt es unzählige Städte, Gemeinden und Ortsteile, die Neustadt heißen. Einige Neustadt-Bürgermeister fassten deshalb schon vor vielen Jahrzehnten den Entschluss sich zu vernetzen. Aus vereinzelten Treffen entstand eine internationale kommunale Werbegemeinschaft mit verschiedenen gemeinsamen Aktionen, wie etwa einem jährlichen Treffen.

Das Treffen wird jedes Jahr in einem anderen Neustadt ausgerichtet

„Ich war schon als Kind beim ersten Neustadt-Treffen 1979 dabei“, erzählt die Vorsitzende Petra Bieber aus Bad Neustadt, deren Vater ebenfalls Vorsitzender des Verbunds war. „Wenn man einmal bei einem Treffen dabei war, will man immer wieder hin. Es ist wie ein Familientreffen.“ Jedes Jahr wird das Treffen in einem anderen Neustadt ausgerichtet. Derzeit gibt es 27 deutsche, drei tschechische, zwei österreichische und jeweils eine ungarische, polnische, niederländische und slowakische Mitgliedsstädte. „2018 hatten wir erstmals ein Treffen in unserer polnischen Mitgliedsstadt“, erzählt Bieber. „Der Empfang war unglaublich herzlich und wie in jedem Jahr haben wir wieder viel über die lokalen Traditionen gelernt.“ Den europäischen Gedanken lebe der Verbund von Anfang an. „Bei uns lernt man, wie die anderen leben und kommt regelmäßig mit anderen Kulturen in Kontakt“, sagt Bieber. „Da ist es genauso normal, dass österreichische Jungs in Lederhosen Volksmusik machen, wie das gemeinsame Essen polnischer Nationalgerichte.“

Neustadt in Europa Festumzug

Die Erklärung des Verbunds wurde auf einer Speisekarte unterschrieben

Heute sind 36 Städte, Gemeinden und Ortsteile aus sieben europäischen Ländern teil von „Neustadt in Europa“. Angefangen hat es dagegen deutlich bescheidener: Nach verschiedenen Anläufen schaffte es der Bürgermeister von Bad Neustadt an der Saale 1979 Vertreter von 16 „Neustadts“ zum Jubiläum seines historischen Hohntors und des Heilbads unter dem Motto „Ein einzig Neustadt“ bei sich zu begrüßen. „Die Anwesenden haben am Abend im Gasthaus auf einer Speisekarte eine Erklärung unterschrieben, dass sie sich fortan jährlich treffen wollen“, erzählt Bieber. Und so sei es auch gekommen. Ein besonderer Durchbruch für den Verein war der Mauerfall. Auf dem Treffen 1990 im thüringischen Neustadt am Rennsteig schlossen sich acht neue Kommunen dem Verbund an. In den folgenden Jahren kamen die osteuropäischen Mitgliedskommunen hinzu.
In der Zwischenzeit hat sich viel getan. Der Verbund gibt einen Neustadt-Pass heraus, den Interessierte bei jedem teilnehmenden Rathaus bekommen. Hier werden alle Neustadts auf einer Seite dargestellt. Wenn ein Pass-Inhaber ein Neustadt besucht, kann er sich dort beim Rathaus oder in verschiedenen Geschäften mit Datum und Stempel seinen Besuch attestieren lassen. Wer zehn Neustadts besucht hat, wird Neustadt-Botschafter, bekommt eine Urkunde plus Geschenk und nimmt an einer Verlosung für einen Kurzurlaub teil. Mittlerweile gibt es über 1.000 Botschafter. „Wir freuen uns zu sehen, dass auch Menschen, die selbst gar nicht aus einem Neustadt kommen, bei unserer Aktion mitmachen“, so Bieber.
Über die jährlichen Treffen mit jeweils über 1.000 Besuchern und den Neustadt-Pass hinaus, hat der Verbund schon viele weitere Erfolge erzielt. So vernetzt er stetig die Vereine der verschiedenen Kommunen. Daraus sind etwa „Neustadt-Turniere“ im Fußball und Handball entstanden, die Feuerwehren der Neustadts haben sich zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen und verschiedene Vereine und Chöre besuchen sich gegenseitig. Darüber hinaus gibt es seit 2010 das Koch- und Backbuch „Sterneküche“ mit Rezepten aus den Mitgliedsgemeinden.

Neustadt in Europa Umzug

Mittlerweile sind Gemeinschaften wie "Neustadt in Europa" besonders wichtig

Neustadt in Europa ist ein freundschaftlicher Verbund ohne Satzung. Die Mitglieder zahlen einen jährlichen Betrag von 0,03 Euro pro Einwohner. Der Verein hat eine kleine Geschäftsstelle zur Vorbereitung gemeinsamer Aktionen und einen Arbeitsausschuss, der weitere Fragen schriftlich klärt.
Petra Bieber lebt „Neustadt in Europa“ auch in ihrer Freizeit. Den letzten Jahresurlaub hat sie etwa im finnischen Uusikaupunki (zu Deutsch: Neustadt) verbracht, um mit dem Bürgermeister über eine Mitgliedschaft zu sprechen. „Die Stadt hat Interesse, aber der Bürgermeister will nur mitmachen, wenn er es auch schafft, jährlich an den Treffen teilzunehmen“, erzählt Bieber. „Die Anreise ist aber zu den meisten Mitgliedskommunen so weit, dass das schwierig werden könnte.“ Die Gespräche mit Uusikaupunki dauern an und Bieber hofft, bald ein neues Mitglied im Verbund begrüßen zu können. „Jetzt, wo Europa durch Großbritannien in Frage gestellt wird, sind Gemeinschaften wie unsere besonders wichtig. Wir leben und erleben Europa gemeinsam seit über 40 Jahren und machen nur positive Erfahrungen.“

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